Sonntag 13. September 2026

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Diözesane Anstellungserfordernisse

In der Seelsorge bist du mit deiner theologischen Kompetenz und als Person gefragt, mit deinen Fähigkeiten, deinen Stärken, deiner Spiritualität. Ergänzend zum Studium planen und gestalten wir mit dir deinen Weg zum*r Seelsorger*in.

 

Für Fragen steht Thomas Pirkner-Ertl (t.pirkner-ertl@edw.or.at) dir zu Verfügung.

 

1. Orientierungsgespräch


So wie Gott um seiner selbst willen gesucht und geliebt werden will, hat auch das Theologiestudium einen Eigenwert. Es dient nicht ausschließlich der Berufsausbildung. Dennoch ist es wichtig, bald nach Beginn des Studiums zu fragen, ob ich die erworbene theologische Kompetenz beruflich umsetzen will. Führt sie mich in einen kirchlichen oder in einen anderen Beruf? Hier bietet das Zentrum Hilfen an.

 

meine Berufung

Die eigene Berufung ist zu klären. Welche Berufsperspektiven habe ich? Die Orientierungsgespräche sind Unterstützung, sich mit dem künftigen Beruf, mit der Kirche bzw. Diözese, mit den Berufsfeldern auseinanderzusetzen. Auch für die diözesane Planung (z.B. Personalreferat) ist es gut zu wissen, wie viele Bewerber*innen in den nächsten Jahren zu erwarten sind.

Kontakt und weitere Informationen

Melde dich am besten gleich am Beginn des Studiums zu einem individuellen Beratungsgespräch über Berufsperspektiven und diözesane Ausbildungserfordernissen bei Thomas Pirkner-Ertl (t.pirkner-ertl@edw.or.at)

 

Wir planen mit dir gemeinsam! 




 

2. Spirituelle Bildung 

 

Wer Theologie studiert, ist mit zusätzlichen Fragen konfrontiert: Wissen und Glauben, Denken und Beten, Reflektieren und Feiern – wie geht das zusammen? Wer nach authentischer Religiosität und zeitgemäßem Glauben sucht, stößt auf das Thema Spiritualität. Ein persönlicher Weg der Verwurzelung in Gott ist heute unerlässlich, um im Alltag glauben zu können.

 

Spirituelle Angebote im Zentrum: Liturgie, Besinnungstage, Exerzitien (im Alltag), Glaubensgespräche, Lektürekreis, Spiritualität etc. siehe Aktuelles&Programm. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Geistliche Begleitung durch Priester oder Pastoralassistent*in in Anspruch zu nehmen.

 

Verpflichtende diözesane Ausbildungen:

 

1. Spiritualität verorten (3-4 Tage)
• die je eigene Herkunft im Glauben reflektieren
• Wege zur Gestaltung eines persönlichen geistlichen Lebens
• Basisinformationen zum Thema christliche Spiritualität,
• Begegnung mit anderen spirituellen Entwürfen
• Austausch und persönliche Auseinandersetzung
• im 1. oder 2. Studienjahr

2. Vertiefende geistliche Weiterbildung

• aufbauend auf den Grundkurs bis zum vorletzten Studienjahr
• individuell zu planen und zu gestalten
• geistliche Begleitung oder Exerzitien in Absprache mit Christoph Benke


 

3. Pfarrerfahrung/Pfarrpraktikum 

 

Für Religionsunterricht und Pastoral ist es gleichermaßen wichtig, Pfarre als Ort gelebten Glaubens zu erfahren und Einblick in die Pfarrpastoral zu bekommen. zb.: pädagogische und pastorale Erfahrungen im Gespräch über Glaubensfragen mit Kindern und Jugendlichen. 

 

Kirche ist eine Communio des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe (LG 8), eine Weggemeinschaft der Hoffnung inmitten und mit der großen Menschheitsfamilie. Der Glaube des*der einzelnen realisiert sich in der Gemeinschaft der Kirche. Damit ist die Pfarre als christliche Gemeinde am Ort ein wesentlicher Lebensraum des Glaubens und eine Quelle theologischer Erkenntnis.
Diese Basiserfahrung kannst du bereits mitbringen oder während des Studiums im Rahmen eines Pfarrpraktikums einholen. In diesem Fall wird das Praktikum vom Zentrum vermittelt und in der Pfarre begleitet.

  •  im Zeitausmaß eines*einer Ehrenamtlichen, der*die eine kontinuierliche Aufgabe übernommen hat
  • 2./3. Studienjahr
  • Anmeldung: im Zentrum, Mai/Juni für das folgende Jahr

4. Persönlichkeitsbildung

 

In pädagogischen und seelsorglichen Berufen ist die Persönlichkeit des*r Verkünders*in das Medium der Botschaft und Teil der Botschaft. Somit ist die eigene personale und soziale Kompetenz eine wichtige Voraussetzung.

 

Beziehungsfähigkeit (Nähe und Distanz), Adäquate Selbsteinschätzung, Kommunikations- und Teamverhalten sind Qualitäten, die bewusstzumachen und gegebenenfalls auszubauen sind.
Bildung und Entwicklung der Persönlichkeit ist Sache der Eigenverantwortung. Die verbindlichen Anfordernisse sind zeichenhaft zu verstehen im Sinne der Bereitschaft, an sich zu arbeiten.

2 Kurse zur Persönlichkeitsbildung zu mindestens je 12 Stunden

  • davon zumindest ein Kurs aus dem Zentrumsangebot
  •  ein auswärtiger Kurs anrechenbar
  • im Laufe des Studiums, vor dem letzten Studienjahr

5. Kennenlernen der Erzdiözese Wien und ihrer Einrichtungen 

 

Für Seelsorger*innen, für Mitarbeiter*innen in der kirchlichen Verkündigung ist es wichtig, auch die Institution Kirche im Blick zu haben, um die eigene Aufgabe im Kontext eines größeren Ganzen sehen zu können.

 

Kirchliche Medien, Erwachsenenbildung, Caritas, Entwicklungen in der Erzdiözese, Kategoriale Seelsorge…, das sind zentrale Aufgaben in der Erzdiözese Wien, die für die pastorale Arbeit wichtig sind und auch mögliche Arbeitsfelder für dich als Theolog*in sein können.
→ Mindestens 6 Veranstaltungen sind im Lauf des Studiums zu besuchen.

6. Liturigsche Bildung 

 

Liturgie gestalten und feiern ist eine zentrale Aufgabe für Seelsorger*innen: Tagzeitenliturgie, Lektor*in, Kommunionhelfer*in, Leitung von Wort-Gottes-Feiern, Musik im Gottesdienst, Begräbnisse. Die liturgische Bildung findet im Rahmen der Ausbildung zum*r Pastoralassistenten*in statt. Im Studium sind die homiletischen Übungen verpflichtend zu absolvieren.

7. Berufsorientierungspraktikum 

 

Das Ziel dieses Praktikums ist eine realitätsnahe Klärung und Entwicklung der eigenen seelsorglichen Begabungen und Vorstellungen. Du arbeitest mit einem*r Kollegen*in in einer Pfarre mit und erlebst die Rolle des*r Pastoralassistenten*in, des*r Seelsorger*in. Du lernst auch Bereiche kennen, die dir noch weniger bekannt sind und kannst deine Stärken erproben.

 

Das Orientierungspraktikum ist Voraussetzung für die Aufnahme in den Berufsvorbereitungskreis für Pastoralassistent*innen.
Das Berufsorientierungspraktikum ist:

  •  verbindlich für jene, die einen pastoralen Beruf anstreben
  •  ca. 200 Stunden, verteilt über ein Arbeitsjahr
  • in einer Pfarre der ED Wien; evtl. in kategorialer Seelsorge

Elemente:

  • Reflexion mit dem*der pfarrlichen Mentor*in
  • Anmeldung, Beratung, Reflexion und Auswertung bei dem*der Ausbildungsleiter*in im Zentrum
  • 3./4. Studienjahr

Ergänzend besteht auch die Möglichkeit, ein Praktikum in der Kranken- und Pflegeheimseelsorge zu absolvieren.

8. Berufsvorbereitungskreis 

 

Der Einstieg in das Berufsleben hat den Rollenwechsel von ehrenamtlicher Mitarbeit zum*r hauptamtlichen Mitarbeiter*in zur Folge. Im kirchlichen Auftrag mit amtlicher Funktion Verantwortung übernehmen, diese Übergangsphase reflektieren und gestalten wir mit euch.

 

Dieser neue Lebensabschnitt braucht Beachtung und Vorbereitung:
Die eigene Rolle gestalten, Beruf und Spiritualität, Information zu Kirche und Geld, liturgische Bildung, Prävention Missbrauch und Gewalt, Ortskirche, kirchliche Verortung des Berufs Pastoralassistentin, Reflexion der beruflichen Motivation und persönlichen Spiritualität, Berufsbild und Berufsrolle, Erfahrungsaustausch mit künftigen Kolleg*innen.

 

Anmeldung zum Berufsvorbereitungskreis am Beginn des letzten Studienjahres (bis 15. Oktober) bei Thomas Pirkner-Ertl (t.pirkner-ertl@edw.or.at) oder Hannah Greiner (h.greiner@edw.or.at)

 

 

9. Pastoraljahr und kirchliche Sendung

 

Pastoralassistenten*innen begleiten Menschen seelsorglich, unterstützen diese in deren christlichem Engagement und verkünden das Evangelium. Sie sind berufen durch Taufe und Firmung wie alle Chris-ten*innen und sind gesendet vom Bischof zum seelsorglichen Dienst. Pastoralassistent*innen sind ein kirchliches Amt, sie handeln im Auftrag der Kirche.

 

Nach dem Studienabschluss folgt des letzte Ausbildungsjahr. Die Anstellung in einer Pfarre ist befristet, die Ausbildung findet gemeinsam mit den Diakonen des Wiener Priesterseminars statt. Nach Abschluss des Pastoraljahres und definitiver Anstellung wird die Sendung in den kirchlichen Dienst durch den Erzbischof gefeiert.