Als einzige Frau neben der Mutter Jesu wird Maria von Magdala in allen vier Evangelien konstant erwähnt, was auf ihre geradezu universale Bekanntheit und ihre Autorität in frühchristlichen Gemeinschaften deutet als Erstzeugin des Auferstandenen. Allerdings wurde im Laufe der Zeit das Bild von Jesu Jüngerin und Weggefährtin übermalt durch das der Sünderin, welches schließlich das der österlichen Prophetin und Apostelin verdrängte. Da sich in den späteren Verzerrungen oft auch das jeweilige Frauenbild der Zeit spiegelt, sind mit der Rezeption dieser biblischen Frauengestalt als Symbolfigur auch grundlegende Debatten hinsichtlich Führungsrollen von Frauen verbunden. Diese können auch für heutige Fragen aufschlussreich sein. Der Vortrag widmet sich den neutestamentlichen und apokryphen Texten zu Maria von Magdala und zeichnet die Rezeptionsgeschichte der ersten Apostelin nach.
Keine Anmeldung! Eintritt frei (Spenden erbeten).
ALLE Interessierten sind herzlich eingeladen!
Hinweise zur Erreichbarkeit finden Sie hier (geänderte Busverbindung wegen Baustellensperre!).
Aushang Vortrag Taschl-Erber