Kontakt
Pfarre Engelhartstetten
2292 Untere Hauptstraße 157
T +43 2214 2300
Montag 07.12 Vorabendmesse um 18.00 Uhr in Orth.
In unserem Pfarrverband feiern wir am 08. Dezember das Hochfest Maria Empfängnis um:
8.30 Uhr Eckartsau
8.30 Uhr Orth
10.00 Uhr Kopfstetten
10.00 Uhr Orth
14.00-15.00 Uhr Tauferneuerung in Orth

Welche Bedeutung hat das „Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“ für unser geistliches Leben?
Genau neun Monate vor Maria Geburt feiern wir die Empfängnis Marias. Katholiken bekennen, dass Maria vom ersten Moment ihres Lebens an durch die Gnade Gottes von der Erbsünde bewahrt blieb.
Damit hat Gott sie darauf vorbereitet, die Mutter Jesu Christi zu werden. Dieses Fest hat eine mehrfache Bedeutung für das eigene geistliche Leben.
1. Maria wurde durch dieselbe Gnade vor der Erbsünde bewahrt, die alle Getauften von der Erbsünde befreit. Damit wird deutlich, dass Maria eine von uns ist, die an Gott glaubt und sich von Gott retten lässt.
2. Gott hat Maria für eine schwere Aufgabe berufen, die weit über die menschliche Kraft geht. Dafür hat er sie durch die Gnade vorbereitet. Wenn Gott Menschen beruft, schenkt er ihnen zugleich Gaben, Talente, Charismen, mit denen sie die Herausforderungen bestehen können.
3. Gott schaut vom ersten Moment des Lebens an auf uns Menschen. Jedes Kind ist kostbar, weil Gott es wie Maria schon im Mutterleib beim Namen gerufen hat, ehe noch ein anderer Mensch bemerkt, dass es da ist.
erstellt von: Der SONNTAG / Dr. Hubert Philipp Weber

Das Hochfest
Gefeiert wird am 8. Dezember "die ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria" - so der volle Wortlaut der Bezeichnung des Hochfestes. Gemeint ist mit dem Glaubensgut, das auch als "Unbefleckte (Immaculata) Empfängnis Marias" umschriebenen wird, nicht etwa die Jungfrauenschaft der Gottesmutter, sondern ihre besondere Erwählung. Maria ist von Gott auserwählt, die Mutter des Erlösers Jesus Christus zu sein.
Vor der Erbsünde befreit
Dass Maria vom Anfang ihrer Existenz ein von Gott begnadeter Mensch war, wurde in der Kirche seit jeher so gesehen. In der Bibel, in der Erzählung über die Verkündigung durch den Engel Gabriel wird sie "Begnadete" genannt: "Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir", heißt es im Lukasevangelium, jenem Text, der am 8. Dezember in der kirchlichen Leseordnung vorgesehen ist.
Ausgehend von diesem Gedanken wird in der langen Geschichte der christlichen Theologie und Frömmigkeit immer wieder über die besondere Erwählung Marias nachgedacht. Vor allem darüber, inwieweit sie Teil der erlösungsbedürftigen Menschheit ist und gleichzeitig schon ganz in die Erlösung ihres Sohnes einbezogen ist. Vor allem der letzte Aspekt bringt mit sich, dass Maria auch als vor der Erbsünde bewahrt verstanden wurde.
Erst am 8. Dezember des Jahres 1854 wurde das Glaubensgut der so genannten "Unbefleckten Empfängnis Marias" zum Dogma. Papst Pius IX. verstand die Dogmatisierung als einen Akt der Gottesverehrung und des Marienlobes.
Erwählung und Anspruch
Maria ist - so deutete das Zweite Vatikanische Konzil den Glaubensinhalt weiter aus - "vom ersten Augenblick ihrer Empfängnis im Glanz einer einzigartigen Heiligkeit". Diese Formulierung erinnert an die Bedeutung und das Selbstverständnis der Kirche als Ganzer: "...erwählt vor der Erschaffung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor Gott", heißt es von der Kirche im Loblied am Beginn des Epheserbriefes (1,4). Im Gedächtnis der Erwählung Marias wird der Kirche sowohl ihre eigene begnadete Existenz als auch ihr Auftrag zu heiligem Leben vor Gott bewusst gemacht.
erstellt von: Stefanie Jeller Erzdiözese Wien