Zeiten schwerer Krankheit, vor großen Operationen oder bei nachlassenden Kräften im Alter sind oft mit Sorgen, Ängsten und einem Gefühl der Schwäche verbunden. In genau diesen Momenten der Verletzlichkeit möchte die Kirche durch das Sakrament der Krankensalbung die besondere Nähe, den Trost und die aufrichtende Kraft Jesu Christi spürbar machen.
Ein Sakrament für das Leben – nicht nur für die Sterbestunde
Ein tief verwurzeltes Missverständnis ist es, die Krankensalbung ausschließlich als „letzte Ölung“ für den unmittelbaren Übergang in den Tod zu betrachten. Dieses Sakrament ist jedoch in erster Linie ein Sakrament für die Lebenden! Es soll dem kranken Menschen Zuversicht, innere Ruhe, Mut und geistliche – und oft auch körperliche – Heilung und Linderung schenken.
Daher ist es wichtig zu wissen: Das Sakrament der Krankensalbung kann bei Bedarf öfters empfangen werden. Es steht Ihnen offen bei jeder neuen schweren Erkrankung, vor bedeutsamen medizinischen Eingriffen oder wenn sich ein bestehendes Leiden im Alter merklich verschlechtert.
Spürbare Zeichen der Heilung
Bei der Feier der Krankensalbung betet der Priester gemeinsam mit dem Kranken und den anwesenden Angehörigen. Er legt dem kranken Menschen still die Hände auf – ein uraltes Zeichen für Gottes Schutz und Segen. Anschließend salbt er Stirn und Hände mit dem geweihten Krankenöl. Diese heilende Berührung drückt aus: Du bist in deinem Leid nicht allein; Christus selbst ist bei dir, um dich zu stärken.
So empfangen Sie das Sakrament
Wenn Sie oder ein Angehöriger das Sakrament der Krankensalbung wünschen, warten Sie bitte nicht bis zum letzten Augenblick. Kontaktieren Sie unsere Pfarrkanzlei oder unseren Pfarrer jederzeit telefonisch.
