Im Jahre 1807 wurde in Mollmannsdorf ein gemauertes Bethaus in Bruchsteintechnik errichtet. Vorher stand an diesem Platz seit undenklichen Zeiten eine kleine hölzerne Kapelle mit einem gemauerten Glockenturm. Da im Jahre 1830 das Bethaus und auch der Glockenturm einzustürzen drohten, wurde alles niedergerissen und im Jahre 1831 mit dem Bau einer größeren Kapelle begonnen, die am 23. Juni 1834 eingeweiht wurde.
Im Jahre 1968 wurde die Apsis weggerissen, der Kirchenraum vergrößert und im Zuge des Neubaues wurden auch die Sakristei und die Aufbahrungshalle eingeplant.
Am 26. Juli 1970 erfolgte die feierliche Einweihung der Filialkirche durch Dechant Eberhard Plessl.
Hermann Bauch und sein gleichnamiger Sohn schufen als ihre erste gemeinsame Arbeit ein großes Fresko an der Wand hinter dem Altar und bunte Giebelfenster. Das Wandgemälde stellt den ersten Schöpfungstag mit dem allmächtigen Gotteswort „Fiat lux“ dar und die Glasmalerei des Giebels eine Variation des letzten Abendmahles. Für die zwei Fenster im Altbau erdachte Hermann Bauch eine Darstellung der Gebotetafeln des Moses, die im Lichtstrahl Gottes geoffenbart werden, und eine Komposition über das Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen. Die drei Fenster im Neubau versinnbildlichen das Geheimnis der Trinität.
Im Zuge der Kirchensanierung 2926 wurde auf Wunsch der Kirchengemeinde ein Zugang vom Kirchenraum zur Aufbahrungshalle geschaffen.
Die Filialkirche Mollmannsdorf ist Johannes dem Täufer geweiht.
