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Predigt zum Hochfest des heiligen Stephanus

Die Predigt des ernannten Erzbischofs Josef Grünwidl zum Hochfest des heiligen Stephanus am 26. Dezember 2025 im Stephansdom:

26.12.2025

Am Hochfest des Hauptpatrons unserer Domkirche mutet uns die Liturgie einen Bruch und Kontrast zu. Nicht mehr vom Kind in der Krippe, von Hirten und Engeln ist heute die Rede, sondern von Verfolgungen, von tödlichem Hass und Spaltungen quer durch Familien und von einer brutalen Lynchjustiz: der Steinigung des Stephanus.

 

Einen Bruch zwischen Christtag und Stephanitag empfinden wir aber nur dann, wenn wir Weihnachten oberflächlich sehen und feiern. Denn wer genauer hinsieht, dem ist schon am Heiligen Abend aufgefallen: das Holz der Krippe verweist auf das Holz des Kreuzes, Weihnachten, Passion und Ostern gehören zusammen wie Geburt und Tod.

 

Ich lade ein, dass wir jetzt auf Diakon Stephanus etwas genauer hinsehen, denn von ihm können nicht nur Diakone, sondern wir alle lernen. Nehmen wir bei Stephanus „Nachhilfestunden“ im Christsein.

Dazu ein erster Impuls: Vor 50 Jahren hat Papst Paul VI. in seiner berühmten Enzyklika über die Evangelisierung geschrieben: „Der heutige Mensch hört lieber auf Zeugen als auf Gelehrte – und wenn er auf Gelehrte hört, dann deshalb, weil es Zeugen sind.“

„Märtyrer“ bedeutet Zeuge und „Martyrium“ ist das Zeugnis des Glaubens. Es gibt das blutige Martyrium von Menschen, die bereit sind für ihren Glauben zu sterben, und es gibt auch das unblutige Glaubenszeugnis. Ein Glaubenszeuge sein meint: mein Glaube ist nicht bloß Dekoration, wenn es gerade passt. Sondern mein Glaube bestimmt das Leben und ich stehe dazu, ich verstecke meinen Glauben nicht, auch nicht bei Gegenwind, auch nicht wenn es für mich unangenehm und eng wird.

 

Wenn zB. Jugendliche in der Schule erzählen, dass sie am Sonntag in die Messe gehen und ministrieren, kann es leicht sein, dass sie Gegenwind spüren und erleben, was es bedeutet, den Glauben zu bezeugen.

Wenn Familien nicht nur zu Hause, sondern auch im Gasthaus vor dem Essen ein Tischgebet sprechen, geben sie ein Glaubenszeugnis.

Wenn in einer Gesprächsrunde über die Kirche oder den Glauben hergezogen wird und wir nicht stumm bleiben, sondern Farbe bekennen, dann bezeugen wir unseren Glauben. Nicht die Frage „Was werden sich die anderen von mir denken?“, sondern die Frage „Was denkt Christus von mir?“ steht für Glaubenszeugen an erster Stelle.

 

Die Menschen hören auf Zeugen, hat Paul VI. gemeint, und ich bin sicher, dass er damit Recht hatte. Den Glauben bezeugen hat nichts zu tun mit überreden, manipulieren oder unter Druck setzen. Ein Glaubenszeuge bin ich, wenn man an meiner Art zu denken, zu reden und zu handeln erkennt, dass ich Christ bin. Das können wir von Stephanus lernen, der sich mutig und unerschrocken zu Christus bekannt hat. Auch wir haben keinen Grund, unseren Glauben zu verstecken oder feig zu sein, denn für das Evangelium und für Jesus Christus brauchen wir uns nicht zu schämen.

 

Die zweite Lektion des hl. Stephanus hat mit dem zweifachen Dienst des Diakons zu tun, der eine caritativ-soziale und eine liturgische Komponente hat. Liturgie und Caritas, Gottesdienst und Menschendienst, die betende und die dienende Kirche sind im Diakonenamt vereint und beide Bereiche haben auch mit allen Getauften zu tun: den Glauben in der Kirche feiern und den Glauben im Alltag leben – das ist unser aller Auftrag und Berufung. Auch das hat Diakon Stephanus uns vorgelebt.

Die dritte Lektion, die er uns lehrt: Wie Jesus am Kreuz so betet auch Stephanus sterbend für seine Verfolger. Erinnern wir uns heute am Festtag des ersten Märtyrers unserer Kirche an die Christenverfolgungen unserer Zeit. Rund 380 Millionen Christen leiden unter Feindseligkeiten und Einschränkungen der Religionsfreiheit, werden in den Untergrund gedrängt, damit die sichtbare Kirche verschwindet, bis hin zu Verfolgung, Gefängnis, Folter und Mord.

 

Nordkorea, Jemen, Pakistan, Iran, Indien – die Liste der Länder, in denen Christen bedroht und benachteiligt, verfolgt und auch getötet werden ist lang. Immer wieder hören wir von Übergriffen und Massakern, von fanatischen Attentätern, die meinen, dass sie es ihrem Glauben schuldig sind, Andersgläubige zu diskriminieren, zu verletzen oder zu töten.

 

Die vielen Christenverfolgungen unserer Zeit müssen eine Wunde sein, die uns schmerzt! Vergessen wir nicht auf unsere verfolgten Schwestern und Brüder! Durch Spenden, durch Öffentlichkeitsarbeit und Petitionen und durch unser solidarisches Gebet können wir sie unterstützen.

 

Die dritte Lektion, die Stephanus uns heute lehrt lautet: Religionsfreiheit und die staatliche Anerkennung von Kirchen und Religionsgemeinschaften sind keine Selbstverständlichkeit. Danken wir Gott, dass wir nicht um unseres Glaubens willen verfolgt werden, wie Diakon Stephanus und unzählige Märtyrer bis heute. Zeugnis für Christus ablegen und Zeugen des Glaubens sein - das jedoch bleibt uns nicht erspart.

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