Für mich macht mein Glaube im Alltag einen fundamentalen Unterschied: Er reduziert mir die Angst und stärkt mein Engagement. Warum?
Ich weiß mich in jedem Augenblick meines Lebens von Gott geliebt und gewollt. Ich lebe nicht durch Zufall, sondern weil Gott (die höchste mögliche Instanz) an mir Interesse hat! Und ich vertraue darauf, dass das über meinen Tod hinaus so bleiben wird. Ich habe dadurch weniger Angst, im Leben zu kurz zu kommen, weil ich hier gar nicht alles erleben und bewältigen muss.
Dieser Glauben sagt mir, dass diese unbedingte Zusage nicht nur mir selbst gilt: Jeder Mensch ist von Gott geschaffen, geliebt und gewollt. Das ändert meinen Blick auf die Mitmenschen: Ich sehe um mich (und in den Medien) nur liebenswerte Menschen, solche, die Gott selbst liebt. Das ändert meinen Blick auf sie. Und es beflügelt mich, mich für sie handfest zu engagieren. Wie muss Gott ums Herz sein, angesichts des unermesslichen und menschgemachten Leides in der Ukraine, da er alle dort, Ukrainer wie Russen, geschaffen hat und liebt? Das kann doch mich nicht kaltlassen!
Ich will aber dabei nicht bei meinen Zeitgenossen stehen bleiben, sondern die Allerschwächsten in den Blick nehmen: die Ungeborenen, um ihnen eine glückliche Geburt und ein gutes Aufwachsen zu ermöglichen, und sogar die Ungezeugten kommender Generationen, um ihnen eine lebenswerte Schöpfung zu hinterlassen.
Ja, mein Glaube macht für mich einen wesentlichen Unterschied: Er ist mir trostvolle Zusage und herausfordernder Auftrag. Und macht mich deshalb frei und froh.