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Entscheidung für die Taufe

Kolumne NÖN, Weihbischof Stephan Turnovszky, 2022, KW 19

11.05.2022
© pixabay.com
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Landauf, landab finden wieder Firmungen statt. Die jungen Leute putzen sich heraus, es wird ein festlicher Tag. Ist das aber alles? Was bringt einem denn die Firmung? Kurze Antwort: Die Firmung ist die Zustimmung zur Taufe. Und was bringt die Taufe? Sind wir nicht auch ohne Taufe alle Kinder Gottes?

 

Freilich, jeder Mensch ist Gottes Ebenbild und damit sein geliebtes Kind. Die Taufe ist jedoch die bewusste Zustimmung genau dazu! Mit der Taufe bzw. mit seiner Firmung bekennt ein Mensch, dass er nicht zufällig auf der Welt ist, und anerkennt Gott als seinen Vater und Schöpfer. Sie ist ein tiefes und persönliches „Ja“ zum Dreifaltigen Gott (der Liebe ist!) als Ursprung und Fundament des Daseins. Aus diesem Grund wird bei Taufe und Firmung immer feierlich nach dem Glauben gefragt („Ich glaube“).

 

Was bringen Taufe und Firmung also? Sie bringen eine neue Perspektive aufs Leben, ein alternatives Lebensbewusstsein: Wer zu Gott als seinem Vater Ja sagt, lebt weniger einsam! Er erkennt in den anderen Menschen nicht in erster Linie Konkurrenten, sondern Ebenbilder, ist mit ihnen solidarisch, wie es Geschwister sein sollen. Jesus hat voll in diesem Bewusstsein gelebt: gottverbunden und menschenverbunden! Das macht ein gelungenes Leben aus. Diese göttliche Verbundenheit ist der Heilige Geist, der den Firmkandidat/innen bei der Firmung stärkend von Gott geschenkt wird.

 

Mir ist meine eigene Firmung sehr wichtig. Oft genug „erinnere“ ich Gott, meinen Vater im Himmel, daran, dass ich gefirmt bin und als Gefirmter seine Nähe und Hilfe brauche. Ich wünsche unseren Firmlingen ein erfülltes und frohes Leben als Gefirmte!

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