Alle Jahre wieder befinden wir uns vor Ostern 40 Tage lang (Sonntage ausgenommen) in der Fastenzeit. Dabei geht es um eine stattliche Übungszeit für ein besseres Leben. Achtung: nicht um ein angenehmeres Leben geht es, sondern um ein lebendigeres, ein lebensfreundlicheres – sowohl für mich selbst als auch für die Menschen in meinem Umfeld.
Wie kann das geschehen? Mir ist dabei immer wichtig, alle Dimensionen meines Lebens in den Blick zu nehmen, aber jeweils nur mit wenigen Vorsätzen. Dazu ein paar Bespiele, die als Inspiration dienen können: Die leibliche Dimension: Achtsamkeit auf meinen Schlaf. Die bewusstere Wahl von Speisen und Getränken: Verzicht auf einiges, aber auch die bewusste Wahl von Gesundem. Mehr Zeit für Bewegung etc.
Die geistige Dimension: Was lese ich ich? Wofür ver(sch)wende ich meine Zeit nicht? Daher Verzicht auf Fernsehen und social Media zugunsten von guter Lektüre.
Die soziale Dimension: Verzicht auf Jammern und Raunzen, Bemühung um Pünktlichkeit, Freundlichkeit und Großzügigkeit (Spenden). „Autofasten“, wo es möglich ist.
Die geistlich/spirituelle Dimension: Mehr Zeit für Stille, Gebet. Und Bibelbetrachtungen (Sonntagsevangelium). Spaziergang mit Gebet. Gespräche über die Bedeutung des Glaubens. Kreuzwegandacht, Vorbereitung auf die Osterbeichte.
Mir fällt die Fastenzeit jedes Jahr zu Beginn schwer, es wird mir aber dann immer leichter, weil gute neue Gewohnheiten selbstverständlich werden und ich dabei Freude empfinde.
So hat das Fasten Sinn: Wenn es dazu führt, die Freude an Gott und seiner Schöpfung besser wahrzunehmen.
Ihr + Stephan Turnovszky