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"Sein Kreuz tragen"

Weihbischof Stephan Turnovszky Kolumne „Brückenbauer“, Der Sonntag, 2026-04

Frage an den Brückenbauer:

 

Bei Lukas, Markus und Matthäus wird auf den Spruch Jesus verwiesen, dass man täglich sein Kreuz auf sich nehmen soll. Nun war zum Zeitpunkt dieser Aussagen von einer Kreuzigung Jesus ja noch gar keine Rede. Wie sollten dies die Jünger verstehen? Übersetzungsfehler? „Das Joch auf sich nehmen“ würde besser passen.

Und etwas Zweites: Bei Markus 9,1 heißt es doch eindeutig aus dem Munde Jesu: „Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht schmecken, bis sie gesehen haben, dass das Reich Gottes in Macht gekommen ist.“ Irrtum?

03.04.2026
© Erzdiözese Wien/Schönlaub, Stephan Schönlaub
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Antwort des Brückenbauers:

 

Tatsächlich spricht Jesus in allen drei sogenannten synoptischen Evangelien übereinstimmend sehr klar und deutlich vom Tragen des Kreuzes. Wie kam es dazu? Jesus hat Aramäisch gesprochen. Seinen Wortlaut haben wir nicht überliefert bekommen, es hat niemand seine Worte mitgeschrieben, sondern nach seinem Tod und seiner Auferstehung begann man, Worte aus der Erinnerung niederzuschreiben. Dabei wurden gewiss Erinnerungen verglichen und, so möglich, abgestimmt. Solche Berichte führten zur Entstehung unserer vier Evangelien, wobei Markus, Matthäus und Lukas oft Übereinstimmungen aufweisen. Jedes der vier ist in griechischer Sprache verfasst. Für das Wort „Kreuz“ wird ausnahmslos das griechische Vokabel „staurós“ gebraucht. Es bedeutet Pfahl, auch Marterpfahl incl. Querbalken, aber nicht „Joch“. Ein Übersetzungsfehler vom Griechischen ins Deutsche ist daher auszuschließen. Ob Jesus auf Aramäisch von einem Hinrichtungsinstrument oder von einer anderen Last gesprochen hat, wissen wir nicht. Da die Überlieferungen erst im Licht der Oster- und Pfingsterfahrungen verschriftlicht wurden, deuten sie selbstverständlich das Geschehen in nachösterlicher Perspektive, wenn sie von der Nachfolge Jesu berichten.


Weiters ist zu bedenken: Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Jesus und seine Jünger und Jüngerinnen öfters über Kreuze gesprochen haben, weil durch die Allgegenwart der gewalttätigen römischen Besatzung Hinrichtungsstätten vielerorts zur Abschreckung errichtet waren.


Mein Ergebnis: Wir dürfen darauf vertrauen, dass die Rede vom „Kreuz Tragen“ sicher in der Aussageabsicht Jesu liegt.

 

Leichter ist die Erklärung von Mk 9,1: Es ist die Rede vom Kommen des Reiches Gottes mit Macht. Die Pharisäer und viele jüdische Zeitgenossen Jesu hatten eine vordergründige Vorstellung von diesem Kommen, die mit dem Hereinbrechen unwiderstehlicher Gewalt zu hatte. Jesus hingegen hat anders vom Reich Gottes gesprochen. Mit seiner Auferstehung, die ja zu Lebzeiten des Großteils der Angesprochenen stattfand, ist dann tatsächlich die Macht des Todes gebrochen worden. Insofern ist das Reich Gottes bereits mit Macht gekommen, allerdings mit der überraschend sanften Macht Jesu Christi. Ich bemühe mich darum, meine inneren Antennen beständig nach diesem gegenwärtigen Reich auszurichten, um in ihm zu leben.

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