Wednesday 4. May 2016
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 Nikolaus Haselsteiner
Mag. Nikolaus Haselsteiner
Leitung

Kardinal Schönborn in der Pressestunde

Der Auftritt von Kardinal Christoph Schönborn in der ORF-„Pressestunde“ am vergangenen Sonntag hat viele Reaktionen ausgelöst, auch sehr unduldsame. Die meisten Menschen haben freilich die Äußerungen des Kardinals zur Flüchtlingsproblematik nur in der Kurzzusammenfassung in der „Zeit im Bild“ gehört. Darum bringt „thema kirche“ eine ausführlichere Übersicht über die dort geäußerten Positionen unseres Erzbischofs.

Auszüge aus den Statements der Pressestunde vom 13.4.

Zur Sicht auf die Flüchtlinge:

„Ich glaube, die Perspektive ändert sich sehr, wenn man persönlichen Kontakt hat. Wenn man Geschichten von Flüchtlingen zuhört – wie sie geflohen sind, warum sie geflohen sind, wie es ihnen auf der Flucht gegangen ist. Ich habe viele solche Geschichten gehört, und es ändert sich das Bild, sobald man den konkreten Menschen im Blick hat.“

Warum der Flüchtlingsstrom nicht von ungefähr kam:

„Es war vorhersehbar, dass diese Menschen sich auf den Weg machen, wenn die Flüchtlingslager in Jordanien, in der Türkei, im Libanon nicht die nötige Unterstützung bekommen – und genau das ist geschehen. Man darf nicht vergessen, dass die internationale Staatengemeinschaft die Unterstützung der Flüchtlingslager drastisch reduziert hat. Es gibt keine Schule, keine Arbeit, keine Zukunftsperspektive. Was macht man dann? Nur weg! – das ist eine der Ursachen dieser großen Flüchtlingsbewegung.“

Wie viel Empathie für die Flüchtlinge ist in Europa noch übrig?

„Ich erinnere mich an ein Gespräch mit dem Herrn Bundeskanzler, in dem er mir sehr klar gesagt hat: ,Wenn in diesem Jahr wieder 90.000 Flüchtlinge in Österreich um Asyl ansuchen, dann können wir das nicht verkraften.‘ Politik ist die Kunst des Möglichen. Ich glaube, die Beherbergungsfrage ist lösbar. Sie ist schwierig, aber lösbar. Auch die Kirche könnte noch mehr tun. Immerhin hat schon die Hälfte aller Pfarren Flüchtlinge aufgenommen – aber man kann auch sagen: erst die Hälfte aller Pfarren. Viele Bereiche der Gesellschaft können noch mehr tun. Aber ich verstehe die Bundesregierung, dass sie sagt, wir sind an einer Grenze angekommen. Ich sehe deshalb die Schließung der Balkanroute als eine provisorische Notmaßnahme.“

Zur Frage, ob die EU mit der Türkei verhandeln soll:

„Das liegt auf der politischen Ebene... Mich interessiert primär die humanitäre Frage: Wie geht es den zwei, drei Millionen Menschen, die in der Türkei sind und eine Zukunft haben möchten. Um diese Menschen müssen wir uns kümmern. Wenn diesen Menschen keine Zukunftschancen geboten werden, werden sie alles versuchen, um zu flüchten.“

Über einen Frieden in Syrien:

„Ein kleiner Hoffnungsschimmer ist, dass der Waffenstillstand in Syrien im Moment noch recht gut hält. Sollte er länger andauern, kann es zu einem Friedensprozess kommen. Dann ist zu rechnen und zu hoffen, dass viele der Flüchtlinge nach Hause kommen. Sie wünschen sich doch nur, in einem Land leben zu können, das ihre Heimat ist. Sie wollen nach Hause. Hoffen wir, dass die Großmächte nicht nur mit der Türkei verhandeln, sondern sich wirklich an einen Tisch setzen und endlich Frieden in Syrien zustande bringen.“

Über die europäische Flüchtlingspolitik:

„Es ist beschämend, dass es keinen europäischen Konsens gibt. Ich muss den moralischen Zeigefinder aber zum Beispiel auch an uns katholische Bischöfe in Europa richten. Wir sind in der Einschätzung der Flüchtlingsfrage auch nicht wirklich einig. Hier liegt ein tiefes Problem: Man kann im Flüchtlingsstrom vorzugsweise die Mütter und Kinder sehen oder vorzugsweise die jungen Männer – und den Verdacht erheben, der in einzelnen Fällen ja begründet ist, dass es sich um potenzielle Dschihadisten handelt. Ganz eindeutig kommen nach Europa vor allem wirklich hilfsbedürftige, schutzsuchende Menschen. Ich habe persönlich eine ganze Reihe von ihnen kennen gelernt, und ihre Schicksale haben mich sehr bewegt. Aber natürlich gibt es auch eine Seite der Realität, die Sorge macht“

Zur deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel:

„Ich freue mich, dass die deutschen Bischöfe ihr die Stange halten. Ich glaube, Angela Merkel ist eine sehr mutige, sehr kluge Frau. Sie hat mit einem tiefen Gespür für Menschlichkeit gehandelt. Und sie ist die Person, die in Europa am deutlichsten sagt: Wir müssen das Problem gemeinsam schultern. Diese Deutlichkeit, diese Klarheit wünsche ich mir von vielen unserer europäischen führenden Politikern. Auch von den österreichischen, die eine Zeit lang voll hinter Angela Merkel gestanden sind, und die aus verständlicher Sorge – ich will da auch nicht urteilen oder verurteilen – gesagt haben: Das schaffen wir nicht. Aber die notwendige Frage ist jetzt nicht: Was ist passiert? Sondern: Wie geht es weiter?“

Über die Schließung der Balkanroute:

„Die Balkanroute ist einseitig geschlossen worden – das war kein gemeinsamer europäischer Beschluss. Man hat Griechenland draußen gelassen und auch mit Deutschland nicht darüber verhandelt. Das halte ich für einen Akt mangelnder europäischer Solidarität. Aber ich werfe das nicht unserer Bundesregierung allein vor: Dieser Vorwurf geht an viele europäische Länder... Und die Testfrage ist: Wie geht es weiter mit den Menschen in Idomeni? Sie sind vor allem einmal Menschen. Und man kann nicht sagen: Das ist Griechenlands Problem. Das ist unsere gemeinsame humanitäre Verantwortung… Dass Österreich mit den Ländern der Balkanroute gesagt hat, wir machen einen Alleingang, ist nicht schön. Ich kann es aber bis zu einem gewissen Grad verstehen. Ich glaube aber, dass das auf keinen Fall das letzte Wort sein darf. Es kann vielleicht im Notfall gerechtfertigt werden, aber nicht in alle Zukunft.“

Welchen Appell er an die Bundesregierung richtet:

„Schauen wir, was mit den Menschen an der Grenze zu Mazedonien jetzt geschieht. Wo ist der humanitäre Einsatz für die Menschen, die nun einmal dort sind und Schutz verdienen, weil sie eben Menschen sind? Was geschieht mit ihnen?“

Über konkrete Möglichkeiten humanitärer Korridore:

„Wir haben vor drei Jahren von der Innenministerin das erfreuliche Signal bekommen, dass Österreich bereit ist, Flüchtlinge direkt aus Syrien aufzunehmen, damals waren es 1500. Das ist der berühmte humanitäre Korridor, das sogenannte Resettlement. Dieses Programm läuft weiter und funktioniert sehr gut. Es sind mehrere hundert Familien aus Syrien bzw. aus libanesischen Flüchtlingslagern, die besonders gefährdet waren, ohne das Drama einer riskanten Überfahrt direkt nach Österreich gekommen, in Zusammenarbeit mit dem UNHCR. Die sind inzwischen alle integriert… Das müsste man verstärken. Wenn es gelingt, Menschen in geordneter Weise nach Europa zu bringen, nachdem es gelungen ist, die Asylberechtigung vor Ort zu klären, dann wäre ein Großteil des Flüchtlingsproblems weitgehend entschärft. Dann wäre auch die Schleppermafia ausgebootet, die durch die Grenzschließungen jetzt wieder im Aufwind ist“

Zum Flüchtlingsmanifest der Theologen:

„Ich schätze den Text und halte ihn für ausgewogen. Ich möchte einen Satz daraus zitieren: ,Eine kalkulierte Politik der Angst und der Inhumanität, das lehnen wir mit aller Entschiedenheit ab.‘ Ich stehe voll zum Inhalt dieses Manifests. Eine kalkulierte Politik der Angst – deswegen plädieren wir für die Abrüstung der Worte… ,Willkommenskultur‘ klingt so, als würde wir hier Touristen willkommen heißen. Dabei ist es elementare humane Kultur in allen Religionen, in allen Kulturen der Welt, dass das Asylrecht ein heiliges Recht ist. Der Flüchtling und der Fremde sind zu schützen. Das ist heiliges Recht und nicht Willkommenskultur, wie man in Tirol oder bei uns in Wien die Touristen willkommen heißt.“

Über Demonstrationen gegen Flüchtlingsunterkünfte:

„Flüchtlinge sind Menschen. Und Menschen haben ein Recht auf Obdach… Sollen sich diese Menschen in Luft auflösen? Sie brauchen ein Quartier… Aber ich verstehe, dass man in einem Viertel besorgt ist über die Nachbarschaft – die Sorge vor Kriminalität, Gewalttätigkeit etc. Aber die Frage ist immer: Wie gehen wir miteinander um? So kam die Initiative der katholischen und evangelischen Pfarren vom 23. Bezirk. Wir wollen dort zeitgleich mit der Demonstration gegen ein Flüchtlingsheim ein Friedensgebet halten. Das heißt: Nicht die Angst schüren, sondern um den Frieden beten – um das Miteinander und nicht das Gegeneinander. Und das ist normal: Wenn man sich zu einem Gebet versammelt, läutet man. Das wird nicht eine Demonstration gegen die Demonstration sein, sondern eine Einladung zu diesem Friedensgebet.“

Zur Frage des Islam und der europäischen Werte:

„Eines scheint mir sicher: Die Aufklärung, die das Christentum und auch das Judentum in Europa durchgemacht haben mit dem großen gesellschaftlichen Transformationsprozess seit dem 18. Jahrhundert – das fehlt im Islam. Gewissensfreiheit und Religionsfreiheit sind Schlüsselbegriffe der Menschenrechte. Als in Europa dieses Terrain Stück für Stück erobert wurde – auch im Sinn der Gleichstellung der Frau -, da war das aber auch bei uns ein langer Prozess… Wir müssen den Muslimen etwas auf jeden Fall sagen, bei uns und in ihren Ländern: Religionsfreiheit als Ausdruck des Respekts vor dem Gewissen des anderen ist für uns unaufgebbar. Das müssen Muslime, die in unser Land kommen, verstehen und akzeptieren. Deswegen bin ich dafür, dass es so etwas wie einen Wertekatalog gibt, den man unseren Immigranten klar zur Kenntnis bringt… Wenn es einen europäischen Islam gibt, muss er sich zu diesen Werten bekennen.“

Über die Bekehrung von Muslimen zum Christentum:

„Wenn wir unsere europäischen Werte leben, die ja doch stark von der jüdisch-christlichen Tradition geprägt sind, wenn wir unsere christlichen Werte leben, dann ist das für viele Menschen attraktiv. Wir haben daher eine ganz beachtliche Zahl von Muslimen, die sich für den christlichen Glauben interessieren. Ich habe selber viele getauft, und das mit Freude. Aber wir prüfen sehr genau, ob das aus der Absicht geschieht, einen zusätzlichen nachgereichten Asylgrund zu bekommen, oder ob es eine ehrliche Bekehrung ist. Wir haben eine sehr strenge Taufvorbereitung, die mindestens ein Jahr dauert, und in der ein vertieftes Kennenlernen des Glaubens gefordert ist.“

 

Erzdiözese Wien eröffnet Online-Mitarbeiterportal

Unter www.erzdioezese-wien.at/mitarbeiterportal stellt die Erzdiözese Wien ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Pfarren und Dienststellen Informationen, Bilder und Dokumente gesammelt zur Verfügung.

Barmherzig wie der Vater

Auszüge der Ansprache Papst Franziskus an die Kurie

Barmherzigkeit ins praktische Leben des kirchlichen Mitarbeiters durchbustabiert. (Aus radio vatikan)

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