Mini-Tag 2026
Die Leiterin des Wiener Blindenapostolates, Henriette Etzenberger, und ich, Karl Eder als langjähriger Ministrant, waren heuer Teilnehmer und Mitgestalter am sogenannten MINI-Tag, dem großen Ministranten-Treffen der Erzdiözese. Er wurde vorbereitet und ausgerichtet auf dem Campus der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule in Strebersdorf im Norden der Stadt.
Mit einer festlichen Begrüßung der etwa 700 Ministranten und deren Begleiter durch Erzbischof Josef Grünwidl begann das Treffen, um 10 Uhr folgte eine Feldmesse. Danach gab es auf einer großen Rasenfläche Zeit und Gelegenheit zum Besuch verschiedener Stationen zu unterschiedlichen religiösen Themen.
Dort war es unsere Aufgabe, das Blindenapostolat zu präsentieren, um die Besucher im Umgang mit Blinden und schwer Sehbehinderten zu sensibilisieren. Alle sehenden Besucher sollten so einen Eindruck bekommen, was für Blinde und schwer Sehbehinderte wichtig ist; wie sie angesprochen und gegebenenfalls begleitet werden wollen.
Großes Interesse gab es auch für die tastbare Blindenschrift. Henriette Etzenberger hatte ein Blatt mit dem Braille-Alphabet und den korrespondierenden Buchstaben in Schwarzschrift zum Vorzeigen mitgebracht. Wir hätten noch viele solche Blätter gebraucht – so groß war das Interesse dafür.
Zwischen 11 und 15 Uhr besuchten die 700 Ministranten samt ihren Begleitern voller Neugier die verschiedenen Stationen. Zu Mittag gab es ein Lunchpaket sowie Wasser und verschiedene Säfte für Stärkung.
Die Schlussveranstaltung ab 16 Uhr im Festsaal der Schule war gewiss nochmal ein Höhepunkt für die Kinder und jugendlichen Ministranten, weil ein Zauberer seine Kunststücke zum Besten gab. Auch ich kam aus dem Staunen nicht heraus und fühlte mich um 40 Jahre zurückversetzt!
Um zirka 17:15 Uhr hatten die etwa 7 bis 14-jährigen Ministranten-Kinder gewiss einen aufregenden und recht interessanten Tag hinter sich gebracht. Der nächste MINI-Tag findet voraussichtlich in 3 Jahren – also 2029 – statt.
Karl Eder

