Samstag 3. Oktober 2026

Reise nach München

 

Gemeinsame Reise mit der Hilfsgemeinschaft nach München

 

Auch in diesem Jahr gab es wieder Gelegenheit, gemeinsam unterwegs zu sein. Das Blindenapostolat der Erzdiözese Wien organisierte unterstützt von der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs eine schöne Reise in die bayrische Hauptstadt München. Mag. Henriette Etzenberger und Diakon Prof. Dr. Elmar Fürst leiteten die Gruppe. Bayern ist ja bekannt für seine katholische Tradition und der Glaube an Gott spielt für viele Menschen immer noch eine wichtige Rolle in deren Alltag. Davon wollten wir uns ein Bild machen und begaben uns am 4. Juli gemeinsam auf den Weg. Nach einem Kennenlernen und guten Gesprächen im Zug erreichten wir München gut gelaunt und bezogen die Zimmer in unserem Hotel, das besonders verkehrsgünstig direkt neben einer S-Bahn-Station lag.

Der erste Abend war sogleich dem gemeinsamen Erleben unseres Glaubens gewidmet. Wir besuchten gemeinsam die Vorabendmesse im „Alten Peter“, einer der ältesten und bekanntesten Kirchen in München, gefolgt vom „Nightfever“. Dieses geht auf den Weltjugendtag 2005 mit Papst Benedikt XVI in Köln zurück und bildet einen besinnlichen Abend mit missionarischem Charakter. Bei Kerzenschein kann man vor dem ausgesetzten Allerheiligsten sein Herz ausschütten, Gebetsanliegen formulieren, das Sakrament der Versöhnung empfangen, einen Bibelvers ziehen, eine Kerze entzünden und einfach im Gebet vor dem Herrn verweilen. Derweil laden freiwillige Helferinnen und Helfer Menschen auf der Straße ein, in die Kirche zu kommen. Solche Abende gibt es regelmäßig in vielen Städten. Nach diesem eingängigen und besinnlichen Erlebnis haben wir uns noch einen Eindruck von den kulinarischen Köstlichkeiten (einschließlich Bier) gemacht und haben dann gestärkt an Leib und Seele die Nachtruhe genossen.

Nach einem köstlichen Frühstück und guten Gesprächen brachen wir am nächsten Tag zum „Museum für Abgüsse“ auf, wo speziell für uns eine Tastführung organisiert worden war. Gipsabgüsse von Skulpturen unterschiedlichster Größen aus 1.000 Jahren können dort bestaunt – und im Ausnahmefall eben auch angefasst – werden.

Beim Abendessen in einem typischen bayrischen Traditionslokal trafen wir auch Diakon Dr. Alexander Paukovic vom Bayrischen Blindenbund und seine Frau Anette. Wir hatten ein anregendes Gespräch.

Weitere Höhepunkte der Reise waren das gemeinsame Erleben des Glockenspiels auf dem Marienplatz, ein speziell für uns organisierter und auf die Bedürfnisse von blinden und sehbehinderten Menschen abgestimmter Stadtrundgang, der beim taktilen und mit Brailleaufschriften versehenen Modell der Münchner Innenstadt neben der Frauenkirche endete und am darauffolgenden Tag eine Führung durch das Schloss Nymphenburg.

Nach diesen Tagen mit schönstem Wetter und bei bester Stimmung begaben wir uns am Mittwoch Nachmittag gemeinsam und zufrieden auf den Nachhause-Weg. Der Rückblick auf eine sehr schöne Reise verbindet sich mit der Vorfreude auf die nächste Reise, die für Frühjahr/Sommer 2027 geplant ist.

Prof. Elmar Fürst

Kategoriale Seelsorge

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Stephansplatz 6/6/636
1010 Wien

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