Blitzlicht, 6. Sonntag der Osterzeit, 10.Mai 2026
Evangelium: Joh 14,15-21
Das Evangelium führt die zweite Abschiedsrede im Johannes-evangelium, die auch schon Thema des vorigen Sonntags war, fort. Sie ist an die johanneische Gemeinde nach Ostern gerichtet, die sich fragt, wie sich nun ihre Beziehung zu Jesus gestaltet und wie sie nun in seinem Geist leben können. Gleich am Anfang dieser Rede sagt er: Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.
Das ist etwas, das wir aus dem täglichen Leben kennen: wenn man jemand liebt, wird man nicht vorsätzlich genau das tun, was den Partner/ die Partnerin stört.
Und noch ein zweites Mal innerhalb dieser Rede erwähnt er die Gebote: Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.
Das erinnert doch stark an die Stelle im Matthäusevangelium, wo Jesus auf die Mahnung, seine Mutter und deine Brüder wollen mit ihm sprechen, antwortet: … wer den Willen meines himmlischen Vaters tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter. (Mt 12,50)
Jede gelungene Beziehung zu Gott äußert sich darin, dass man nicht gegen den Willen des Vaters oder des Sohnes handelt. Man kann argumentieren, und das geschieht häufig, dass Jesus nur ein einziges Gebot äußert, das der Liebe. Man kann aber auch argumentieren, dass alle göttlichen Gebote nur ein Ziel haben, nämlich ein gutes Leben und ein gutes Zusammenleben zu ermöglichen, und dass es deshalb gut ist, sie zu halten.
Anschließend verspricht er ihnen den Heiligen Geist als Beistand: Und ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt.
Eva R.
Hinweis: Lesungen und Evangelium finden Sie gemeinsamit mit Tagesgebet und Psamlen über https://www.vaticannews.va/de/tagesevangelium-und-tagesliturgie/2025/03/23.html









