Sonntag 17. Mai 2026

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Pfarrkirche Stetten

Vom Mittelalter in die Gegenwart

Die Pfarrkirche ist dem Hl. Ulrich geweiht und feiert am 4. Juli ihr Patrozinium. Als 1457 Stetten eine eigene Pfarre wurde, erhielt sie den hl. Ulrich zum Patron. Vorher gehörte Stetten zur Pfarre Leobendorf, die wiederum dem Stift Passau unterstand. Der älteste Teil der Pfarrkirche, die Barbarakapelle (Taufkapelle) stammt aus dem 14. Jhd. und weist eine für diese Zeit typische Gewölbeform auf. Die Kirche wurde 1903/04 um die Orgelempore verlängert. Die Innenausstattung wurde nach dem Zeitgeschmack durch den aus St. Ulrich im Grödental stammenden Altarbauer Josef Riefesser neugotisch umgestaltet. Im Mai 1951 wurden die neuen Glocken ihrer Bestimmung übergeben. 1977 erfolgte die Innenrenovierung, 2012 bis 2016 die Außenrenovierung.

 

Im Zusammenhang mit dem Bau der Kirche gibt es eine Legende:

Ursprünglich war der Kirchenbau in der Mitte des Dorfes geplant, aber sooft die Steine dort abgeladen wurden, am nächsten Morgen waren sie oben am Berg. Das nahm man als Zeichen, die Kirche oben am Berg zu bauen. Diese Lebende gibt es in unterschiedlichen Formen an vielen Orten gibt, wo die Kirche am Berg ist. Auf den Hügeln befanden sich oft heidnische Kultstät-ten und an ihre Stelle wurden christliche Kirchen gebaut. Die Menschen waren gewohnt, sich an diesen Orten zu versammeln und taten dies auch in der neuen Religion. Dass diese Annahme für Stetten wohl ihre Berechtigung hat, zeigen die beiden Kirchenpatrone Barbara und Ulrich. In beiden Heiligen wird der Sieg des Christentums über das Heidentum dargestellt.