Freitag 7. August 2026

Suche auf der Website

Pfarrchronik Palterndorf

1900

Der Winter des Jahres 1900 war ein sehr strenger und anhaltender. Am 10.Dezember begann es zu schneien und hörte 8 - 10 Tage nicht mehr auf, sodass der Schnee durchschnittlich gewiss meterhoch und höher zu liegen kam. Dieser Stand dauerte bis Mitte Februar. Dann trat Tauwetter ein, der Schnee verschwand sehr schnell und es zeigte sich da, dass die Wintersaaten durch das lange Liegenbleiben des Schnees ziemlich stark gelitten hatten.

Pfarrchronik Palterndorf

1903

Dieses Jahr hat mit großer Kälte begonnen, nachdem schon im Dezember des Vorjahres das Thermometer auf 13 Grad R gesunken war. Diese abnorme Kälte hat schon großen Schaden in den Weingärten verursacht, da wegen Mangel an Schnee die Augen an den Reben Schaden leiden mussten. Das zeigte sich auch beim Rebenschnitt - viele Augen waren schwarz.

Pfarrchronik Palterndorf

1902

Dieses Jahr gestaltete sich, was die Witterungsverhältnisse anbelangt, zu einem recht ungünstigen. Vor allem war sozusagen gar kein Winter; kein Schnee und nur in einem Zeitraum von 4 – 5 Tagen Frostwetter von 5 - 6 Grad R. Es gilt hier bei den Bauern der Grundsatz: Wo kein Winter - da auch kein Sommer; und diese Regel hat sich heuer ganz und gar bewahrheitet.

Pfarrchronik Palterndorf

1901

Auch zu Beginn dieses Jahres war große Kälte vorherrschend. Im Jänner zeigte das Thermometer beständig -6 bis 12 Grad R. Das ging so fort bis Ende Februar und gewiss ein seltenes Ereignis war es, dass am 23.Februar morgens eine Kälte von -16 Grad R beobachtet werden konnte.

Den Saaten hat diese Kälte wohl nicht geschadet, da sie genügend mit Schnee bedeckt waren, aber in vielen Weingärten hat dieselbe mitunter recht empfindlichen Schaden angerichtet.