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08.01.2020 · Weltkirche

"Kirche in Not"-Präsident: 2019 war ein "Märtyrerjahr"

In Afrika sei die Lage der Christen in Nigeria, wo die islamistischen Terroristen von Boko Haram im Norden und längs der Grenze zu Kamerun ihr Unwesen treiben, besonders besorgniserregend.

Oberster Vertreter des katholisches Hilfswerks, Heine-Geldern, spricht in Bilanz von "einem der blutigsten Jahre für Christen in der Geschichte". Politiker reden mehr von Christenverfolgung, tun aber immer noch zu wenig.

"2019 war ein Märtyrerjahr": Diese ungeschminkte Bilanz hat der Präsident von "Kirche in Not", Thomas Heine-Geldern, in einer Aussendung am Mittwoch, 8. Jänner 2020, gezogen. Er sprach von "einem der blutigsten Jahre für Christen in der Geschichte" mit den Attentaten auf drei Kirchen in Sri Lanka mit mehr als 250 Toten als traurigem Höhepunkt. Aber auch die Lage der Christen in China oder in Indien "bereitet uns große Sorge", teilte Heine-Geldern mit.

 

Positiv war für den Österreicher an der Spitze des in mehr als 140 Ländern aktiven katholischen Hilfswerks, dass in Westeuropa jetzt Politiker und Meinungsbildner deutlich mehr über Religionsfreiheit sprechen würden. Als besonders ermutigendes Beispiel zitierte Heine-Geldern die weihnachtliche Videobotschaft des britischen Thronfolgers Prinz Charles für "Kirche in Not", in der dieser auf das weltweit zunehmende Leid und die Verfolgung von Christen hinwies und zur Solidarität aufrief.

 

Religionsfreiheit ermöglichen

Multi- und zwischenstaatliche Organisationen wie die EU oder die UNO müssten Religionsfreiheit als ein fundamentales Menschenrecht auf allen Ebenen und in allen Ländern ermöglichen und schützen, wiederholte Heine-Geldern eine oftmalige Forderung seiner Organisation. "Es wird mehr darüber gesprochen, aber immer noch zu wenig gemacht", kritisierte er. "Es ist schwer zu glauben, dass in einem Land wie Frankreich weiter über 230 Übergriffe gegen christliche Einrichtungen in diesem Jahr registriert worden sind." Schockierend seien auch die Vorgänge in Chile, wo nach einem Missbrauchsskandal seit Mitte Oktober 40 Kirchen geschändet und beschädigt wurden.

 

Immer präsent in Gedanken und Gebet sei für "Kirche in Not" die Situation der Christen im Nahen Osten. Heine-Geldern erinnert in diesem Zusammenhang an die Worte des Erzbischofs von Erbil, Bashar Matti Warda, über die Gefahren für Christen im Irak: Die Invasion des terroristischen Islamischen Staats sei demnach nur "einer der vielen Angriffe" auf sie gewesen, davor habe es schon mehrere Attacken gegeben. "Und mit jedem Angriff geht die Zahl der Christen im Irak - und in Syrien - dramatisch zurück", so der Erzbischof. Auch die Zuspitzung der Krise im Libanon erschwere die Lage der Christen im Land und schaffe gleichzeitig als Nebenwirkung viele Hindernisse für eine Hilfe in Syrien, teilte "Kirche in Not" mit.

 

Nigeria: Morde am heiligen Abend

In Afrika sei die Lage der Christen in Nigeria, wo die islamistischen Terroristen von Boko Haram im Norden und längs der Grenze zu Kamerun ihr Unwesen treiben, besonders besorgniserregend. "Am Heiligen Abend wurde das von Christen bewohnte Dorf Kwarangulum im Bundesstaat Borno von Dschihadisten angegriffen, sie erschossen sieben Menschen, entführten eine junge Frau und brannten die Häuser und die Kirche nieder", berichtete Heine-Geldern. Nur einen Tag später habe dann eine IS-Splittergruppe ein Video veröffentlicht, das ihren Angaben zufolge die Hinrichtung von zehn Christen und einem Moslem im Nordosten Nigerias zeigt. "Das alles bedrückt uns zutiefst. Wir feiern, während andere trauern und sich fürchten müssen", erklärte der Präsident des 2011 von Papst Benedikt XVI. zu einer Päpstlichen Stiftung erhobenen Hilfswerks.

 

"Fatal" sei 2019 auch für die Christen in Burkina Faso gewesen, so Heine-Geldern weiter. In manchen Landesteilen würden die Christen sukzessive hinausgedrängt, Schulen und Kapellen hätten geschlossen werden müssen. "Nach unseren Informationen gab es mindestens sieben Attacken auf katholische und protestantische Gemeinden. Dabei wurden 34 Christen - unter ihnen zwei Priester und zwei Pastoren - ermordet", berichtete Heine-Geldern. "Unsere Projektpartner erzählen vom Versuch, das Land zu destabilisieren, religiöse Konflikte zu schüren und Gewalt zu entfachen".

 

Der "Kirche in Not"-Präsident blickte aber auch mit Dankbarkeit auf das vergangene Jahr zurück: "Das Schöne an unserer Arbeit ist, dass wir neben dem Kreuz und dem Leiden auch ganz nah die große Hingabe und Liebe vieler Menschen erleben können". Heine-Geldern veranschaulichte das am Beispiel des seit fast einem Jahrzehnt unter dem Krieg leidenden Syrien: "Wir haben das Land in den letzten Jahren mehrmals besucht und es ist tief beeindruckend, wie alle - engagierte Laien, Ordensschwestern, Priester und Bischöfe, unterstützt durch die Großzügigkeit unserer Spender - alles Mögliche und Unmögliche tun, um die geistliche und materielle Not der Menschen zu lindern."

erstellt von: red/kathpress
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