Montag 9. Februar 2026
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Dr. Wolfgang Kimmel

Pfarrvikar

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Empfängerin: roemisch-katholisch Pfarre Hl. Maria Magdalena an der Aalten Donau

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Gemeinde Bruckhaufen

Das Sankt

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4. Sonntag im Jahreskreis, 1. Februar 2026

1.      Lesung: Zef 2,3; 3,12-13

 

Sucht den HERRN …! Sucht Gerechtigkeit, sucht Demut!

 

Der Prophet Zefanja (der Name bedeutet „JHWH hat schützend geborgen“) lebte nach dem Stand der Forschung um 630/620 v. Chr.. Noch herrschten die Assyrer.

Aus dem kleinen Prophetenbuch spricht ein Mensch, der eine Gemeinschaft unter Stress wahrnimmt: Arme sind entrechtet, Gedemütigte leiden unter „Gewalt und Betrug“. Zefanja kritisiert die kultischen und politischen Amtsträger, die Macht und Geld missbrauchen. Drei Begriffe schildern, was in seinen Augen die Gesellschaft Judas an den Rand der Selbstzerstörung bringt: Unrecht tun, lügen, trügerische Rede im Mund führen.

 

Das Gegenbild dazu zeichnen die folgenden Begriffe am Ende der Lesung: friedlich auf die Weide gehen, ruhen. Und der Weg dahin führt wieder über drei Begriffe: Gerechtigkeit suchen, Demut - demütig, arm.

 

Was Zefanja beobachtet, muss Gott zornig machen. So sehr, dass Zefanja ein Zornesgericht über all die Ungerechtigkeit und Lüge erwartet, nämlich den „Tag des Herrn“, der das kurze Prophetenbuch bestimmt. Die beiden Verse 3,12 und 3,13 stammen aus einem Zusammenhang, in dem Zefanja der Stadt Jerusalem das Gericht ansagt. In dieser Prophezeiung ist es nur ein „Rest“ von Menschen, die den Zorn Gottes am Tag des Herrn überstehen, aber gleichzeitig zeichnet er weiterhin das Bild des Heils auch über alle Völker. Fraglich ist, ob „Rest“ bedeutet, dass viele vernichtet werden müssen, damit das Neue entstehen kann oder ob nicht doch jede/r immer wieder die Möglichkeit erhält, sich auf die Seite der Solidarität zu begeben, zur Keimzelle der veränderten Gesellschaft zu gehören und an ihr mitbauen zu können.

Zefanjas Anspruch ist, dass die Gesellschaft es jetzt in der Hand hat, sich umzuorientieren und umzugestalten. So wie der biblische Gott in sich ist – nämlich göttlich gerecht –, so können die Menschen sich bemühen, zueinander zu sein. Die Frage an unsere Gesellschaft heute ist: Was finden wir normal? Werten und akzeptieren wir Ungerechtigkeit und Machtmissbrauch als gesellschaftlichen Normalzustand ?

 

Stark gekürzt aus dem Kommentar des Katholischen Bibelwerks von Dipl.Theol. Helga Kaiser von

 

 

Eva R.

 

 

 

Hinweis: Lesungen und Evangelium finden Sie gemeinsamit mit Tagesgebet und Psamlen über https://www.vaticannews.va/de/tagesevangelium-und-tagesliturgie/2025/03/23.html

 

 

Regelmäßige Gottesdienste

Mo-18:00-20:00 (deutsch/englisch)

Mo-Fr 12:30 (englisch) 

Mi 16:30 (englisch) und jeden 1.Freitag sowie 3. Freitag im Monat

So 10:00 (deutsch) 13:30 (englisch)

Veranstaltungen und Termine für Kinder

                                                                            


 

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