Mittwoch 25. Februar 2026

 

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Die Woche der Pfarren & aktuelle Verlautbarungen

 

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Was hängt da eigentlich in der Kirche?

 

Ein Fastentuch ist ein großes Tuch, das während der Fastenzeit in der Kirche aufgehängt wird und meist den Blick auf den Altar oder auf bestimmte Bilder verhüllt.

 

Seine Wurzeln reichen bis ins Mittelalter zurück, als der gesamte Altarraum in der Fastenzeit verhüllt wurde, um die Gläubigen auf eine bewusstere Vorbereitung auf Ostern einzustimmen.

 

Das Fastentuch schafft einen Moment der Reduktion: Indem der vertraute Anblick verdeckt wird, entsteht Raum für Stille, Besinnung und eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Wesentlichen des Glaubens.

 

Viele Fastentücher zeigen biblische Motive oder Themen der Fastenzeit, andere sind bewusst schlicht gehalten. Auch moderne künstlerische Gestaltungen sind verbreitet und laden zur persönlichen Betrachtung ein. Am Ende der Fastenzeit wird das Tuch wieder entfernt – ein symbolischer Schritt, der den Übergang vom Dunkel zum Licht und die Freude der Auferstehung deutlich macht.

 

 

 

Fastentuch 2026

 

Ein Anker, wie auf unserem heurigen Fastentuch, gilt in vielen Kulturen der Welt als Symbol für Sicherheit, Stabilität, Erdung, Bindung und Halt. Vielleicht ist das auch der Grund, dass ihn heute viele Menschen als Tattoo auf ihrer Haut tragen.

 

Frühe Christen verwendeten ihn in Zeiten der Verfolgung als Tarnung statt dem Kreuz. Wir kennen den Anker vor allem als notwendiges Zubehör eines Schiffes. Er wird benötigt um ein Schiff in seiner Position zu halten, wenn es nicht in den Hafen kann oder gar manövrierunfähig auf hoher See Wind und Wellen schutzlos ausgeliert wäre. In der christlichen Symbolik gilt der Anker als Zeichen der Hoffnung.

 

Und diese Hoffnung brauchen wir Menschen in unserem Leben. Wer von uns hat schon ein sorgenfreies Leben. Alle sind wir im Lauf des Lebens schweren oder stürmischen Zeiten ausgesetzt die uns viel abverlangen. Den Sorgen in der eigenen Familie, im Beruf, dem egoistischen Verhalten manch unserer Mitmenschen, den politischen Einflüssen und den Machtverhältnissen in der Welt. Auch den Naturgewalten und nicht zuletzt den persönlichen Schicksalsschlägen denen wir mehr oder weniger hilflos ausgeliefert sind.

 

Ein Leben in der Geborgenheit der Familie, gute Freunde, die Routine des Alltags und unsere sozialen Kontakte können da eine große Hilfe sein.

 

Trotzdem brauchen wir, wie ein Schiff, eine Verankerung die Sicherheit und Halt und Hoffnung gibt, die uns nicht verzweifeln lässt, wenn unser Leben ins Wanken gerät. Unser Glaube ist für uns so ein Anker der Hoffnung. Wir sind geborgen in Gottes Hand, wir sind geliebt und beschützt, oder wie unser neuer Erzbischof es sagt: „Noch bevor du an Gott glaubst, glaubt er an dich!“ Unser Glaube ist ein Glaube der Hoffnung. Der Anker ist ein Symbol dafür.

 

(Heinz Szeiler)

 

Mi.., 25. Februar 2026 17:00
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