Schon in den Tagen zuvor sammelten viele fleißige Hände die verschiedensten, herrlich duftenden Wiesenkräuter sowie Heilpflanzen und banden daraus die wunderschönen Sträußchen, die auf den Fotos zu sehen sind. Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ an alle Frauen, die mit so viel Hingabe gesammelt, gebunden und vorbereitet haben! Dankeschön an Familie Gnauer, für die Zurverfügungstellung des Kellers.
Während der Festmesse wurden die bunten Kräuterbüschchen gesegnet. Der Brauch erinnert an eine alte Legende: Drei Tage nach dem Tod der Gottesmutter fanden die Jünger ihr Grab leer vor. Maria war mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden. Stattdessen duftete das Grab nach Rosen und Lilien, und ihre liebsten Heilkräuter wuchsen dort.
Die geweihten Kräutersträußchen werden nach der Messe an die Gläubigen verteilt und
anschließend zu Hause zum Trocknen aufgehängt. Sie sollen im kommenden Jahr Haus, Hof und Familie vor Krankheit, Unheil und Gewitter schützen.
So verbindet die Kräuterweihe Glauben, Natur und Tradition auf besondere Weise und lässt uns jedes Jahr neu die Nähe und Fürsprache Mariens erfahren.