

Am Ostersamstag wandern die Wallfahrer:innen von Rodaun nach Heiligenkreuz (16km). Dabei ergibt sich wie bei den Emmausjünger:innen die Möglichkeit zum Reden, Erzählen, Philosophieren, Fragen und Schweigen. Eine Labstation 1 Stunde vor dem Ziel erfrischt für die letzte Etappe.
11. April 2026
Treffpunkt 14 Uhr vor dem Kardinal König Haus. Gemeinsame Wanderung von Rodaun nach Heiligenkreuz. Gemeinsames Abendessen in der Stiftstaverne anschließend Eucharistiefeier in der Katharinenkapelle. Dann Rückfahrt mit dem Bus.
Genauere Informationen finden Sie auf den Aushängen in den Schaukästen
2026 geht es nach Istrien.
28. September - 1. Oktober.
Angela Blaschek
Pfarrreise 2025 nach Mähren
Montag, 15. September: 6.45 Uhr Treffen vor dem Kardinal König Haus, Abfahrt um 7 Uhr. Im Bus über Goethes Elegie erzählt, die er als Abschied von Marienbad geschrieben hat, einige von den 23 Strophen vorgelesen. Ankunft in Budweis/České Budĕjovice um 10.30 Uhr, Warten auf die Führerin, dann um 11 Uhr eine Führung durch die Brauerei Budweis in einer Gruppe, sehr interessant, zum Schluß ein Zwickel-Bier im Keller bei 2° plus getrunken, ungefiltert, hat noch die vollen Mineralstoffe. Dann hinüber zur Bierstube Budvarka, dort haben wir ein drei-gängiges Menü erhalten (Leberknödelsuppe, Gulyas od. Schwammerlrisotto, Apfelstrudel). Anschließend mit dem Bus in die Innenstadt, Weg durch einen wunderschönen Park mit herrlichen alten Bäumen, (Budweis1265 von König Premysl Otakar II. gegründet). Zusammenfluß der Moldau und der Maltsch hier, die Insel in der Mitte künstlich aufgeschüttet, Gang über eine schwingende Brücke. Ehemaliges Dominikaner-Kloster ist heute Gymnasium. Besichtigung des großen rechteckigen Marktplatzes mit vielen gotischen und barocken Häuserfassaden, Laubengängen, der Samsonbrunnen und der Schwarze Turm 72 m hoch. Eindrucksvolles barockes Rathaus mit den 3 Wappen: Böhmen (silberner Löwe auf rotem Feld) + Mähren (Adler rot-weiss-kariert) + Schlesien (schwarzer Adler), Hl. Rochus + Hl. Florian, sowie Statuen der Tugenden: Gerechtigkeit, Tapferkeit, Weisheit + Umsicht. Karl IV. gab Stapelrecht, alle Kaufleute, die hier durchzogen, mussten 3 Tage lang auch hier ihre Waren anbieten; Silberbergwerk und damit die Münzprägung. Weiter zum Salzstadel neben der Kirche. Durch kleine Gässchen wieder zum Park. 1832 ging die erste Pferdeeisenbahn von Linz nach Budweis. Fabriken für Bleistifte Koh-i-Noor Hardmuth, Emaillen, Tabak und viele Bierproduzenten. Es gibt auch eine Uni hier.
16 Uhr Abfahrt nach Pilsen, (Regenbogen gesehen) dort an um 17.10 Uhr, in der Nähe des Bahnhofs wartete unser Reiseleiter Bruno Fischer auf uns. (Pilsen: Smetena, Karel Gott). Um 18.15 Uhr Ankunft in unserem Hotel Spa Sansoussi in Karlsbad. 19.30 Uhr Abendessen, gemeinsam hinüber zum Restaurant, durch ein beachtliches Tunnelsystem, damit die Kurgäste bequem zu ihren Anwendungen kommen. Wir wohnten im green house, über das red house zum blue house. Buffet wunderbar…
Dienstag, 16. September: 9 Uhr Abfahrt nach Karlsbad, 16° C, leicht windig, sonnig, wir mussten den Bus wechseln, ein Stadtbus brachte uns ins Zentrum. Ausstieg beim Kaiserbad (erbaut 1895 von Fellner & Helmer), 3 Erinnerungsschilder: Wenzel Payer 1521 (Leibarzt Kaiser Karl IV., der das Wasser untersuchte und die heilenden Mineralien fand und sie auch zum Trinken empfahl), David Becher 1725-1792 (um 1797 Kurarzt hier und ließ einen hölzernen Pavillon erbauen), Eduard Hlawaczek 1808-1879 (Kurarzt + Schriftsteller). Gleich beim Hotel Pupp ( Fellner & Helmer erbaut) vorbei zu den Thermalquellen von Karlsbad, sie wurden der Sage nach 1350 von Kaiser Karl IV. während einer Hirschjagd = Hirschsprung entdeckt. Spaziergang entlang der Tepla = heisser Fluss. Mehrere Erinnerungstafeln für Goethe… versch. Quellen – 41° bis 72° C - für versch. Leiden. Gruppenbild bei der Marktkolonnade (Fellner & Helmer 1883), Mühlbrunnenkolonnade im Stil der Neorenaissance mit 12 allegorischen Sandsteinstatuen, die die einzelnen Monate des Jahres symbolisieren. Im Inneren die Mühlbrunnenquelle, die Rusalka-Quelle, Fürst Wenzel Quelle, Libussa-Quelle, Felsenquelle, weiter spaziert zur ganz hinteren Kolonnade: mit Hygiena-Skulptur und am anderen Ende mit Schlangen, die gab es früher viel hier. Oper (auch von Fellner & Helmer erbaut 1885), Dreifaltigkeitssäule, Figur des Schweik, Becherova Likör. Nun Freizeit ¾ Stunde, individuell retour zum shuttle-Bus. Café im Pupp.
12 Uhr Abfahrt, retour zu unserem Bus. Nun nach Petschau/Bečov nad Teplou, wo das Kleinod des Maurus Schreines aufbewahrt wird. Um 14 Uhr Führung mittels eines Audioguide, den Herr Fischer zu seinem Mikro hielt. Der Schrein wurde 1865 aufgefunden, war vergraben im 2. Weltkrieg. Besitzer nach Amerika ausgewandert, verstorben, aber jemand wußte von dem Schatz, wollte viel Geld für die Auffindung zahlen. Da wurden die tschechischen Behörden aufmerksam und man begann mit einem Detektor alles abzusuchen und fand ihn tatsächlich im Altarraum. Aufwendige Restaurierung mit Hilfe der Experten aus Köln, denn dort gibt es ähnliche Schreine alle aus dem 13. Jh. Hier waren Reliquien Johannes des Täufers, des hl. Maurus (war Priester + Märtyrer) + hl. Timotheus enthalten. Der Ursprung dieses Schreines geht auf das Benediktinerkloster in Florennes (Belgien) zurück, für das er speziell angefertigt wurde. Dieses Reliquiar erwarb 1838 der Besitzer dieses Schloßes Alfred de Beaufort. In Medaillons Salome Thematik + vis-à-vis hl.Maurus Vita. Das Schloß gehört heute dem Staat.
In der Gegend waren viele Porzellan- und Glasfabriken.
Nach einer Kaffeepause um 14.45 Uhr Abfahrt nach Marienbad/Mariánské Lázně, Statuen von Kaiser Franz Joseph und König Edward VII. von England, haben sich hier getroffen, durch den Park spaziert, vorbei am Hotel Nove Lazné (Hotel neues Bad), in dem Edward VII. wohnte, auch von Fellner & Helmer erbaut, Kolonnaden mit Thermalwasser, zum Goetheplatz und weiter mit einer herrlichen Goethe-Statue im Park zum Haus, wo er während seines letzten Aufenthaltes mit der Familie Levetzow wohnte.
Noch in die Kirche Maria Himmelfahrt mit ihrem 8-eckigen Grundriß 1848 erbaut. Unter der Orgel oberhalb der Säulen ein Porträt von Kaiserin Zita und Kaiser Karl. Weiter zur riesigen Trinkwasserhalle mit Malerei, filigrane Eisenkonstruktion, 120 m lang. Um 17 Uhr Singende Fontäne mit Musik aus der Fledermaus. Oblaten kaufen, Abfahrt 17.25 Uhr, retour nach Karlsbad zum Hotel, dort um 18.25 Uhr an. 19 Uhr Treffen zum gemeinsamen Hinübergehen ins Blaue Haus. Einige nachher noch in der Bar.
Mittwoch, 17. September: 8.30 Uhr Abfahrt durch den herrlichen Kaiserwald. Unser Guide Bruno erzählte uns die Geschichte der Sudetendeutschen („Sudeten“Gebirgszug = Wildschweinberge zw. Polen und Tschechien, hier im Grenzgebiet lebte eine deutschsprachige Bevölkerung. Nach 1945 wurden sie vertrieben. Nun zum Schloß Königswart/Lázně Kynžvart dem Sommerschloss des Fürsten Clemens Wenzel Lothar von Metternich mit einem riesigen Park, er ließ es vom Architekten Pietro Nobile im klassizistischen Stil umbauen. Führung durch das Schloss, großartige Malachitvasen, alles Geschenke des Zaren. Gemälde von Napoleon, seinem größten Gegner. Sein Schreibzimmer, das Grüne Zimmer, Billardzimmer, große Bibliothek, prachtvolle Festtafel.
Abfahrt um 11.30 Uhr nach Eger/Cheb, Egerland, gleich am Anfang eine Statue von Schiller (er kam um hier für sein Drama über den Tod Wallensteins zu recherchieren), Spaziergang durch die Innenstadt, wunderschöne gotische + barocke Bauten. Gründer von Eger ein gewisser Bodebrad, in der Mitte eine Säule des Roland, also Gerichtsplatz, das gotische Haus in schwarzer Bemalung. Zur St. Nikolaus und Elisabeth Kirche, dreischiffige gotische Halle mit frühgotischem Presbyterium und zwei romanischen Türmen. Anlässlich 500 Jahre Eger haben sie in Eger geborene Personen gebeten ihre Vita aufzuschreiben, einer von ihnen ist unser Guide Bruno Fischer, der uns seine Lebensgeschichte vorgelesen hat. Nun eine Stunde Mittagspause. Einige in das Museum, das Schlafzimmer, wo Wallenstein ermordet wurde am 25. Februar 1634 von Kaisertreuen. Sein blutiges Nachthemd ist zu sehen. Seine Vita wird erzählt. Retour zum Marktplatz durch das kleine ganz schmale Krämergässchen. Kaffee.
Nächste Station Franzensbad/Františkovy Lázně, nur 15 Minuten Fahrt, das kleinste Bad in diesem Bäderdreieck. Es erhielt den Namen zu Ehren Kaiser Franz I. Die Thermalquellen mit reichlich Glaubersalz, schwer zu trinken. Alles sehr gepflegt, überall viele Blumen, Goethe - und Beethoven Erinnerungstafeln. Große Reiterstatue von Kaiser Franz I. Im Park Erinnerungsstelen für Alfred Nobel, LL. Zamenhof, dem Erfinder des Esperanto, Wilhelm Müller, dem Dichter der Schönen Müllerin + Die Winterreise + Das Wandern ist des Müllers Lust. Johann Strauss war 5 x hier, komponierte hier den Kaiserwalzer.
Retour im Hotel um 17.15 Uhr, einige nochmals nach Karlsbad hinunter, einige baden. Abendessen um 18.30 Uhr. Beethovendenkmal von Hugo Uher 1929, Smetana-Büste von Josef Wagner 1950, Dvorak-Statue.
Donnerstag, 18. September: 7.15 Uhr Frühstück, auschecken, 8.15 Uhr Abfahrt, haben unseren Pfarrer zum Bahnhof gebracht, da er wegen eines Todesfalles in der Familie nach Bonn musste. Nun nach Elbogen/Loket, liegt zauberhaft an der Moldau wie um einen Ellbogen herum, kleine open air Theaterbühne (bei Nabucco kam ein Floß..) vis-à-vis oben die mittelalterliche Burg. Über die Brücke zum Marktplatz. Hier im Hotel zum Weissen Ross feierte Goethe seinen 74. Geburtstag am 28. August 1823. Hier auf dieser Terrasse machte er der 19-jährigen Ulrike von Levetzow einen Heiratsantrag. Als dieser diplomatisch von der Mutter abgelehnt wurde, reiste er sofort nach Weimar zurück, und schrieb auf dem Heimweg die berühmte Elegie (23 Strophen). Er kehrte nie wieder in diese Gegend zurück. Leider wurde Ingrid am Marktplatz von einer stürzenden Dame mitgerissen, die Rettung haben wir Gott sei Dank nicht gebraucht, aber sie hatte starke Schmerzen beim Gehen. Nun Fahrt nach Pilsen, wo wir unseren Guide verabschiedet haben um 11.20 Uhr, da er in Karlsbad wohnt, und sonst eine lange Rückreise hätte. Ohne Guide weiter nach Wittingau/Třeboň. Bei der Tankstelle, wo unser Chauffeur die Box für die Autobahn zurückgeben muss, haben wir unseren neuen Guide getroffen. Sie führte uns zur Innenstadt, entzückender Marktplatz, schöne Gebäude, wir hatten nun eine Stunde Zeit für Essen und Trinken. 15.30 Uhr Führung durch das Renaissance-Schloß Wittingau, mit einer großartigen Führerin voll Engagement, einer alten Dame mit einem exzellenten Prager-Deutsch. Erbaut 1366 von den Rosenbergern, die auch in Krumau sind. 1602 wählte Petr Vok von Rosenberg Třeboň als seine Residenzstadt, er war verheiratet mit einer Schwanberger, die nach seinem Tod die Erbschaft antraten. 1660 kamen die Schwarzenberg, heute Staatsbesitz. Noch die Dekanats- und Klosterkirche (Augustinerchorherren) der Jungfrau Mariae und des Hl. Ägidius in Wittingau besichtigt, mit der wunderschönen gotischen Wittingauer Madonna, die erste doppelschiffige Hallenkirche Böhmens und hier befanden sich die berühmten 3 Tafeln des Meisters von Wittingau um 1380 im Altarretabel: Christus am Ölberg, Grablegung + Auferstehung, diese sind noch erhalten. Sie befinden sich heute in der Nationalgalerie in Prag. Schöner Kreuzgang mit Fresken.
18 Uhr an der Grenze, zuerst zum Westbahnhof, Ankunft in Lainz um 20.10 Uhr.