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Du bist Gottes geliebtes Kind

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium vom  12. Januar 2025

11.01.2025
© Erzdiözese Wien/ Schönlaub, Stephan Schönlaub
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Durch die Taufe wird man Christ. Alles hat mit der Taufe Jesu begonnen. Weil er sich von Johannes im Jordan taufen ließ, wurde von Anfang an die Taufe zum Zeichen, sich Jesus anzuschließen und Christ zu werden. Mit dem heutigen Fest der Taufe Jesu endet der Weihnachtsfestkreis. Die Taufe Jesu beendet auch sein verborgenes Leben in Nazareth. Nach ihr beginnt er, ins Licht der Öffentlichkeit zu treten. Zum Abschluss seines irdischen Lebens gibt er den Auftrag, zu allen Völkern zu gehen und sie durch die Taufe zu seinen Jüngern zu machen. Insofern steht die Taufe am Anfang der Kirche. Durch sie wird man Mitglied dieser Gemeinschaft.

 

Anlass genug, um heute über die Taufe und ihre Bedeutung nachzudenken. Sich taufen lassen war lange, und ist es mancherorts immer noch, lebensgefährlich. Zeitweise stand in den ersten Jahrhunderten auf Christsein die Todesstrafe. Wo heute die islamische Scharia rigoros angewendet wird, ist es immer noch so für Muslime, die Christen werden. Aber es gab auch die umgekehrte Situation: Nicht getauft zu sein konnte gefährlich, zumindest schädlich sein, seit gegen Ende des vierten Jahrhunderts das Christentum im Römischen Reich zur Staatsreligion erklärt worden war. Immer wieder gab es, obwohl die Kirche das offiziell ablehnte,  Zwangstaufen, speziell von Juden. Und als in der Christenheit die große Spaltung mit der Reformation ausbrach, wurde die Tauffrage einer der heftig umstrittenen Punkte. Die „Wiedertäufer“ stellten die Kindertaufe radikal in Frage. Jesus hatte doch gesagt: „Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet werden.“ Kleine Kinder können sich noch nicht durch den Glauben bewusst zu Christus bekennen, also dürfen sie noch nicht getauft werden. Trotz aller Unterschiede waren sich Katholiken, Protestanten und Orthodoxe einig, dennoch Kinder zu taufen. So tun sie es bis heute. Die Wiedertäuferbewegung wurde deshalb von den drei großen christlichen Konfessionen hart und sehr unchristlich verfolgt

 

Das gehört inzwischen weitgehend der Vergangenheit an, denn alle christlichen Kirchen erleben, dass immer mehr Menschen auf die Taufe ihrer Kinder verzichten und selber ihrer eigenen Taufe kaum Beachtung schenken. Darüber zu klagen hilft nicht. Wichtiger ist es, selber darüber nachzudenken, was die Taufe Jesu bedeutet hat und warum bis heute Christsein und Taufe zusammengehören.

 

Es beginnt mit einem Schock. Eines Tages bemerkt Johannes der Täufer, dass Jesus, sein Verwandter, mitten in der Menge der bußwilligen Menschen steht, die sich im Jordan von Johannes untertauchen lassen. Jesus – ein Sünder unter Sündern, einer wie wir alle, die wir Sünder sind? Johannes wehrt sich, Jesus besteht darauf, sich taufen zu lassen wie alle anderen, „mit dem ganzen Volk“. Haben alle mitbekommen, was dabei geschah? Oder nur Johannes? Oder nur Jesus alleine? Der Moment ist groß: ein offener Himmel, eine Taube, die auf Jesus herabkommt, eine Stimme vom Himmel: „Du bist mein geliebter Sohn.“ Was Jesus eben getan hat, findet die Zustimmung des Himmels. Wie einer der Sünder, die wir alle sind, steigt Jesus hinab


ins Wasser des Jordan und lässt sich untertauchen. So wurde und wird vielerorts bis heute die Taufe gespendet: durch dreimaliges Untertauchen, um als erneuerter Mensch wieder aufzutauchen. Bei jeder Taufe sagt Gott zum Menschen: „Du bist mein geliebtes Kind, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.“ Die Taufe ist ein Ritus. Seinen Sinn bekommt er durch die Zusage Gottes, die er ausdrückt. Schön, wenn Erwachsene sie bewusst erleben dürfen. Schön aber auch, wenn schon einem kleinen Kind gilt: „Du bist Gottes geliebtes Kind!“

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