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Gottes Licht ist erschienen

Kommentar von Kardinal Schönborn zum Festtagsevangelium vom 25.12. - Weihnachtstag (Johannes 1, 1-18)

 

25.12.2001
© kathbild.at/Rupprecht

Das Evangelium vom Christtag ist einer der feierlichsten Texte der Heiligen Schrift: der sogenannte Prolog des Johannesevangeliums. Es sind Worte, die in getragener Sprache ein Geheimnis künden, das Urgeheimnis der Welt, Ursprung, Sinn und Ziel von allem ausleuchtend. Der mittlere Vers ist der Grund, warum dieses Evangelium am Weihnachtsfest gelesen wird: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.”

 

Johannes, der diese Worte im hohen Alter niederschrieb, erzählt nicht von Bethlehem, vom Stall, von den Hirten, von dem kleinen Kind und Maria und Josef. Sein Blick geht weit zurück, in die Uranfänge der Welt, und tief hinein in das, was unter den äußeren Ereignissen von Weihnachten verborgen ist.

 

„Im Anfang war das Wort” - so hebt Johannes an. Es ist dasselbe Wort, das auch am Beginn der Bibel steht: “Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde”. Anfang meint hier mehr als den Urknall, mit dem - so sagen die Naturwissenschaftler - alles begonnen hat. Anfang meint hier Ursprung, Urquelle, aus der alles stammt. Gott selbst ist dieser Ursprung, und seinem mächtigen Schöpferwort verdankt alles, was ist, sein Dasein: Die unvorstellbaren Weiten des Universums, die Materie, das Leben, wir selber, die Menschheitsfamilie.

 

Gott aber war nie alleine, immer war sein Wort bei ihm, “der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht”, sagt Johannes in seiner hymnischen Sprache. Durch das Wort, den Sohn, hat Gott alles geschaffen. Daher ist das Wort Gottes auch jedem Menschen ganz nahe. Johannes sagt von ihm, er sei “das Licht, das jeden Menschen erleuchtet”. Im Herzen jedes Menschen gibt es dieses Licht, diesen Lichtfunken, der immer aufleuchtet, wenn wir etwas erkennen, wenn uns etwas “einleuchtet”.

 

Christus ist dieses Licht, das seit jeher jeden Menschen erleuchtet, der aufrichtig die Wahrheit und das Gute sucht. Viele wissen noch nicht, woher ihnen das Licht in ihrem Leben kommt. Noch ist ihnen die Quelle des Lichts nicht bekannt. Auch stößt das Licht auf den Widerstand der Finsternis. Licht und Dunkel liegen im Kampf, seit jeher, und in jedem Menschenherzen.

 

Es sollte aber nicht bei einem Unentschieden zwischen Licht und Finsternis bleiben. Deshalb hat Gott sein Licht, sein Wort in die Welt geschickt, dass es Mensch unter uns Menschen werde: “Und das Wort ist Fleisch geworden”.

 

Fleisch ist jüdisch-biblischer Ausdruck für “Mensch”. Gottes Wort, sein ewiger Sohn, ist “ein Mensch von Fleisch und Blut” geworden: das kleine Kind im Stall von Bethlehem. Viele Künstler stellen es deshalb so dar, dass alles Licht von ihm ausstrahlt. Gottes Urlicht leuchtet uns in Jesus.

 

Dieses Evangelium ist in seiner Art einzig. Es erschließt sich erst allmählich, im Lauf der Jahre, und immer ist es neu und überraschend. Ich rate, es gelegentlich laut zu lesen. Dann wirkt es umso eindrucksvoller.

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