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Retten, nicht richten!

Evangelienkommentar von Kardinal Schönborn zum 26.5.02

(Joh 3,16-18)

26.05.2002
© Rupprecht@kathbild.at

Es gibt Worte Jesu im Evangelium, die einen nicht mehr loslassen, wenn sie einmal ins eigene Herz Eingang gefunden haben. Dazu gehört das heutige “So sehr hat Gott die Welt geliebt ...”.

 

Und “nicht zu richten, sondern zu retten”.

 

Aber damit diese so tröstlichen und helfenden Worte Jesu im Herzen Wurzel schlagen können, ist es hilfreich, sie sich näher anzusehen. Denn Jesus sagt sie in einem ganz bestimmten Zusammenhang. Er spricht sie in einem langen Nachtgespräch mit einem jüdischen Ratsherrn namens Nikodemus, der anfangs aus Furcht vor seinen Kollegen nur heimlich zu Jesus kam, um ihm seine Fragen zu stellen. Später aber hatte er den Mut, öffentlich für Jesus einzutreten und  schließlich sogar zusammen mit Josef von Arimathäa Jesus vom Kreuz abzunehmen und würdig zu bestatten.

 

Dieser Nikodemus hat wohl gespürt, dass Jesus von Gott kam und den Weg zum Leben weisen konnte. Aber was Jesus ihm sagt  ist reichlich rätselhaft, nicht nur für damals, sondern bis heute.

 

Kurz vor unserem Evangelientext sagt Jesus zu Nikodemus, er müsse “erhöht werden, wie Mose die Schlange in der Wüste “erhöht hat”. Nikodemus versteht die Anspielung: Als das Volk Israel beim Sinai in der Wüste war, hatte es  unter Giftschlangen zu leiden. Da brachte Mose eine metallene Schlange auf einer Stange an, und jeder, der auf diese Schlange hinblickte, wurde von den giftigen Bissen geheilt.

 

Jesus deutet also dem Nikodemus an, dass er ans Kreuz gehängt werden wird, damit jeder, der vertrauensvoll zum Kreuz aufschaut, Heilung findet. Es muss für diesen jüdischen Ratsherrn  nicht leicht gewesen sein, diese Worte zu verstehen. Ganz Anderes hätte er sich erwartet in seiner Hoffnung, dass Jesus der Messias, der Befreier sein werde. Dass Jesus Gerechtigkeit, Freiheit und Ordnung bringen werde, dass er die Gegner Israels richten und die Feinde Gottes vernichten werde, damit endlich Frieden einkehre in diese Welt voll Blut und Tränen.

 

Statt dessen sagt ihm Jesus: So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen Sohn für uns hingab.  Jesus sagt ihm: Den Frieden, den du ersehnst, den schenkt dir Gott durch mich. Schau auf zum Kreuz, dann wirst du sehen, wie sehr Gott dich liebt. Schau auf zu mir, glaube mir, vertraue mir, ich bin gekommen, nicht um die Menschen zu richten, sondern zu retten.

 

Wie Jesus das meinte, hat er oft gezeigt, etwa, als man eine Ehebrecherin vor ihn schleppte, um sie durch Steinigung zu töten und er den Anklägern sagte: “Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.” Als alle gegangen waren, sagte er zu ihr: “Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige nicht mehr.”

 

So will ich mit Nikodemus fest glauben: Du Herr, verurteilst und verachtest mich nicht, auch wenn andere und ich selber mich verurteilen. Du bist nicht gekommen, um mir ein Strafregister  vorzuhalten, sondern mich davon zu befreien. Dazu erwartest du aber von mir, dass ich dir glaube und vertraue und dass ich selber andern schenke, was du mir schenkst: nicht richten, sondern retten!

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