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Jesu Testament

Evangelienkommentar von Kardinal Schönborn zum 7. Sonntag der Osterzeit, 1.6.2003 (Joh 17, 6a.11b-19)

01.06.2003
© kathbild.at/Markus Göstl

Jesus betet laut. Es ist die letzte Stunde vor seinem Leiden und Kreuz. Er öffnet im vertrauten Kreis der Jünger sein Herz wie nie zuvor. Er betet vor ihnen, ganz persönlich, spricht seine innersten Anliegen, seine innigsten Bitten an Gott seinen Vater aus.

 

Dieses Gebet ist wie sein Testament, sein letzter Wille. Anders als unsere Testamente sind Jesu Worte keine Verfügung über das, was nach seinen Tod mit seinem Besitz geschehen soll (er hatte ja gar keinen irdischen Besitz). Seine „letztwilligen Verfügungen“ sind Bitten an Gott. In die Hände seines Vaters im Himmel legt er alles, ihm vertraut er alle an, die ihm lieb sind. Was ist Jesu letzter Wille?

 

Warum bittet eine Mutter die sterben muss, für ihre Kinder? Das Gott sie vor dem Bösen bewahre und dass sie untereinander eins bleiben! Im Angesicht des Todes ist nicht die Karriere der Kinder die erste Sorge der Eltern, sondern dass sie nicht auf Abwegen kommen und sich nicht zerstreiten.

 

Bisher konnte Jesus selber auf seine Jünger schauen, sie auf dem Weg bewahren und vor dem Bösen behüten. Jetzt aber ist die Stunde gekommen, heimzugehen zum Vater. Und wie Jesus bisher völlig Gott, seinem Vater, vertraut hat, so erst recht jetzt, da er alles loslassen muss.

 

Es empfiehlt sich, dieses Gebet laut zu lesen, so wie Jesus es laut vor den anderen gesprochen hat. Es weckt im Hörer die Sehnsucht, auch so vertrauensvoll, so innig beten zu können. Den Aposteln hat es sich unvergesslich eingeprägt, Jesus immer wieder beten zu sehen und hier im Abendmahlsaal auch zu hören.

 

Wie muss das gewesen sein, wenn Jesus sein „Vater!“ gesprochen hat? Hier ist Gebet nicht ein unbestimmtes Gefühl von irgend einer höheren Macht, sondern eine vertraute Beziehung zu einem Du. „Du, Vater“ - diese Anrede bezeugt intimste Gemeinschaft. Und das, was Jesus vor allem anderen von diesem „Du“ erbittet, ist, dass auch wir einen so vertrauensvollen Zugang zu Gott bekommen wie er ihn hat; dass wir etwas von der Freude verspüren, die aus dieser Verbundenheit mit Gott kommt.

 

Jesus erbittet deshalb für uns den Schutz vor dem Bösen, das diese Verbundenheit hindert oder zerstört. Er bittet nicht, dass wir keine Schwierigkeiten, keine Prüfungen und Leiden erfahren, sondern dass wir vor dem Bösen bewahrt bleiben. Solange wir auf dieser Welt sind wird es Kämpfe, Leiden, Nöte geben. Jesu Bitte ist, dass wir mit Gottes Hilfe durch sie hindurchgehen, ohne dem Bösen in die Hände zu geraten, ohne von ihm angesteckt zu werden .

 

Aber Jesus hat noch mehr getan. Er hat nicht nur für die Seinen gebetet, er hat auch für sie sein Leben „geopfert“. Das bedeuten in der jüdischen Sprechweise die Worte „ich heilige mich für sie“. Manchmal erleben wir es, wie Eltern ihr Leiden und Sterben ganz bewusst für ihre Kinder „aufopfern“, ihre Schmerzen als Opfer für das Wohl und Heil ihrer Kinder annehmen und ertragen. Manchen mag das schwer verständlich sein, sinnlos erscheinen. Jesus hat sein Leiden sicher so verstanden. „Für euch“, für alle Menschen gebe ich mein Leben hin – das ist und bleibt sein Testament. Jesus hat es selber erklärt: „Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt“.

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