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Lehre uns beten

Evangelienkommentar von Kardinal Schönborn zum 17. Sonntag im Jahreskreis, 25. Juli 2004 (Lk 11,1-13)

25.07.2004
© www.BilderBox.com

Es gehört für mich zu den stärksten Eindrücken, einen Menschen zu beobachten, der tief im Gebet versunken ist. Wahrscheinlich geht es nicht nur mir so. Unvergesslich ist mir der Eindruck, den auf mich, den damals Sechzehnjährigen, der hl. Padre Pio machte. Auch Papst Johannes Paul II. erleben viele, wie einmal gesagt wurde, als "einen Felsen des Gebets". Doch brauchen wir nicht weit zu gehen. Beter finden wir auch bei uns, in Kirchen, und manchmal selbst in der U-Bahn.

 

Was geht da Geheimnisvolles vor? Was tut sich im Inneren eines betenden Menschen? In dem Moslem, den ich am Flughafen in Rom einfach seinen kleinen Teppich ausbreiten und dann, ungestört von der Menge, still beten sah?

 

Wenn Jesus gebetet hat, muss das einen tiefen Eindruck auf seine Jünger gemacht haben. Sie sahen ihn oft beten, manchmal die ganze Nacht. Was tat er da? Was tat sich in ihm? Im heutigen Evangelium sehen wir ihn wieder einmal beten, irgendwo. Der Ort spielt keine Rolle. Nur sein Gebet interessiert. Keiner wagt, ihn dabei zu stören. Erst als er selber das Gebet beendet hatte, traut sich einer, ihn das zu fragen, was sie schon lange auf dem Herzen haben: Wir wollen das auch lernen! Sage uns, zeige uns, wie du das machst, wie wir das tun können.

 

Der beste Lehrer des Gebetes ist der, der selber betet. Wenn die Kinder die Eltern beim Gebet "ertappen", ist das oft ein für das ganze Leben prägender Eindruck: Gebet ist also nicht nur Kindersache, vor dem Schlafengehen. Es ist etwas so Wichtiges, dass es auch die Eltern tun! Wie wichtig das Gebet ist, haben die Jünger nicht theoretisch gelernt, sondern ganz anschaulich, an Jesus selber. Sie erlebten, dass es dem Meister etwas Lebenswichtiges war.

 

Und nun das Überraschende. Jesus hält seinen Jüngern nicht einen theoretischen Kurs über das Gebet, über Methoden zum Lernen des Gebets. Aber er sagt ihnen auch nicht, wie er selber betet. Das bleibt sein persönliches Geheimnis. Es ist, als wollte er ihnen sagen: Beten lernt ihr nur durchs Beten! Aber wenn ihr beten wollt, dann tut es doch mit diesen Worten: und darauf folgt das "Vater Unser".

 

Lukas überliefert uns eine kürzere Form dieses wohl berühmtesten Gebets. Matthäus bietet die Fassung, die bis heute von allen Christen in der Welt gebetet wird.

 

Das ganze "Herrengebet" (so nennt man es auch, weil der Herr Jesus es selber gelehrt hat) hält im ersten Wort: Vater! Wir ahnen, dass das auch die Mitte des Betens Jesu war. Er hat in seiner Muttersprache "Abba" gesagt, das vertraute, kindliche "Papa". Vertrauen ist daher der Grundton des Gebetes, das er uns geschenkt hat.

 

Was sollen wir erbitten? Sollen wir überhaupt Gott bitten? Ja, aber zuerst um das Wichtigste: Dein Reich komme! Dass du an erster Stelle stehst und damit alles in unserem Leben an den rechten Platz rückt. Und dann, dass wir das Nötige haben: das tägliche Brot, Gottes und gegenseitiges Verzeihen, Schutz vor Irrwegen. So schlicht, so klar. Täglich ein von Herzen gebetetes "Vater Unser" - das schenkt Gottvertrauen und ordnet unser Leben.

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