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Weil es wirklich so ist

Evangelienkommentar von Kardinal Schönborn für den Dritten Sonntag der Osterzeit, 30. April 2006, (Lk 24,35-48)

30.04.2006
© Franz Josef Rupprecht

Nach neuesten Statistiken glauben 84 Prozent der Österreicher an Gott (in Polen sind es 97, in Tschechien nur 37 %). Dagegen glauben nur 67 Prozent der Österreicher an ein Leben nach dem Tod (in Polen sind es 81 %, in Tschechien 36 %). Fragt man noch weiter, wer an eine leibliche Auferstehung der Toten glaubt, so sinkt der Prozentsatz dramatisch. Erstaunlich hoch ist die Zahl derer, die an "Reinkarnation" glauben, an verschiedene "Wiedergeburten" hier auf Erden.

 

Gott - ja, aber Leben nach dem Tod? Und gar Auferstehung dieses Leibes? Was bedeutet dann aber das Osterfest? Was soll das österliche "der Heiland ist erstanden", das in allen Kirchen gesungen wird? Was soll die Rede vom leeren Grab und den Erscheinungen Jesu, wie er sich "leibhaftig" seinen Aposteln und einigen anderen gezeigt hat?

 

Ich erinnere mich an meine Anfangszeit als junger Universitätsprofessor für Theologie, als ich in der Vorlesung über die Auferstehung Jesu das heutige Evangelium hernahm, in dem Christus sich so richtig "handfest" greifbar seinen zweifelnden und erschrockenen Jüngern zeigte, sich von ihnen berühren ließ und vor ihren Augen Fisch aß. Als einige Studenten fragten, ob ich ernsthaft glaube, dass das wirklich so gewesen sei, bejahte ich ohne Zögern. Darauf gab es einen heftigen Proteststurm. Das könne man doch heute nicht mehr so wörtlich glauben. Es sei eine Zumutung für einen "modernen Menschen", solche Legenden für die Wirklichkeit zu halten. Meine Ansichten wurden als hoffnungslos veraltet abgetan.

 

Nun bin ich sicher nicht der Erste, dem solches widerfährt. Schon Paulus hat nur Kopfschütteln und Gelächter geerntet, als er den Athenern von der Auferstehung Jesu zu erzählen begann. Der heilige Augustinus (4./5. Jh.) stellt nüchtern fest: "Der christliche Glaube stößt in keinem Punkt auf mehr Widerspruch als in Bezug auf die Auferstehung des Fleisches." Ein Leben nach dem Tod, das nehmen doch die meisten irgendwie an, aber wozu eine Auferstehung dieses Leibes, dieses armseligen Fleisches?

 

Warum ist denn für den christlichen Glauben die leibliche Auferstehung so wichtig? Warum sagt der Apostel Paulus, dass "unser Glaube leer" und unsere Hoffnung vergeblich ist, wenn es keine Auferstehung gibt? Was bewegt die Kirche, an diesem Glauben gegen alle Widersprüche festzuhalten, lieber sich auslachen zu lassen als ihn preiszugeben?

 

Dafür gibt es meines Erachtens nur einen wirklichen Grund: Weil es so war! Sie haben Jesus wirklich so erlebt, wie das Evangelium es heute beschreibt. Sie haben tatsächlich mit ihm "nach seiner Auferstehung gegessen und getrunken", wie sie immer wieder erzählen. Sie haben nicht ein Gespenst gesehen, sondern ihn selber, mit "Fleisch und Knochen".

 

Aber was soll das? War die Auferstehung Jesu eine "Wiederbelebung" einer Leiche? Oder war er gar nur scheintot, wie manche behaupten? So haben sie ihn nicht erlebt. Dann wäre er ja später doch (wieder) gestorben. Nein, er ist endgültig auferstanden! Er ist nicht mehr ein "Erdenpilger" wie wir, sondern er ist "heimgekehrt", mit seinem ganzen Wesen, Leib und Seele, in ein unzerstörbares Leben.

 

Deshalb kann er uns nahe bleiben, nicht nur wie ein Geist, sondern voll und ganz: "Ich bin bei euch, alle Tage…" sagt er am Schluss seiner Erscheinungen. Er bleibt für uns "greifbar", im Nächsten, der mich braucht; in seiner Kirche, die wir seinen "Leib" nennen, im Brot der Eucharistie, die wir "Leib Christi" nennen. Das alles ist wirklich so, weil er wirklich auferstanden ist.

 

 

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