Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT
Hauptmenü:

  • YouTube
  • twitter
  • facebook
  • Instagram
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Hauptmenü:
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT

Hauptmenü:

Hauptmenü anzeigen
Inhalt:

Mehr als das Minimum

Evangelienkommentar von Kardinal Schönborn für das Allerheiligenfest, 1. November 2007, (Mt 5,1-12a)

01.11.2007
© archiv

Wenn wir die Wahl hätten, in welcher Welt wir leben wollten, in welcher Art von Gesellschaft, in welcher Umgebung, so würde wohl keiner von uns eine solche wählen, in der dauernd gestohlen, gemordet, betrogen und gelogen würde. Die Zehn Gebote Gottes gebieten genau das: "Du sollst nicht morden, nicht die Ehe brechen, nicht stehlen, nicht lügen."

 

Wir alle wissen, dass es sehr viel schöner ist, in einer Umgebung zu leben, in der die Zehn Gebote gehalten werden, als in einer Welt, in der sie nicht gelten. Wehe einem Land, in dem Gottes Grundgebote nichts mehr bedeuten. Glücklich das Land, in dem sie gehalten werden. Dort ist das Zusammenleben geordnet, friedlich und sicher.

 

Deshalb ist es auch so wichtig, dass der Staat die Werte und Güter beschützt, die in den Zehn Geboten genannt werden. Das Leben wird geschützt. Mord wird  bestraft. Gewalttätigkeit auch (nur die Ungeborenen sind bei uns ungeschützt!) Lug und Betrug sind strafbar, ebenso der Diebstahl. Der Zaun um die Ehe ist freilich inzwischen reichlich durchlöchert. Sie ist ein so kostbares Gut, dass sie nicht genug gefördert und beschützt werden kann. Und ebenso die Familie, zu deren Wohl das 4.Gebot da ist: "Ehre Vater und Mutter."

 

Und dann sind da die ersten drei Gebote: Gott zu ehren, seinen Namen und seinen Tag hochzuhalten. Ohne Achtung Gottes geht die Achtung unter den Menschen verloren. Das haben die bitteren Erfahrungen des atheistischen Kommunismus gezeigt.

 

Aber warum sage ich das am Fest Allerheiligen? Weil die Heiligen uns daran erinnern, dass die Zehn Gebote nur das notwendige Minimum darstellen. Dass wir die Zehn Gebote einhalten soll(t)en, sieht jeder ein. Sie sind die Basis eines geordneten Zusammenlebens. Aber sie genügen noch nicht.

 

Jesus hat mehr gewollt und mehr erwartet. Es ist schön, sagen zu können: "Ich habe niemanden umgebracht." Aber bin ich deshalb schon ein friedfertiger Mensch? Es ist gut, nicht gestohlen oder betrogen zu haben (habe ich das wirklich nie getan?). Aber bin ich deswegen schon jemand, der "hungert und dürstet nach Gerechtigkeit", der sich also leidenschaftlich für mehr Gerechtigkeit einsetzt?

 

In den "Seligpreisungen" hat Jesus uns einen Weg zu "mehr" gezeigt, zu etwas Größerem, dem er Freude verheißen hat, ein tiefes Glück, Seligkeit! Aber dieser Weg ist schwerer verständlich als der der Zehn Gebote. Diese regeln gewissermaßen die Grundordnung. Die Seligpreisungen verlangen mehr. Aber sie machen erst, dass aus unserem Leben mehr wird, Größeres, etwas ganz Gelungenes.

 

In den Heiligen leuchtet dieses "Mehr" auf. Franz Jägerstätter hat mehr getan. Er hat lieber Gefängnis und Tod auf sich genommen, als sein Gewissen verraten. Heute dürfen wir ihn "selig" nennen. Die Kirche hat ihn uns als Vorbild christlichen Mutes vorgestellt.

 

Gelten die Seligpreisungen also nur für die Wenigen, die einmal, nach langer Prüfung, offiziell selig- und heilig gesprochen werden? Jesus hat sie sicher nicht so eng gefasst. Arme, Trauernde, Verfolgte gibt es viele. Ihnen allen spricht Jesus etwas zu, das sie jetzt noch nicht haben: die Seligkeit. Den Gewaltlosen, den Barmherzigen, den Lauteren und Friedfertigen verheißt er Seligkeit. Sie alle tun mehr als das Minimum. Auch wenn es oft mühsam ist. Aber es macht glücklich. Spürbar, und schon jetzt.

zurück

Sitemapmenü:
  • Social Media
    • Bluesky
    • X (Twitter)
    • Facebook
    • Instagram
  • Home
    • Curriculum Vitae
    • Kolumne
    • Gedanken zum Evangelium
    • Predigten
    • Katechesen
    • Frag den Kardinal
    • Bibliographie
    • Archiv

Erzdiözese Wien

Erzbischöfliches Sekretariat

Wollzeile 2

1010 Wien

Tel.: +43 1 51552 - 3726


Impressum
Datenschutzerklärung
Barrierefreiheitserklärung
Cookie-Einstellungen
nach oben springen