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Beten ist Herzenssache

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium für den 7. Sonntag der Osterzeit, 4. Mai 2008, (Joh 17,1-11a)

04.05.2008
© www.BilderBox.com

Jesus hat viel gebetet. Meist zurückgezogen, in der Einsamkeit, auf einem Berg, oft in der Nacht. Wir wissen kaum, was und wie er gebetet hat. Das bleibt sein Geheimnis. Wie auch unser Beten unser Geheimnis bleibt. Beten ist Herzenssache. Etwas sehr Persönliches, Intimes. Wenn ich die Beter im Dom betrachte, die eine Kerze anzünden, niederknien, still dasitzen, mit geschlossenen Augen: Was weiß ich von ihrem Gebet? Aber es berührt mich.

 

Ganz selten wird der Schleier gelüftet, der das Beten Jesu unserer Neugier entzieht. Hie und da ein Wort des lauten Gebets, etwa das erschütternde Gebet in der Qual des Kreuzes: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen!“ Manchmal dürfen wir für einen kleinen Moment ein wenig in die Seele Jesu schauen. Ahnen, was sein Herz bewegt. Wofür er betet.

 

Kein Gebet Jesu ist so ausführlich überliefert wie das „Abschiedsgebet“ Jesu, wenige Stunden vor der Gefangennahme, dem Todesurteil. Heute lesen wir den ersten Teil dieses Gebets. Es ist so etwas wie Jesu Testament, sein letzter Wille, den er Gott anvertraut. Das erste Wort dieses Gebets sagt alles in Kürze, was Jesus am Herzen liegt: „Vater!“ So spricht er Gott an. So sollen wir Gott ansprechen: „Unser Vater!“ Wenn wir das begreifen, wenn uns das wirklich ins Herz geht, dann sind wir glücklich.

 

Dass wir doch Gott kennen lernen, das ist Jesu letzter Wunsch. Darum bittet er, dafür betet er. Allzu oft denken wir nicht an Gott. Oft haben wir enge, falsche Vorstellungen von Ihm. Bilder von einem fernen Gott, von einem alten Mann mit weißem Bart. Oder von einem Buchhalter-Gott, der genau über unsere Schulden und Fehler Buch führt. Der alles genau beobachtet, dem nichts entgeht. Oder von einem lieben Gott, der die lieben Leute sein lässt, sich nicht um sie sorgt.

 

Jesus betet, dass wir doch Gott als seinen und unseren Vater erkennen sollen: „Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart.“ Ja, wir können Gott kennen. Wir brauchen nur auf Jesus zu schauen. Dann sehen wir, wie Gott ist. Wir brauchen nur auf Jesus zu hören, dann hören wir Gott selber.

 

Ist das nicht etwas Großartiges? Gott ist unbegreiflich, aber Jesus ist „Gott zum Angreifen“. Gott wollte uns zeigen, wer Er ist, und deshalb ist Jesus gekommen, damit wir Ihm begegnen können. Darum ist es so wichtig, so spannend, auf die Worte Jesu genau zu achten. In ihnen spricht Gott uns an. In Menschenworten. Mit menschlichen Gesten, mit einem menschlichen Herzen.

 

Und so wissen wir, dass Er mit Seinem Herzen für uns Menschen gebetet hat. Für alle? Oder nur für einige? War sein Herz offen für alle Menschen? Oder nur für einige besonders Gute? Für die Erwählten? Hat Jesus nicht selber gesagt: „Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.“ Ich glaube, Jesus hat immer besonders für die gebetet, die am dringendsten Hilfe brauchten. Für die am meisten Gefährdeten! Für die am stärksten Bedrängten.

 

Tun wir das nicht auch? Betet eine Mutter nicht besonders für das ihrer Kinder, das in größter Gefahr ist, in höchster Not? Da wird das Gebet manchmal stürmisch und heftig. Da ist das Herz ganz dabei. „Für andere beten, heißt sein Herzblut geben“, sagt der heilige Mönch Siluan vom Berg Athos. Jesus hat sein Herzblut gegeben. Vergossen, bis zum Tod. So ernst war Ihm Seine Bitte - für mich und dich, die wir arme Sünder sind.

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