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Jesus, der Arzt des Lebens

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am 5. Sonntag im Jahreskreis, 8. Februar 2009 (Mk 1,29-39)

08.02.2009
© BilderBox

Ich kann es mir lebhaft vorstellen, wie es an diesem Sabbat in Kapharnaum war. Jesus war am Vormittag in der Synagoge, zum Gottesdienst. Die Überreste dieser recht großen Synagoge sind heute noch zu sehen. Von dort ging er nur ein paar Schritte, um in das Haus des Simon (Petrus) und seines Bruders Andreas zu kommen. Auch davon gibt es noch Spuren. Die Überlieferung hat die Erinnerung daran bewahrt, wo dieses Elternhaus des Brüderpaares stand. Heute steht über diesem Ort eine moderne Kirche.

 

Wer die Frau des Petrus war, wie sie hieß, wissen wir nicht. Aber weil er eine Schwiegermutter hatte, wissen wir sicher, dass er verheiratet war. Wie wahrscheinlich auch die meisten anderen Apostel. Im Unterschied zu Jesus selber, der ehelos lebte und diese Lebensform auch als einen besonderen Weg empfahl, ihm nachzufolgen. Paulus war ledig, wahrscheinlich auch Johannes. Und so wird „die Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen“, wie Jesus sie nennt, immer ein (umstrittenes) Thema bleiben, ein Anstoß, ein Stachel. Denn sie erinnert uns daran, dass „die Gestalt dieser Welt vergeht“, dass wir hier auf Erden Pilger sind. Die Ehelosigkeit um Jesu willen soll daran erinnern, dass unser Ziel nicht hier auf Erden liegt. Die endgültige Heimat finden wir nicht in dieser Welt.

 

Doch zurück nach Kapharnaum. Inzwischen ist die Sonne untergegangen. Für die gläubigen Juden heißt das: Der Sabbat ist zu Ende. Die Sabbatruhe auch. Man kann wieder „arbeiten“. Also bringen die Leute ihre Kranken zu dem Haus des Simon Petrus, wo Jesus sich immer noch aufhält. Alles drängt sich vor der Haustüre, alle wollen Jesus berühren, seine Heilkraft spüren.

 

Heute, da wir eine hervorragende ärztliche und medizinische Versorgung haben, bringen wir unsere Kranken ins Spital. Und hoffen, dass die Ärzte helfen. Wir tun uns schwer, uns vorzustellen, wie es den Menschen damals (und in vielen Teilen der Welt noch heute) ging, wenn sie krank wurden. Für die meisten eine aussichtslose Situation. Für viele waren Gebet und Gottvertrauen der einzige Ausweg.

 

Brauchen wir deshalb heute Jesus nicht mehr als Zuflucht der Kranken? Ich denke, zuerst gilt es, wirklich dankbar zu sein für den gewaltigen medizinischen Fortschritt. Vieles, was zur Zeit Jesu eine tödliche Krankheit war, ist heute leicht zu heilen. Ohne die große Liebe Jesu zu den Kranken hätte es wohl nicht die großartige Entwicklung der ärztlichen Hilfe gegeben. Sie hat vielen ein viel längeres Leben ermöglicht.

 

Aber die leibliche Gesundheit, so kostbar sie sein mag, ist nicht alles. Die tiefe Heilung, die heute noch genauso notwendig ist wie damals, ist die Befreiung aus der Macht des Bösen. Die seelische Heilung ist oft schwieriger als die leibliche. Seelische Wunden können nicht mit Chemie und Chirurgie behandelt werden. Die Liebe allein kann die Verletzungen der Seele heilen. Waren die Menschen früher ziemlich wehrlos den körperlichen Gebrechen und Krankheiten ausgeliefert, so sind wir heute den seelischen Nöten ausgeliefert, viel mehr als unsere Vorfahren.

 

Unsere Zeit braucht Jesus als den Arzt der Seelen mindestens so sehr, wie frühere Zeiten ihn als Arzt für die leiblichen Krankheiten brauchten. Aber wie heilt er seelisch? Er hat es selber vorgelebt: durch das Gebet vor allem. Das Gebet hat enorme Heilkraft für die Seele. Es verbindet uns mit der Lebensquelle, dem lebendigen Gott. Und wie jede Heilung Zeit braucht, so auch das Gebet. Jesus nahm sich viel Zeit dafür, für uns!

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