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Einer sucht Dich!

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium 24. Sonntag im Jahreskreis, 12. September 2010 (Lk 15,1-32)

12.09.2010
© archiv

Das hat viele aufgeregt: Jesus ging nicht nur zu den „anständigen“ Leuten auf Besuch, sondern auch zu „Sündern,“ zu Menschen, die als verrufen galten und verachtet waren. In jeder Gesellschaft, zu allen Zeiten, gibt es solche Unterscheidungen, und das mit gutem Grund. Zwielichtige Gestalten, mafiose Kreise oder einfach die „Seitenblicke-Gesellschaft“: was Wunder, dass die „Frommen“ solche Leute meiden. Hat Jesus sich bewusst in „schlechte Gesellschaft“ begeben?

 

So sahen es die Pharisäer seiner Zeit. Es sei daran erinnert: diese waren keine schlechten Leute, obwohl sie heute als Inbegriff der Heuchler und Scheinheiligen gelten. Sie waren fromm, haben ihren Glauben ernst genommen und ihn zu leben versucht. Sie haben für ihre Religion manche Opfer gebracht, oft waren sie deshalb sehr arm. Die Zöllner kannten diese Skrupel nicht und waren daher gelegentlich ganz schön wohlhabend. Und gerade mit solchen Leuten gab Jesus sich ab. Warum gab Jesus sich mit solchen „unanständigen“ Leuten ab?

 

Die Antwort geben die beiden Gleichnisse. Sie ist klar: für Gott ist keiner wertlos, auch nicht das „verlorene Schaf,“ auch nicht die billige Münze. Bei Gott, so sagt Jesus durch die Gleichnisse, ist keiner einfach abgeschrieben. Gott kennt keine hoffnungslosen Fälle. Er kennt verlorene Schafe, aber keine aufgegebenen. Selbst die kleine Münze ist für ihn alle Mühe des Suchens wert.

 

Das ist die Botschaft Jesu: Gott geht dir nach, wenn du dich verlaufen hast. Gott sucht dich, wenn du verloren gegangen bist. Er wird nicht ruhen bis er dich gefunden hat. Auch wenn du dich noch so sehr verirrt hast: Gott geht dir nach bis ins dornige Gestrüpp, in dem du dich verfangen hast. Kein Boden ist ihm zu schmutzig und staubig um dich zu suchen und aufzuheben.

 

Zwei Fragen bleiben mir bei diesen beiden Gleichnissen. Zuerst: Wer ist ein verlorenes Schaf, eine verlorene Münze? Wen meint Jesus da? Sind das nur „die Schlimmen,“ „die Bösen,“ die „schwarzen Schafe?“ Oder kann jeder von uns sich darin wiedererkennen?

 

Schwarze Schafe gibt es in jeder Gesellschaft. Auch in der Kirche, wie wir in den vergangenen Monaten schmerzlich sehen mussten. Jesus sucht sie. Nicht um ihre Irrwege zu verharmlosen, sondern um sie heimzuholen. Jesus will, dass „die Guten“ sich so herzhaft freuen, wenn ein Sünder umkehrt, wie darüber „im Himmel Freude herrscht.“ Jesus will, dass auch wir „die Sünder“ nicht abschreiben.

 

Ein zweites liegt in dieser Botschaft: Wer von uns kann sicher sein, nicht selber einmal in die Irre zu gehen? Jeder kann einmal zu einem verlorenen, vielleicht sogar zu einem schwarzen Schaf werden. Wie tröstlich ist da der Gedanke: sollte mir das passieren (Gott bewahre mich davor!), dann darf ich immer noch hoffen, dass Jesus mir nachgeht, bis er mich findet und wieder heimbringt. So wichtig bin ich ihm.

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