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Unser Leben – ein Ackerboden!

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium 15. Sonntag im Jahreskreis, 10. Juli 2011 (Mt 13,1-23)

10.07.2011
© archiv

Das Leben ist wie ein Ackerboden. Es kommt auf zwei Dinge vor allem an: was auf diesen Acker gesät wird - und wie empfänglich der Boden für die Saat ist. Das beste Saatgut nützt nichts, wenn der Acker voller Steine ist, ohne genügend Humus.

 

Jesus spricht sehr oft in Gleichnissen. Haben wir Ohren, um zu hören, was er damit sagt? Wie empfänglich ist der Ackerboden unseres Herzens für das Wort, das Jesus wie ein Sämann aussät?

 

Die Gleichnisse sind immer aus dem Leben genommen. Aber sie haben zudem einen Überraschungseffekt. Sie erzählen Alltägliches – aus der damaligen Zeit. Aber sie mischen Besonderes ins Gewohnte. Das soll die Aufmerksamkeit wecken. Darin liegt die eigentliche Botschaft der Gleichnisse.

 

Was ist das Besondere, Außergewöhnliche  im heutigen Gleichnis? Es musste damals jedem Hörer auffallen, denn alle waren mit den landwirtschaftlichen Arbeiten vertraut, wie sie damals, ohne Maschinen, üblich waren, mit kargen, wasserarmen Böden.

 

Jesus erzählt von einem Sämann, der ganz seltene Methoden hat. Er scheint das kostbare, rare Saatgut geradezu zu verschleudern. Kein vernünftiger Bauer würde es so machen, dass Samen auf den Weg, auf felsigen Boden, unter Dornengestrüpp fällt. Er wird sich bemühen, nur auf guten, fruchtbaren Ackerboden zu säen.

 

Gott macht es anders. Er sät großzügig, er begrenzt seine Saat nicht mit engem, abgezirkeltem Maßstab. Er gibt jedem eine Chance, bietet allen sein Wort, seine Gnade an. Seine Weitherzigkeit schließt keinen aus. Es liegt an uns, wie wir mit seinem Angebot umgehen. Und das sieht sehr unterschiedlich aus.

 

In seiner Erklärung des Gleichnisses spricht Jesus diese Unterschiede an. Da gibt es die, die das Wort Gottes hören, aber gar nichts damit anfangen können. Andere sind schnell begeistert, aber es ist nur ein Strohfeuer. Sobald die Schwierigkeiten des Lebens, die Anfechtungen des Glaubens kommen, fallen sie um. Bei anderen ersticken die Sorgen des Alltags, das Streben nach Reichtum und Erfolg den Glauben. Er kann sich nicht entfalten. Er verkümmert und stirbt ab.

 

Ist das nicht ungerecht? Was kann ein harter Boden dafür, dass er keine Ernte hervorbringt? Was kann die karge Krume dafür, dass auf ihr nicht mehr wächst? Und wer kennt nicht drückende Sorgen im Alltag? Liegt es nur an uns, wenn wir im Leben oft ein recht magerer Ackerboden bleiben? Sind nicht die Lebensumstände oft so hart, dass eben auch das Herz hart wird, unempfänglich für Gott und sein Wort?

 

Ich glaube, Jesus hat darauf zwei Antworten: Zuerst die Zusicherung, dass es fruchtbaren Boden gibt. Wir begegnen immer wieder Menschen, bei denen die Kraft des Glaubens wirklich spürbar ist. Sie sind diese so besonders fruchtbaren Böden. Und sie sind für viele Vorbild, Stütze, Ermutigung. Dann aber auch ein Zweites: Wenn unser Leben wie ein Ackerboden ist, dann gibt es wohl bei uns selber harte, steinige Stellen, aber auch gute Ecken. Hat nicht jeder Mensch auch irgendwo seine guten Seiten, sein fruchtbares Stück Land?

 

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