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Ein sehr weltliches Wunder

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am 2. Sonntag im Jahreskreis, 20. Jänner 2013 (Joh 2,1-11)

20.01.2013
© archiv

Mich beeindruckt es immer neu, mit wie viel Liebe und Sorgfalt heute oft Hochzeiten vorbereitet werden.  Auch in einer Zeit, in der viele einfach „zusammenziehen“ und ohne Trauschein miteinander leben, hat das Heiraten seinen Glanz, seine Festlichkeit nicht eingebüßt. Alles wird genau geplant, ausgedacht, gestaltet. Solche Vorbereitungen können Monate in Anspruch nehmen. Warum ist die Hochzeit etwas so Besonderes?

 

Ich glaube, das liegt daran, dass die Heirat so etwas wie ein Urbild ist, das tief in der menschlichen Seele verwurzelt ist. Liebe, Hoffnung auf ein glückliches Leben, auf eine gute Zukunft, all das verbinden wir mit der Hochzeit.

 

In der Bibel ist deshalb die Hochzeit das Bild für das harmonische, glückliche Miteinander von Gott und Mensch. Gott wird als Bräutigam, sein Volk als die Braut gesehen: So herzlich, so treu, so unverbrüchlich ist der Bund, den Gott für immer mit uns Menschen geschlossen hat.

 

Ist das der Grund, warum Jesus sein erstes Wunder auf einer Hochzeit gewirkt hat? Wir wissen nicht, wie das Brautpaar hieß. Nur der Ort ist bekannt: Kana, nahe bei Nazareth. Nach orientalischem Brauch sind viele Gäste geladen. Eine Hochzeit kommt dem Brautpaar ganz schön teuer. Nicht nur Maria ist eingeladen, sondern auch ihr Sohn Jesus, der berühmt zu werden beginnt, und gleich seine Jünger mit ihm. Wie viele? Wir wissen es nicht. Doch wenige waren sie alle zusammen sicher nicht.

 

Und da geschieht die Peinlichkeit schlechthin: Der Wein geht aus! Eine Schande für die Gastgeber. Maria bemerkt die Situation mit wachem, mütterlichem Blick, und wendet sich diskret an ihren Sohn. Sie fordert ihn gar nicht auf, ein Wunder zu wirken. Sie teilt ihm nur mit, was sie still bemerkt hat: „Sie haben keinen Wein mehr.“

 

Jesus reagiert gar nicht freundlich: „Was willst du von mir, Frau?“ Das ist nicht der Ton, den wir von einem liebevollen Sohn erwarten würden. Warum ist er so schroff? „Meine Stunde ist noch nicht gekommen“, so antwortet er ihr. Jesus handelt nicht selbstherrlich und eigenwillig. Was er tut, tut er,  weil es Gottes Wille ist. Jesus ist nicht ein „Selbstdarsteller“, der seine Karriere im Sinn hat. Er will nur Gottes Plan verwirklichen, nicht seinen eigenen Kopf durchsetzen.

 

Wie oft achten wir nicht darauf, ob „unsere Stunde“ gekommen ist, ob es der rechte Zeitpunkt, der gute Moment ist. Wir haben nur unsere Ideen, unseren Willen im Kopf – und handeln zur „Unzeit“, und richten damit oft so viel Schaden an. Wie wichtig ist es, auf den rechten Augenblick zu achten!

 

Und nun das Erstaunliche: Maria drängt Jesus nicht weiter. Sie sagt nur den Bedienern: „Was er euch sagt, das tut.“ Und tatsächlich sagt Jesus ihnen etwas Ungewöhnliches, und sie tun es: Sie füllen etwa 600 Liter Wasser in große Krüge. Und als sie daraus schöpfen, ist es bester Wein.

 

Sagt das nicht viel über Jesus aus? Er tut sein erstes Wunder auf einer Hochzeit, und schaut, dass den Gästen die Freude des Weines nicht ausgeht: Jesus wünscht dem Brautpaar und allen Menschen ein geglücktes Leben. Um uns das zu zeigen, scheut er sich nicht, ein sehr „weltliches“ Wunder zu wirken.

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