Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT
Hauptmenü:

  • YouTube
  • twitter
  • facebook
  • Instagram
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Hauptmenü:
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT

Hauptmenü:

Hauptmenü anzeigen
Inhalt:

Gedanken zum Evangelium: Der Teufel schläft nicht…

Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn, am 1. Februar  2015. (Markus 1,21-28)

30.01.2015
© Eingang nach Auschwitz mit dem Schriftzug "Arbeit macht frei"/ kathbild.at, Josef Rupprecht

Dieser Spruch ist wohlbekannt. Wir sagen ihn so leichthin. Was aber meinen wir wirklich, wenn wir sagen: Der Teufel schläft nicht? Eines ist sicher: Dahinter steht viel Erfahrung und nicht nur ein lockerer Spruch. Es gibt die bittere Erfahrung des Bösen. Es kann unvermittelt in unser Leben einbrechen. Ganz wörtlich: Wie viele Menschen müssen schmerzlich erleben, wie bei ihnen eingebrochen wird? Wie oft gibt es Situationen, in denen Menschen Böses widerfährt, Gemeinheiten, Verleumdung, Übervorteilung, Benachteiligung, Ungerechtigkeit, Verletzungen an Seele und Leib. Wer entkommt jemals völlig den Angriffen des Bösen?

 

Ich habe mich immer gewundert, warum es Menschen gibt, die den Teufel leugnen. Gerade nach dem 20. Jahrhundert ist das erstaunlich. Denn es gab wohl in der Menschheitsgeschichte kein Jahrhundert, in dem so viel Schreckliches geschah, so massives Böses wie im vergangenen Jahrhundert. Nein, da hat er Teufel wirklich nicht geschlafen…

 

Also gibt es ihn doch, den Teufel? Wer ist er? Was macht er? Wie wirkt er? Wer sich auf die Evangelien einlässt, wird dieser Wirklichkeit auf Schritt und Tritt begegnen. Im heutigen Evangelium ist es offensichtlich. Wo Jesus auftritt, rührt sich auch er Teufel. Oft wurde die Frage gestellt, warum Jesus so viel mit Dämonen zu tun hatte. Sind das nicht Vorstellungen einer früheren Zeit? Haben Medizin, Psychiatrie, moderne Wissenschaft nicht längst gezeigt, dass es hier um seelische Krankheiten geht, die man damals aus Unwissenheit dem Teufel zugeschrieben hat?

 

Ein bekannter englischer Schriftsteller, Gilbert Keith Chesterton (1874 bis 1936) hat gesagt, es sei heute die List des Teufels, dass er uns glauben macht, es gebe ihn gar nicht. Jesus macht eines von Anfang an klar: Dass er uns von dem Bösen befreien will. In dem Gebet, das er uns gelehrt hat, im „Vater unser“, lautet die letzte, die siebente Bitte: „… befreie uns von dem Bösen“. Damit ist nicht nur das Böse gemeint, das wir erleiden oder leider auch selber anderen zufügen. Jesus lehrt uns auch, Gott zu bitten, dass er den Bösen von uns fernhalte, dass der Böse uns nicht schaden möge.

 

Ich kann aus eigener Erfahrung, aus inzwischen doch langen Jahren der Seelsorge sagen: Der Teufel schläft nicht! Es gibt das Böse und es gibt den Bösen. Vor allem aber: Es gibt den, der uns vor dem Bösen schützt und von dem Bösen befreit. Was damals, ganz am Anfang des öffentlichen Wirkens Jesu geschah, ist heute noch aktuell. Auch heute brauchen wir die Hilfe gegen so manche Not des Bösen. Jesus hat damals Menschen durch sein Wort, seine Kraft und seine Liebe aus Fesseln des Bösen befreit. Wie viele Fesseln gibt es heute, die Menschen binden und gefangen halten: Sucht und Gier, Streit und Unfrieden, Stolz und Eifersucht. Jesus kann daraus befreien. Und er tut es, auch heute. Dazu ist er gekommen.

zurück

Sitemapmenü:
  • Social Media
    • Bluesky
    • X (Twitter)
    • Facebook
    • Instagram
  • Home
    • Curriculum Vitae
    • Kolumne
    • Gedanken zum Evangelium
    • Predigten
    • Katechesen
    • Frag den Kardinal
    • Bibliographie
    • Archiv

Erzdiözese Wien

Erzbischöfliches Sekretariat

Wollzeile 2

1010 Wien

Tel.: +43 1 51552 - 3726


Impressum
Datenschutzerklärung
Barrierefreiheitserklärung
Cookie-Einstellungen
nach oben springen