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Gedanken zum Evangelium: Die Schwiegermutter des Petrus

Gedanken zum Evangelium, von Kardinal Christoph Schönborn, am Sonntag, 8. Februar 2014. (Markus 1,29-39)

06.02.2015
© Ikone: Jesus und die Frauen/kathbild.at,rupprecht

Dem kurzen Bericht im heutigen Evangelium verdanken wir das Wissen, dass Petrus verheiratet war: Jesus hat seine Schwiegermutter von schwerem Fieber geheilt. Es ist nicht überliefert, wie sie hieß. Auch kennen wir nicht den Namen der Frau des Apostels Petrus, noch, ob und wie viele Kinder sie hatten. Eine alte Überlieferung sagt, sie habe eine Tochter gehabt. Eines ist sicher: Petrus, gewissermaßen der erste Papst, war verheiratet, wie auch vermutlich die meisten anderen Apostel.

 

Das ist allgemein bekannt. Und auch die Tatsache, dass die Ehelosigkeit für die Nachfolger der Apostel, die Bischöfe, sich erst allmählich durchgesetzt hat. Weniger beachtet ist die Rolle der Frauen der Apostel. Wir wissen wenig darüber. Immerhin erwähnt der Apostel Paulus, dass die meisten Apostel und auch Petrus von ihren Frauen begleitet waren, als sie dem Auftrag Jesu gemäß in alle Welt hinausgingen, um das Evangelium zu verkünden. Es wird wohl zu wenig beachtet, welche Rolle die gläubigen Frauen in der Ausbreitung des Christentums spielten. Einige sind namentlich genannt. Die wenigen Hinweise genügen, um zu ahnen, wie viel wir ihnen verdanken.

 

Von der Schwiegermutter des Petrus heißt es einfach: „Sie diente ihnen“, nachdem sie von ihrem Fieber geheilt war. Das klingt so, als habe sie, kaum genesen, Jesus und seinen Aposteln „aufgewartet“, sie bekocht und bedient. Es kann aber auch bedeuten, dass sie sich von da an der Gruppe von Frauen aus Galiläa anschloss, die Jesus begleiteten und ihm auf seiner Mission beistanden. Diese Frauen folgten Jesus unerschrocken bis zur letzten Stunde. Sie liefen nicht, wie die meisten Apostel, aus Angst davon, sondern harrten treu beim Kreuz und dann auch bei der Grablegung Jesu aus. Und sie waren dann auch die Ersten, denen Jesus nach seiner Auferstehung erschien.

 

Die Evangelien, von Männern geschrieben, haben wohl der Bedeutung der Frauen im Umkreis Jesu nicht die Beachtung geschenkt, die sie verdienen. Für die damaligen Verhältnisse war es auf jeden Fall außerordentlich, dass Jesus nicht nur Männer im Kreis seiner Jünger zuließ, sondern auch nicht wenige Frauen.

 

Umso auffälliger ist es, dass Jesus selber unverheiratet blieb. Manche Sensationsautoren behaupten zwar, Jesus sei doch verheiratet gewesen. Und sie glauben auch ganz genau zu wissen, dass Maria Magdalena seine Frau war. Die alten Quellen wissen nichts davon. Von Mohammed sind die Namen seiner Frauen und Kinder bekannt, nie aber ist von Jesus Vergleichbares überliefert.

 

Von einer anderen Intimität Jesu ist dagegen oft die Rede: von seiner innigen Beziehung zu Gott, den er seinen Vater nennt. Davon gibt das heutige Evangelium ein berührendes Zeugnis: „In aller Früh, als es noch dunkel war, stand Jesus auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.“ Hat Jesus als Unverheirateter nie die Einsamkeit geplagt? Er, der so gerne und viel mitten unter den Menschen war, hat oft ganz bewusst das Alleinsein gesucht, in der Nacht, auf Bergen, an abgelegenen Orten. Und doch hat er von sich gesagt: „Ich bin nie allein! Denn ich und der Vater sind eins.“ Sein innerstes Zuhause, sein Trost, seine Kraftquelle waren diese Zeiten, in denen er betend mit seinem Gott alleine war.

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