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Gedanken zum Evangelium: Unsere Aussätzigen

Gedanken zum Evangelium, von Kardinal Christoph Schönborn, am Sonntag, 15. Februar 2015. (Markus 1,40-45)

13.02.2015
© Damian de Veuster, "der Engel in der Hölle von Molokai"/Emmanuel Fleckenstein

Jede Gesellschaft hat ihre Aussätzigen: Menschen, die sie ausgrenzt, von denen sie sich abgrenzt, die sie meidet, vor denen sie Angst hat. Aussätzige darf man nicht berühren und darf sich nicht von ihnen berühren lassen. Ihre Krankheit ruft Ekel hervor. Ihre Krankheit ist widerlich. Bei manchen erregen sie Mitleid, meist aber vor allem Abscheu.

 

Heute kann die Lepra, die schreckliche Krankheit des Aussatzes, geheilt werden, wenn es die nötige und frühzeitige medizinische Versorgung gibt. Wo sie fehlt, wütet auch heute noch dieses Übel, das den Menschen furchtbar entstellt und am lebendigen Leib allmählich zerstört. Deshalb wurden und werden bis heute die Leprakranken aus dem Leben der Menschen ferngehalten, ausgesondert. Zu groß ist die Angst vor Ansteckung.

 

Berühmt wurde die Insel Molokai bei Hawaii, auf die man die Aussätzigen aussetzte und ihrem tragischen Schicksal überließ, bis im 19. Jahrhundert ein mutiger junger belgischer Priester und Missionar sich ihrer erbarmte und unter ihnen zu leben begann, ihnen Mut und Hoffnung brachte, menschliche Nähe und medizinische Hilfe. Damian de Veuster, "der Engel in der Hölle von Molokai", wurde schließlich selber angesteckt und starb am Aussatz mitten unter diesen Ärmsten der Armen. Die Kirche hat ihn inzwischen heilig gesprochen. Er gehört zu meinen Lieblingsheiligen.

 

Jesus hat keine Berührungsängste. Er lässt den Aussätzigen an sich heran, obwohl dieser auf Abstand bleiben müsste. Er empfindet Mitleid mit ihm, trotz des schrecklichen Anblicks. Er sieht in ihm den Menschen, den Bruder, nicht den widerlich Entstellten. Und er berührt ihn selber. Er zeigt ihm Nähe, Zuwendung, Gemeinschaft. Schon das ist für den Ausgestoßenen ein Stück Heilung, Heilung der verwundeten Seele, ehe Jesus ihm auch die leibliche Heilung schenkt.

 

Zwei Fragen bleiben mir dabei offen. Zuerst: Warum verbietet Jesus dem Geheilten so streng, über seine Heilung zu reden? "Erzähle niemandem etwas davon!" Er kann doch gar nicht verbergen, dass er wieder gesund ist. Alle, die ihn kennen, müssen ja sehen, dass etwas Unglaubliches, Wunderbares mit ihm geschehen ist. Die heutige Tageslesung aus einem Paulusbrief hilft mir, Jesus zu verstehen. Er schreibt da: "Ich suche nicht meinen Nutzen, sondern den Nutzen aller, damit sie gerettet werden. Nehmt mich zum Vorbild, wie ich Christus zum Vorbild nehme."

 

Paulus stellt sich nicht selber in den Mittelpunkt. Jesus noch weniger. Er will keinen Personenkult um sich. Es geht ihm um uns, nicht um sich. Sein Vorbild für uns heißt: Gutes tun, aber sich nicht damit wichtig machen. Den Nutzen des anderen suchen, nicht den Eigennutz.

 

Kehren wir zum Anfang zurück: Wo sind heute unsere Aussätzigen? Wen grenzt unsere Gesellschaft aus? Wen meide ich, weil ich Abscheu empfinde, Kontakt fürchte? Sind das die Armen unserer Tage? Obdachlose und Asylanten? Oder ein Arbeitsloser aus meiner Bekanntschaft? Oder Mühsame, Belastete? Was sagt mir Jesu Haltung dem Aussätzigen gegenüber?

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