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Gedanken zum Evangelium: Großer Sturm – große Stille

Gedanken zum Evangelium, von Kardinal Christoph Schönborn, am Sonntag, 21. Juni 2015 (Markus 4,35-41).

19.06.2015
Jesus gebietet dem Sturm
© kathbild.at,rupprecht
Jesus gebietet dem Sturm

Heftige Gegensätze können uns ganz stark erschüttern. Manchmal erleben wir eine Art Berg- und Talbahn der Gefühle. Trauer und Freude, Angst und Erleichterung wechseln in kurzer Zeit, folgen schnell aufeinander. Man wird von widersprüchlichen Empfindungen richtig durchgebeutelt, aufgewühlt.

 

Eine solche Erfahrung machen die Jünger Jesu im heutigen Evangelium. Begonnen hat es mit einer großen Menschenmenge, die sich um Jesus am Ufer des Sees von Genesareth gesammelt hatte. Sie kommen von weither, um ihn zu erleben. Sie wollen ihn sehen, hören. Sie versuchen auch, ihn zu berühren. Denn viele werden durch ihn geheilt, oft schon durch einen einfachen Kontakt. Heute aber will Jesus zu ihnen reden. Um nicht von der Menge erdrückt zu werden, steigt er in ein Fischerboot, setzt sich hin und spricht zu den vielen Menschen, die am Ufer stehen.

 

Stundenlang hören sie ihm zu. Es ist bewundernswert, wie sie ihm an den Lippen hängen. Sie scheinen nicht müde zu werden. Langweilig kann es nicht gewesen sein. Er muss offensichtlich die Herzen seiner Zuhörer so berührt haben, dass sie den ganzen Tag ausharrten, bis es Abend wird.

 

Da entscheidet Jesus, dass es Zeit ist, wieder ans andere Ufer des Sees zurückzufahren. Nachdem sie die Leute verabschiedet hatten, beginnen sie, in die hereinbrechende Nacht hinein zurückzurudern. Ihn nehmen sie mit, so wie er im Boot war.

 

Plötzliche Stürme sind auf dem See Genesareth bekannt und gefürchtet. In kürzester Zeit kann der See aufgewühlt sein. Heftiger Wellengang kann auch diese erfahrenen Fischer mit ihren kleinen Booten in große Seenot bringen. Das Boot, in dem Jesus seelenruhig auf einem Kissen lag und schlief, droht unterzugehen.

 

Der Kontrast muss die in Panik geratenen Jünger empört haben. Sie versuchen verzweifelt, das Schiff seetüchtig zu halten. Er liegt ganz entspannt auf dem Polster und schläft. Sie rütteln ihn wach und halten ihm vor: Ist es dir egal, dass wir zugrunde gehen?

 

Noch größer ist der Kontrast in dem, was jetzt geschieht. Jesus steht auf und spricht zum Sturm ein Machtwort, als wäre dieser eine Person, der er Befehle erteilen kann: Schweig! Sei still! Und sofort legt sich der Wind. „Und es trat eine große Stille ein.“

 

Kein Wunder, dass sie große Furcht ergreift, als es plötzlich völlig still wurde. Zu unheimlich war dieser Wechsel von lebensgefährlichem Sturm und tiefer Ruhe. Ein solches Wechselbad der Gefühle ist nicht leicht zu verkraften. Das wissen alle, die solche heftige Kontraste erlebt haben.

 

Ist Jesus nicht ungerecht, wenn er sie jetzt tadelt? „Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?“ Aber genau darum geht es. Jesus will uns Mut machen zum Vertrauen. Auch wenn es in unserem Leben noch so stürmt. Auch wenn wir glauben, dass jetzt alles untergeht. Auch wenn wir in Angst und Panik geraten. Auch dann sollen wir das Vertrauen nicht wegwerfen. Denn Jesus ist mit im Boot. Seine Ruhe strahlt Frieden und Zuversicht aus. Er wird uns nicht untergehen lassen. Freilich: Schämen brauchen wir uns nicht, wenn der Sturm uns schreckt. Den Aposteln ging es nicht besser.

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