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Zeit der Verwirrung

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am Sonntag, 13. November 2016 (Lk 21,5-19)

11.11.2016
Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am Sonntag, 13. November 2016 (Lk 21,5-19)
© kathbild.at/Rupprecht
Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am Sonntag, 13. November 2016 (Lk 21,5-19)

Ruhige Zeiten hat Jesus nicht versprochen. Frieden auf Erden: Das war die Hoffnung damals. Das ist die Hoffnung heute. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Alles was Jesus damals vor 2000 Jahren in Jerusalem vorausgesagt hat, ist eingetroffen. War Jesus ein großer Pessimist? Hat er nur schwarz gesehen? Oder wollte er seine Zuhörer, damals wie heute, vorbereiten auf die schwierigen Zeiten, die bevorstanden und die wohl auch heute vor uns liegen? Ich glaube, Jesus will mit großer Nüchternheit, ohne Schönfärberei, uns doch Hoffnung geben.

 

Alles begann mit dem Staunen über die Pracht des Tempels in Jerusalem. Er muss von überwältigender Größe und Schönheit gewesen sein. Jesus selber hat den Tempel geliebt, ihn sogar als „das Haus meines Vaters“ bezeichnet. Und doch sagt er voraus: „Von dem, was ihr seht, wird kein Stein auf dem anderen bleiben; alles wird niedergerissen werden.“ Und so geschah es, vierzig Jahre später, als im Jahre 70 die Römer den Tempel bis auf die Grundmauern zerstörten.

 

Heute ist der Platz des alten Tempels zugleich Heiligtum und Zankapfel dreier Religionen. Für die Juden ist die Westmauer („Klagemauer“) der letzte Rest des Tempels, ein heiligster Ort des Gebetes und der Trauer. Den Christen ist der Tempelberg Ort der Erinnerung an Jesu vielfaches Wirken. Den Muslimen sind der Felsendom und die Al-Aksa-Moschee Orte, die engstens mit ihrem Glauben verbunden sind. Was Wunder, dass um diese heilige Stätte ständig Streit entsteht, Ansprüche aufeinanderprallen, die sich dann auch in den politischen Konflikten der Region widerspiegeln.

 

Ausgehend vom tragischen Schicksal des Tempels nennt Jesus drei Konfliktfelder, in denen Verwirrung droht.

 

Das erste würde ich den Konflikt der Ideologien und Weltanschauungen nennen. Alle versprechen mit großem Werbeaufwand das Heil und die Lösung der Probleme, und machen dabei die herunter, die anders denken. Jesus gibt nur einen schlichten Rat: „Lauft ihnen nicht nach!“

 

Die Konflikte der Weltanschauungen führen zu dem, was Jesus voraussah und was heute die Weltpolitik bestimmt: Kriege, Unruhen, Interessenskonflikte: „Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere… Schreckliche Dinge werden geschehen.“ Was ist der tragische Krieg um Syrien anderes als ein Konflikt zwischen den Großmächten und deren Machtansprüchen, zwischen den Religionsparteien im Islam (wie seinerzeit in Europa zwischen verfeindeten christlichen Konfessionen)?

 

Auch das dritte Konfliktfeld, das Jesus ankündigt, ist höchst aktuell: „Man wird euch verfolgen!“ Weltweit werden Menschen um ihres Glaubens willen verfolgt und viele werden umgebracht.

 

Hat Jesus nicht auch ein Wort der Hoffnung für diese Zeit der Verwirrung? Doch! Last euch nicht irreführen! Bleibt standhaft! Es wird schwer. Aber ich werde bei euch sein!

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