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Der gute Hirte

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am Sonntag, 22. April 2018 (Joh 10,11-18)

21.04.2018
Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am Sonntag, 22. April 2018 (Joh 10,11-18)
© kathbild.at/Rupprecht
Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am Sonntag, 22. April 2018 (Joh 10,11-18)

Hirten sind keine Räuber. Hirten hüten und behüten. Räuber rauben und betrügen. Ich glaube, wir haben alle eine Vorstellung von einem guten Hirten - und leider auch von Räubern. In meiner Zeit in Rom wurde mir einmal meine Geldbörse gestohlen, und einmal wurde meine Wohnung ausgeraubt. Heute geschieht das an vielen Orten, auch in Wien. Es tut weh. Mehr als der materielle Verlust verletzt der Betrug, der Einbruch in die Privatsphäre, die Missachtung meines Eigentums.

 

Jesus nennt sich selber den guten Hirten. Dieses Wort strahlt Vertrauen aus. Es bedeutet Sicherheit und Schutz, Geborgenheit und Fürsorge. Einer der bekanntesten und beliebtesten Psalmen der Bibel ist der „Hirten-Psalm“, der oft bei Taufen, Hochzeiten, Begräbnissen gebetet und gesungen wird: „Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser. Er stillt mein Verlangen; er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen. Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.“

 

Was macht den guten Hirten aus? Und wie können wir selber für andere gute Hirten sein? Jesus unterscheidet den Hirten vom bezahlten Knecht. Dem bezahlten Knecht ist das eigene Interesse wichtiger als das Wohl der Schafe. Es ist menschlich verständlich, dass wir in Gefahr unser Leben retten wollen. Der bezahlte Knecht flieht vor dem Wolf, egal was den Schafen passiert. Es sind ja nicht seine Schafe. Anders ist eine Mutter, die ihr Leben einsetzt für ihr Kind. Sie handelt als gute Hirtin. Ein Feuerwehrmann, der sein Leben riskiert, um Menschen aus dem brennenden Haus zu retten, handelt als guter Hirt. Der französische Polizist, der sich im Austausch als Geisel nehmen ließ und dabei ums Leben kam, wurde zu Recht in ganz Frankreich als Vorbild gelobt. Wir spüren sehr genau, wo und wie sich jemand als guter Hirte verhält und wo jemand nur an den eigenen Nutzen denkt.

 

Zum guten Hirten gehört auch die Vertrautheit mit den Schafen: „Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen  mich.“ Was wäre das für ein Hirte, für den seine Herde nur Schlachtvieh ist? Was wäre das für ein Gott, für den wir Menschen nur eine namenlose Masse darstellen? „Herr, du kennst mich! Ob ich sitze oder stehe, du weißt von mir. Ob ich gehe oder ruhe, es ist dir bekannt; du bist vertraut mit all meinen Wegen“, so heißt es im Psalm 139. Nicht die Angst vor einem Gott, der alles kontrolliert und kritisch vermerkt, spricht aus diesem Gebet, sondern das tiefe Vertrauen: „Du kennst mich, bei dir bin ich geborgen.“

 

Der gute Hirte kennt die Seinen, und sie kennen ihn: Wie weh tut es, mit dem Gefühl leben zu müssen: Ich werde nicht verstanden! Man kennt mich nicht wirklich! Wie oft bleiben wir einander fremd, selbst in der Familie, in der Ehe, in der Partnerschaft. Es ist ein großer Trost, darauf vertrauen zu können: Du, Herr, kennst mich durch und durch und richtest und verurteilst mich nicht!

 

„Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind“, sagt Jesus. Ein kostbares Wort! Wir sind versucht, uns alleine als die Besonderen, die Erwählten zu sehen. Wir schließen die aus, die nicht „zu unserem Stall“ gehören. Er ist Hirte für alle, auch für die, die wir gerne als „die Anderen“ betrachten, die Fremden, die „Fernstehenden“. Auch ihnen ist er  nahe, der gute Hirte.

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