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Beten, wie geht das?

Gedanken zum Evangelium, von Kardinal Christoph Schönborn, am Sonntag, 28. Juli 2019 (Lukas 11, 1-13)

28.07.2019
© shutterstock.com

Ich würde gerne beten, aber ich weiß nicht, wie man das macht. Ich kann nicht beten. Wie machst du das? Ich tue mich schwer mit dem Beten. Was rätst du mir? Diese und ähnliche Fragen sind mir immer wieder gestellt worden. Und wenn ich ehrlich bin, muss ich zugeben, dass auch ich sie mir stelle: Beten, wie geht das? Wie lerne ich es? Oder hat es eh keinen Sinn? Ich habe es versucht, aber es hat nicht „funktioniert“…

 

Die Frage nach dem rechten Beten wurde Jesus oft gestellt und er hat viel darüber gesprochen. Was rät er uns? Was lehrt er uns? Die stärkste Lehre Jesu über das Beten war offensichtlich sein eigenes Beten. Seine Jünger haben ihn oft beim Beten überrascht. Er zog sich viel in die Einsamkeit zurück, um zu beten. Das machte sie neugierig: Was tut er da? Was geht in ihm vor, wenn er manchmal nächtelang betet?

Im heutigen Evangelium sehen wir, wie die Jünger Jesus beim Beten finden. Sie trauen sich nicht, ihn zu stören. Sie warten, bis er selber sein Gebet beendet hat. Dann erst bitten sie ihn: Herr, lehre uns beten! Johannes der Täufer hat seine Jünger beten gelehrt. Der Wunsch, beten zu lernen, ist in ihnen wach geworden, weil sie Jesus so oft und so viel betend erlebt haben.

 

Die beste Schule des Betens ist das Erleben von Vorbildern. Kinder lernen beten, wenn sie ihre Eltern beim Beten „erwischen“. Ich habe einmal eine junge Ordensfrau gefragt, ob sie aus ihrer Kindheit eine Erinnerung habe, die sie stark geprägt hat. Sie erzählte daraufhin, sie sei einmal ohne Anklopfen spät am Abend ins Schlafzimmer der Eltern gekommen und habe die beiden neben dem Bett kniend beim Beten gefunden. Ich gestehe, dass mich immer wieder beeindruckt, Muslime beim Beten zu beobachten. Wie ernst nehmen wir die Einladung, ja die Aufforderung Jesu, im Beten nicht nachzulassen?

 

Wie also sollen wir beten? Es hilft, gewisse Gebete auswendig zu können. Nicht immer fällt es uns leicht, unsere Gebete frei zu formulieren. Das kostbarste „fixe“ Gebet ist das, was Jesus selber uns gelehrt hat: das „Vater unser“. Im heutigen Evangelium steht eine Kurzfassung davon. Es enthält alle wichtigen und wesentlichen Bitten. Es lehrt uns, um was wir vor allem beten sollen.

 

Jesus lehrt aber auch, wie wir beten sollen. Er zeigt es durch Gleichnisse von besonders lästigen, aufdringlichen Menschen, wie diesem unverschämten Mann, der mitten in der Nacht seinen Freund und dessen Familie aus dem Schlaf reißt, nur um etwas Brot zu erbitten. Schon im Alten Testament begegnen uns große Vorbilder des Betens, die ganz ungeniert mit Gott „verhandeln“, um von ihm zu erhalten, was sie erbitten. So tat es Abraham, als er für Sodom Gott um Rettung bat. So tat es Mose, als er für das abtrünnige Volk vor Gott eintrat. Zu solch „unverschämtem Gottvertrauen“ fordert uns Jesus auf- Seid Gott gegenüber zudringlich wie dieser Freund es war! Seid Gott lästig mit euren Bitten! Er wird euch nicht schlechter behandeln als ein Vater, dessen Kind ihn um etwas zum Essen bittet.

 

Beten hat vor allem mit Vertrauen zu tun. Wenn ich jemanden um Hilfe bitte, so tue ich es aus der Hoffnung heraus, dass diese Person mir helfen kann und wahrscheinlich auch helfen wird. Gott bitten heißt ihm vertrauen, auch dann noch, wenn er meine Bitte nicht genau so erfüllt, wie ich es mir gewünscht habe. Vergeblich bete ich nie.

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