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Ostern bei Juden und Christen

Gedanken zum Evangelium, von Kardinal Christoph Schönborn, am Palmsonntag, 28. März 2021 (Markus 11,1-10).

28.03.2021
© kathbild.at / Franz Josef Rupprecht

Gestern Abend hat Pessach, das jüdische Osterfest, begonnen. Es dauert acht Tage und endet mit dem Anbruch der Nacht am Sonntag, dem 4. April, am Ostersonntag-Abend. Pessach ist der Höhepunkt des jüdischen Jahres. Ich wünsche unseren jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Freude und den Segen dieses Festes, das die Befreiung aus der Versklavung in Ägypten feiert. Es ist ein Fest voller Hoffnung. Gott hat einst die Israeliten aus Ägypten herausgeführt. Er wird sie auch in Zukunft aus aller Bedrängnis retten. Pessach lehrt bis heute die Juden, dass die Situation nie verloren ist. Darum ist es für sie so wichtig, beim Pessachmahl, dem Seder, an alle die Ereignisse zu erinnern, die damals in Ägypten geschehen sind, besonders in der Nacht, in der die Israeliten aus Ägypten in die Freiheit gelangten.

 

Heute beginnt für die Christen die „Große Woche“, deren Höhepunkt der Ostersonntag sein wird. Unser Osterfest ist untrennbar mit seinen jüdischen Wurzeln verbunden. Ohne sie ist gar nicht verständlich, was Jesus in diesen Tagen in Jerusalem getan und erlitten hat. Mich berührt es jedes Jahr, wenn Juden und Christen, oft zeitgleich, Ostern feiern. Auch für die Christen es ist der Höhepunkt des Jahreskreises. Ostern verbindet uns und zeigt zugleich die schmerzliche Trennung, die nach wie vor zwischen uns besteht. Jesus selber ist der, der uns verbindet und auch trennt. Und das wird in dieser Woche des Osterfestes besonders deutlich. Deshalb waren die Tage des Osterfestes durch Jahrhunderte auch Momente besonderer Spannungen. Die Juden fürchteten vor allem den Karfreitag. Immer wieder kam es am Tag der Kreuzigung Jesu zu Ausschreitungen und Verfolgungen gegen die Juden als angebliche „Gottesmörder“. Heute feiern wir unser jeweiliges Ostern in friedlichem Nebeneinander. Aber die tiefen Wunden der Vergangenheit sind gerade in diesen Tagen spürbar. Deshalb ist es so wichtig, auf das zu schauen, was Juden und Christen an Ostern verbindet.

 

Jesus zog als gläubiger Jude jedes Jahr zum Osterfest von Galiläa nach Jerusalem hinauf. Viele Jahre lang unerkannt, verborgen als einer der zahlreichen Pilger. Doch seit er begonnen hat, öffentlich zu wirken, ist eine Frage aufgetaucht, die bis heute zwischen Christen und Juden strittig ist: Ist Jesus der verheißene Messias? Die Frage stellte sich immer drängender. Wenige Tage vor dem Osterfest zieht Jesus mit vielen Pilgern nach Jerusalem hinauf. In der Nähe der Stadt „inszeniert“ Jesus ganz bewusst das, was die Christen jedes Jahr zu Beginn der Karwoche am Palmsonntag feiern: seinen Einzug in Jerusalem. Üblicherweise kamen die ärmeren Pilger zu Fuß. So auch Jesus, Jahr für Jahr.

 

Diesmal „organisiert“ Jesus ein Reittier, einen jungen, noch unberittenen Esel. Ausführlich schildert der Evangelist Markus, wie Jesus sich den jungen Esel ausborgt, um auf ihm in Jerusalem einzureiten. Alle verstehen, was Jesus damit zum Ausdruck bringen will. Denn beim Propheten Sacharja wird das Kommen des Messias so beschrieben: „Juble laut, Tochter Zion! Jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir … demütig ist er und reitet auf einem Esel … Er wird den Nationen Frieden verkünden.“ Die Leute haben die Botschaft verstanden.

 

Sie sind begeistert. Hosanna-Rufe begleiten seinen Ritt in die Stadt: „Gesegnet sei das Reich unseres Vaters David, das nun kommt.“ So die Erwartung, die sich auf Jesus richtet. Es wird ganz anders kommen. Ablehnung, kurzer Prozess und Kreuzestod. Aber am Ostersonntag folgt die Auferstehung. Die Karwoche ist die Einladung, Jesus auf diesem Weg zu begleiten.

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