Montag 6. April 2026
Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

suchen
  • YouTube
  • facebook
  • instagram
  • twitter
  • anliegen@edw.or.at
Topmenü:
  • Jobs
  • Mitarbeiterportal
  • Pfarren
  • Personen
  • Presse
  • Shop

Sprachenmenü:
  • EN
  • FR
  • ES
  • IT
  • PL

  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Hauptmenü:
  • Glauben & Feiern
  •  
  • Nachrichten & Magazin
  •  
  • Service & Hilfe
  •  
  • Menschen & Organisation
  •  

Hauptmenü ein-/ausblenden
22.08.2024 · Aus der Diözese · Weltkirche

Wiener Beobachtungsstelle OIDAC warnt vor "antichristlicher Gewalt"

Auge schaut durch ein Schlüsselloch

 

Internationaler Tag des Gedenkens an Opfer von Gewalthandlungen aufgrund der Religion oder Weltanschauung. Besonders gefährdet sind christliche Konvertiten mit muslimischem Hintergrund. Tagung in Wien beleuchtet Lage in Lateinamerika.

Nicht nur in Ländern Afrikas und Asiens, auch in Europa gibt es Fälle von "antichristlicher Gewalt". Auf aktuelle Beispiele dafür hat die Wiener Beobachtungsstelle für Intoleranz und Diskriminierung gegenüber Christen in Europa (OIDAC Europe) in einer Aussendung am Donnerstag hingewiesen. Seit Jahresbeginn seien 25 Fälle von körperlicher Gewalt, Drohungen und Mordversuchen gegen Christen in Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland, Polen, Serbien und auch Österreich dokumentiert, informierte OIDAC-Geschäftsführerin Anja Hoffmann. Besonders gefährdet, Gewalt zu erleben, seien christliche Konvertiten mit muslimischem Hintergrund.

 

Anlass für die Presseaussendung war der 2019 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer von Gewalthandlungen aufgrund von Religion oder Weltanschauung am 22. August. "Im Westen tendieren wir dazu, Gewalt gegen Gläubige in erster Linie als ein Problem der Länder in Afrika und Asien zu betrachten", kritisierte Hoffmann blinde Flecken in der öffentlichen Wahrnehmung. Es sei natürlich wichtig, dortige dramatische Beispiele von Verfolgung anzuprangern, aber "Wir müssen auch aufmerksam darauf achten, was in Europa passiert", betonte die Menschenrechtsaktivistin.

 

Die in Wien ansässige OIDAC überwacht die Religionsfreiheit in Europa, zuletzt sei "ein alarmierender Anstieg antichristlicher Hassverbrechen um 44 Prozent" festzustellen, so Hoffmann mit Blick auf den jüngsten Jahresbericht der Beobachtungsstelle. "Die meisten antichristlichen Angriffe in Europa richten sich gegen Kirchen und Friedhöfe, aber leider erleben wir auch weiterhin gewalttätige Angriffe gegen einzelne Christinnen und Christen", erklärte Hoffmann.

 

Das französische Innenministerium beispielsweise verzeichnete 2023 fast 1.000 Übergriffe. 90 Prozent der Vorfälle richteten sich gegen Kirchen und Friedhöfe, es gab aber auch 84 persönliche, Glaubens-motivierte Angriffe gegen Christen. In einigen Fällen wurden laut OIDAC ganze Gemeinden ins Visier genommen: So wurde im Juni eine Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Dijon im ostfranzösischen Burgund während eines Gottesdienstes mit Tränengas angegriffen, was zu Panik geführt und neun Menschen verletzt habe.

 

Im Mai verurteilte ein britisches Gericht einen Mann zu einer Gefängnisstrafe wegen versuchten Mordes an Javed Nouri, einem christlichen Konvertiten mit muslimischem Hintergrund, wegen dessen "Glaubensabfalls", führte OIDAC Europe weiter an. Im April entschied ein italienisches Gericht über einen ähnlichen Fall, in dem es um einen tunesischen Konvertiten ging, der von Landsleuten zusammengeschlagen wurde, weil er eine christliche Kirche besuchte. Beides Fälle, die nur wenig Resonanz in den Medien fanden, beklagte Hoffmann.

 

Dabei sei das Recht auf Konvertierung "ein wesentlicher Bestandteil der Religionsfreiheit". Europäische Regierungen müssten daher alles daransetzen, insbesondere Konvertiten vom Islam zum Christentum zu schützen, die einem besonders hohen Gewaltrisiko ausgesetzt seien, schloss Hoffmann.

 

Auch Fälle in Lateinamerika

Christenverfolgung in Lateinamerika stand im Mittelpunkt einer Internationalen Tagung, über das am Donnerstag das Hilfswerk "Christen in Not" berichtete. Veranstaltet wurde es vom "Instituto de Estudios Social Cristianos" (Institut für Christliche Sozialstudien in Lima/Peru, IESC) anlässlich seines 50-Jahr-Jubiläums in Zusammenarbeit mit der deutschen Konrad-Adenauer-Stiftung. Für die mehr als 200 Teilnehmenden gab es Liveschaltungen mit Menschenrechtsaktivisten aus Venezuela und Nicaragua, die über die massiven Schikanen gegen katholische Kirche und Opposition in diesen Ländern berichteten. Aus Venezuela kam der dringende Aufruf zu einer Allianz von internationaler Politik und Medien gegen die jüngste Wahlfälschung des Maduro-Regimes.

 

"Christen in Not"-Generalsekretär Elmar Kuhn rief in einem Vortrag zur Bildung von "Narrativen des Lebens" gegen die "Narrative des Todes" auf. Die Religionsgemeinschaften zögen sich vielfach zu sehr in ihre eigenen Ghettos zurück und verweigerten die Teilnahme am gesellschaftlichen Diskurs, die aber für die ganze Gesellschaft lebenswichtig wäre. Mit dem IESC-Präsidenten Armando Borda und dem Lateinamerika-Experten der Adenauer-Stiftung, Frank Priess, tauschte sich Kuhn in einer vom Lima-Fernsehkanals RPP live ausgestrahlten Diskussion über Christenverfolgung aus.

erstellt von: red/kathpress
zurück

 

Nachrichten
zurück
Weitere Artikel zum Thema

Über 750 Menschen laufen im Prater für Missio-Krankenhaus

Der „RunForHope“ übertrifft alle Erwartungen der Organisatoren. Über 750 Menschen sind am Sonntagvormittag in der Prater-Hauptallee beim Missio-Charity-Lauf „RunForHope“ mitgelaufen. Kinder, Jugendliche, Hobby- und Profiläufer über alle Altersgruppen hinweg, haben mitgemacht. 

Musik, Begegnungen und Verantwortung – Kardinal Turkson über Wien und die Jugend

Kardinal Peter Turkson spricht im Interview über seine Eindrücke von Wien – vom Wiener Schnitzel bis zur Oper. Er würdigt die kulturelle Tiefe der Stadt, seine Begegnung mit Kardinal Schönborn und betont die Rolle junger Menschen in der Klimafrage. Ein Gespräch über Kunst, Kirche und Zukunftsperspektiven.

Kardinal Turkson eröffnet Klima-Gipfel mit Aufruf zu Solidarität

Hochrangige Veranstaltung am 28./29. August in der Akademie der Wissenschaften über regionale und lokale Strategien zum Umgang mit der Klimakrise. Turkson: Wien hat auch in Klimafragen wichtige Brückenfunktion zwischen Ost und West.

Lackner: Kritik an Antisemitismus und Krieg im Heiligen Land

Wortlaut der Erklärung von Erzbischof Lackner zum zunehmenden Antisemitismus in Österreich und zu Krieg und Terror im Heiligen Land.

Synodaler Prozess: Weltsynode-Schlussdokument auf Deutsch erschienen

Broschüre der Deutschen Bischofskonferenz enthält auch Papst-Ansprachen und erklärende Note.

Karibu sana Kenya – Eine Reise der Hoffnung und Begegnung

Vor zwei Jahren begann unsere gemeinsame Reise in Wien – nun endlich war es so weit: Der Besuch unserer Partnerdiözese in Lodwar, Kenia, konnte Wirklichkeit werden.

Religion und Wandel: EuARe-Konferenz in Wien eröffnet

Europäische Religionsakademie tagt in Wien. Keynotes von Franz Fischler und Grace Davie zu Keynotes zu Religion, Säkularisierung, Populismus und gesellschaftlichem Wandel in Europa.

Synoden-Expertin Becquart

Synoden-Expertin Becquart: Austausch zwischen Ortskirchen fördern

Theologin und Synodensekretärin zu neuem Schreiben über Umsetzungsphase der Weltsynode. Leo XIV. übt Papstamt "in synodalen Stil" aus.

Freiwillige aus Erzdiözese Wien gehen nach Ecuador, Georgien, Kambodscha, Kenia und Kolumbien

15 junge Freiwillige starten in wenigen Wochen ihren Sozialdienst in Bildungs- und Sozialprojekten auf der ganzen Welt. Acht von ihnen kommen aus der Erzdiözese Wien.

Blick über den Vatican und Rom

Vatikan veröffentlicht Fahrplan für Weltsynode bis 2028

Schreiben zur Umsetzungsphase der Weltsynode für eine synodale Kirche liegt vor. Fünf Phasen auf diözesaner, nationaler und internationaler Ebene münden in "allgemeine kirchliche Versammlung" im Vatikan.

Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung – Eine Lern- und Begegnungsreise nach Lodwar, Kenia

Eine Gruppe aus der Erzdiözese Wien reist im Juli 2025 nach Lodwar, Kenia – für interkulturellen Austausch, gemeinsames Lernen und gelebte weltkirchliche Solidarität.

Leo XIV. stärkt Reformprozess der Weltsynode

Der Papst traf Mitglieder des Ordentlichen Rates des Generalsekretariates der Bischofssynode. Leo XIV.: "Synodalität ist ein Stil, eine Haltung, die uns hilft, Kirche zu sein und authentische Erfahrungen von Teilhabe und Gemeinschaft zu fördern".

P. Wallner: Weltmission Schlüssel für Aufbruch der Kirche in Europa

Missio-Österreich-Direktor nach Begegnung mit Papst Leo XIV.: Kirche muss selbstbezogene Haltung überwinden. Päpstliche Missionswerke wollen "Brückenfunktion" einnehmen.

Österreichs katholische Kirche dankt für neuen Papst Leo XIV.

Kardinal Schönborn beim "Te Deum" im Stephansdom: Das Bekenntnis zu Christus ist ein Fels, auf den die Kirche gebaut ist. Der 267. Nachfolger Petri in 2000 Jahren zeigt  Kontinuität.

"Sich klein machen, damit Christus bleibt" - Erste Papstpredigt im Wortlaut

Wortlaut der Predigt von Papst Leo XIV. bei der Messe mit den Kardinälen am 9. Mai 2025 in der Sixtinischen Kapelle.

Schönborn: Papst kam früher schon gerne nach Österreich

Kardinal Schönborn bei einer Pressekonferenz in Wien über die Affinität des neuen Papstes zu Österreich, seine künftigen Akzentsetzungen und warum ein Teamplayer an der Spitze der Katholischen Kirche so wichtig ist.

Rauch- und Hoffnungszeichen

Von einem, der ohne große Erwartungen auf den Petersplatz geht und voll Hoffnung davon zurückkommt…

Der neue Papst trägt den Namen Leo - In den Spuren großer Vorgänger

Kardinal Robert Francis Prevost hat sich für den Namen Leo XIV. entschieden. Mit diesem Namen tritt er in eine traditionsreiche Reihe ein - Von Christiane Laudage.

Beten für den neuen Papst und die Kirche

Gebet, Andacht und Fürbitten für den neuen Papst und die Kirche.

Papst Leo XIV. setzt zu Beginn klare Signale

Der neue Papst in seiner erstern Ansprache: "Wir wollen gemeinsam unterwegs sein, den Frieden und die Gerechtigkeit ohne Furcht suchen. Wir wollen gemeinsam als Missionare unterwegs sein."

nach oben springen
Sitemapmenü:
Glauben &
Feiern
Nachrichten &
Magazin
Service &
Hilfe
Menschen &
Organisation

ERZDIÖZESE WIEN
Wollzeile 2
1010 Wien
Tel.: +43 1 51552 - 0

anliegen@edw.or.at

Impressum
Datenschutzerklärung
Barrierefreiheitserklärung
Cookie-Einstellungen
https://www.erzdioezese-wien.at/
nach oben springen