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27.03.2016 · Weltkirche

Bischof: Verschleppter Priester im Jemen vermutlich am Leben

Verschleppter Priester im Jemen vermutlich am Leben

Der aus Indien stammende Salesianerpater Tom Uzhunnalil ist als einer von zwei katholischen Priestern im Jemen tätig. Seit dem Anschlag auf ein christliches Seniorenheim in Aden am 4. März gibt es keine Nachricht mehr von ihm.

Zuständiger Bischof Hinder: Es besteht kein Grund zur Annahme, dass der Ordensmann Tom Uzhunnalil im Jemen tatsächlich gekreuzigt worden ist.

Es herrscht weiterhin Unklarheit in der Causa des entführten und angeblich gekreuzigten katholischen Priesters Tom Uzhunnalil im Jemen. So zeigte sich der für die Region zuständige Bischof Paul Hinder gegenüber der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Sonntag, 27. März 2016 vorsichtig zuversichtlich: Er habe bis zur Stunde Grund zu der Annahme, dass der Ordensmann lebe und sich in den Händen der Entführer befinde. Meldungen über eine angebliche Hinrichtung durch Islamisten könne er nicht bestätigen, die Bemühungen um die Freilassung des Priesters und Ordensmannes dauerten an.

 

Es gibt noch Hoffnung

Hoffnungsvoll hatte sich gegenüber "Kathpress" auch Kardinal Christoph Schönborn gezeigt: "Es gibt noch Hoffnung", so Schönborn am Sonntag, nachdem er mit Bischöfen aus dem arabischen Raum gesprochen hatte.

Die Informationen über die angebliche Kreuzigung des Priesters stammten aus dem Umfeld der Mutter-Teresa-Schwestern in der jemenitischen Hauptstadt Aden. Die mit dem Schwestern in engem Kontakt stehende Gebetsgemeinschaft "Corpus Christi Dubai" hat die Kreuzigung des Priesters auf ihrer arabischen Internetseite gemeldet. Die Gebetsgemeinschaft wiederum berief sich auf Informationen des katholischen Erzbischofs der indischen Stadt Bangalore, Bernard Moras.

 

Keine Nachricht seit 4. März

Der aus Indien stammende Salesianerpater Tom Uzhunnalil ist als einer von zwei katholischen Priestern im Jemen tätig. Seit dem Anschlag auf ein christliches Seniorenheim in Aden am 4. März gibt es keine Nachricht mehr von ihm. Bei dem Attentat töteten mutmaßliche Islamisten 16 Menschen, unter ihnen vier Mutter-Teresa-Schwestern. Vergangene Woche tauchte in sozialen Netzwerken die Spekulation auf, Uzhunnalil könne am Karfreitag hingerichtet werden. Plausible Quellen dafür gab es nicht.

Der Sprecher des Salesianerordens im indischen Bengaluru, Mathew Valarkot, sagte unterdessen der Zeitung "Indian Express" (Onlineausgabe Sonntag), bislang sei unbestätigt, ob der "Islamische Staat" (IS) hinter der Entführung stecke. Mit dem anderen Geistlichen im Jemen, ebenfalls einem Salesianer, stehe man in Kontakt. Indiens Außenminister Sushama Swaraj teilte am Samstag per Twitter mit, die Regierung unternehme alle Anstrengungen, um Uzhunnalil freizubekommen.

erstellt von: red/kap
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Weitere Informationen:

Christian Solidarity International:
www.csi.or.at

 

JEMEN: Blutbad in einem Seniorenheim in der Hafenstadt Aden

 


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