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2001 - Zwischen Dialog und der großen Erschütterung von 9/11

Das neue Jahrtausend  beginnt mit einem außergewöhnlichen Besuch des Wiener Erzbischofs im Iran. Der Dialog unter den Religionen wird eines seiner Herzensanliegen.Ab September schreibt Kardinals Schönborn wöchentlich in der Wochenendausgabe der Kronenzeitung jeweils die Auslegung des Tagesevangeliums an Sonntagen und hohen Feiertagen.

© EDW
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Im Februar 2001 reist Christoph Schönborn in den Iran. Es ist keine gewöhnliche Reise, sondern ein bewusst gesetztes Zeichen. Für ihn ist der Dialog zwischen den Religionen kein Nebenthema, sondern ein persönliches Anliegen.

 

Während seines Aufenthalts trifft er führende Vertreter des schiitischen Islam, darunter auch Ayatollah Ali Khamenei, ebenso wie Vertreter der christlichen Kirchen im Land. Die Begegnungen verlaufen ruhig, geprägt von Respekt und einem echten Interesse am Gegenüber.

 

In einem Vortrag an der Imam Sadr Universität spricht Schönborn darüber, was Dialog für ihn bedeutet. Er versteht ihn nicht als Verzicht auf die eigene Überzeugung, sondern als einen Weg, Missverständnisse zu vermeiden und Frieden zu ermöglichen. Unterschiede verschweigt er nicht. Er spricht sie offen an, ohne sie gegeneinander auszuspielen.

 

Gleichzeitig betont er das Gemeinsame. Fragen nach dem Sinn des Lebens, nach Leid und Tod, nach Verantwortung für die Welt verbinden die Religionen. Auch Themen wie Umwelt, Technik und Globalisierung sieht er als gemeinsame Herausforderung. Religionen, so sagt er, müssten Antworten geben, die über den Moment hinausweisen

 

Wenige Wochen später steht er in einem ganz anderen Rahmen.

Am 4. März 2001 hält Schönborn in der Kathedrale Notre Dame in Paris den Auftakt der Fastenpredigten. Der Blick richtet sich diesmal auf Europa. Er spricht davon, dass der Kontinent seine Seele wiederentdecken müsse.

Dabei bleibt er nicht abstrakt. Er verweist auf konkrete Zeichen: die vielen jungen Menschen bei Weltjugendtagen, die anhaltende Anziehungskraft von Klöstern und Wallfahrtsorten. Für ihn sind das Hinweise darauf, dass die Suche nach Sinn nicht verschwunden ist.

 

Er fordert, die Kirchen offen zu halten, nicht nur im wörtlichen Sinn. Sie sollen Orte bleiben, an denen Menschen zur Ruhe kommen können, Orte, die etwas von Gottes Gegenwart spürbar machen.

 

Im Sommer führt ihn sein Weg nach Polen.

Im August feiert er im Dominikanerzentrum in Jamna einen großen Jugendgottesdienst. Gemeinsam mit polnischen Bischöfen steht er vor vielen jungen Menschen. Die Atmosphäre ist lebendig, aber auch geprägt von einem konkreten Anliegen.

 

Die Kollekte des Gottesdienstes ist für die Opfer schwerer Überschwemmungen bestimmt. Viele Familien haben ihr Zuhause verloren. Für Schönborn gehört beides zusammen: feiern und helfen.

 

Im Herbst beginnt etwas, das zunächst unscheinbar wirkt.

Am 2. September veröffentlicht er erstmals seine „Gedanken zum Evangelium“ in einer großen österreichischen Wochenzeitung. Woche für Woche schreibt er kurze Auslegungen, oft handschriftlich. Die Resonanz überrascht viele. Die Texte werden viel gelesen, weit über kirchliche Kreise hinaus. Für manche werden sie zu einer festen Begleitung durch die Woche. Es ist eine neue, bis heute im deutschen Sprachraum einzigartige Form der Verkündigung, die gerade durch ihre Einfachheit Woche für Woche zahlreiche Leser erreicht.

 

Dann verändert sich die Stimmung weltweit. Die Anschläge vom 11. September 2001 erschüttern auch Österreich. Noch am selben Abend lädt Schönborn zu einem Gedenkgottesdienst in den Stephansdom ein. Die Atmosphäre ist von Stille geprägt. Die große Glocke des Doms läutet und macht das Ausmaß des Ereignisses spürbar.

In den Tagen danach bleibt der Dom offen. Viele Menschen kommen, zünden Kerzen an, suchen einen Ort für ihre Gedanken.

 

Am 13. September läuten in ganz Österreich die Glocken. Es ist ein gemeinsames Zeichen der Anteilnahme. Einen Tag später kommen Vertreter verschiedener Religionen und des Staates zusammen. Juden, Christen und Muslime sitzen an einem Tisch. Schönborn drückt sich unmissverständlich aus: Hass dürfe nicht das letzte Wort haben, sagt er. Stattdessen brauche es eine Form von Solidarität, die über Grenzen hinausgeht.

 

Fortsetzung 2002

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