Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT
Hauptmenü:

  • YouTube
  • twitter
  • facebook
  • Instagram
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Hauptmenü:
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT

Hauptmenü:

Hauptmenü anzeigen
Inhalt:

Beten verändert

Gedanken zum Evangelium, von Kardinal Christoph Schönborn, am Sonntag, 13. März 2022 (Lukas 9,28-36).

13.03.2022
Papst Johannes Paul II.
© kathbild.at / Franz Josef Rupprecht
Papst Johannes Paul II.

Wer die Berge liebt, kann sich gut in das heutige Evangelium hineinversetzen. Jesus steigt mit dreien seiner Gefährten auf einen Berg. Der Aufstieg ist immer wieder ein eigenes Erlebnis, anstrengend, aber lohnend. Der Lärm des Tales, die Geschäftigkeit des Alltags bleiben zurück. Es wird stiller, die Sicht weitet sich. Das Glücksgefühl, auf dem Berg angekommen zu sein, kann man nicht vergessen.

Jesus steigt auf den Berg, um zu beten. Viele erleben in der Stille der Bergwelt die Nähe Gottes. Die Ehrfurcht vor der Größe und Schönheit der Schöpfung ist schon eine Art Gebet. Manchmal wird daraus ein ausdrückliches Lob Gottes, des Schöpfers: „Mein Gott, wie groß bist du!“ Vielleicht ahnen wir, warum Jesus oft alleine auf einen Berg ging, um zu beten. Diesmal geschah etwas Besonderes, Unvergessliches: „Während Jesus betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes und sein Gewand wurde leuchtend weiß.“ Die drei Gefährten schwiegen lange über dieses Erlebnis „und erzählten in jenen Tagen niemandem von dem, was sie gesehen hatten“.

 

Was war es, was sie damals erlebt haben? Es muss eine einzigartige Erfahrung gewesen sein. Und doch ist sie nicht etwas völlig Fremdes. Ich glaube, es ein wenig ahnen zu können. Es ist die Erfahrung, dass das Gebet Menschen spürbar verändern kann. Es gibt dazu auch wissenschaftliche Untersuchungen. Mir genügt es, an Menschen zu denken, die ich als Betende erlebt habe. Darunter sind ganz berühmte, aber auch die stillen Beter im Dom. Unvergesslich sind mir die Zeiten, in denen ich Papst Johannes Paul II. betend in seiner Kapelle erlebt habe, einmal ganz alleine mit ihm nach einem Abendessen, zu dem er mich eingeladen hatte. Der Eindruck ist schwer in Worte zu fassen. Es war eine ganz dichte Atmosphäre der Gesammeltheit, der spürbaren Nähe Gottes. Es hat mir eine Ahnung von dem gegeben, was die drei Zeugen damals auf dem Berg mit Jesus erlebt haben. Doch geht es mir ähnlich, wenn ich in die Eligiuskapelle des Stephansdomes komme, wo täglich von 6 Uhr früh bis 10 Uhr abends Anbetung vor dem Allerheiligsten möglich ist. Immer sind dort stille Beter.

 

Verändert das Beten? Verändert es uns zum Guten? Im heutigen Evangelium steht, dass Petrus und seine Gefährten eingeschlafen waren, während Jesus betete. Das bezeugt eine beschämende Erfahrung, die mir nicht fremd ist: der Schlaf ist oft stärker als das Gebet, meist aus Müdigkeit, nicht selten auch aus Bequemlichkeit. Um das Gebet muss man kämpfen, es kommt nur selten ganz spontan. Man muss es wollen.

 

Man sagt: Not lehrt beten. Das stimmt. Aber wie gut tut es, Gott zu danken, wenn wir nicht in Not sind! In den Bergen ist es leichter, den Schöpfer zu loben. Loben, Danken, Bitten erleichtern das Herz und verändern das Leben. Wie alles im Leben braucht auch das Beten regelmäßige Übung. Nur so kann es zu einer Grundhaltung werden, die uns zum Guten verändert.

 

Beten, wie macht man das? Diese Frage haben die Jünger Jesus gestellt und ihn gebeten: „Lehre uns beten!“ Er hat sie das „Vaterunser“ gelehrt. Es ist bis heute das Gebet, das alle Bitten zusammenfasst. Das Wichtigste ist und bleibt das schlichte Vertrauen auf Gott. So hat Jesus gebetet. Sein Gesicht hat dieses Vertrauen ausgestrahlt.

zurück

Sitemapmenü:
  • Social Media
    • Bluesky
    • X (Twitter)
    • Facebook
    • Instagram
  • Home
    • Curriculum Vitae
    • Kolumne
    • Gedanken zum Evangelium
    • Predigten
    • Katechesen
    • Frag den Kardinal
    • Bibliographie
    • Archiv

Erzdiözese Wien

Erzbischöfliches Sekretariat

Wollzeile 2

1010 Wien

Tel.: +43 1 51552 - 3726


Impressum
Datenschutzerklärung
Barrierefreiheitserklärung
Cookie-Einstellungen
nach oben springen