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Pfingsten, das liebliche Fest…

Gedanken zum Evangelium, von Kardinal Christoph Schönborn, zu Pfingsten, am Sonntag, 5. Juni 2022 (Apostelgeschichte 2,1–11).

04.06.2022
© kathbild.at / Franz Josef Rupprecht

„Pfingsten, das liebliche Fest war gekommen; es grünten und blühten Feld und Wald; auf Hügeln und Höhn, in Büschen und Hecken übten ein fröhliches Lied die neuermunterten Vögel; jede Wiese sprosste von Blumen in duftenden Gründen. Festlich heiter glänzte der Himmel und farbig die Erde.“ Dieses Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) wird gerne zu Pfingsten zitiert. Naturromantik sei das, sagen die Kritiker. Ich erinnere mich an einen mir unvergesslichen Pfingstspaziergang, an dem ich die Natur so schön und berührend erlebt habe, wie Goethe sie beschreibt. Es ist etwas Wunderbares, solche Momente geschenkt zu bekommen.

 

Mit der Natur hat das Pfingstfest ursprünglich zu tun. Es war einst das jüdische Erntedankfest, wie das jüdische Osterfest, das Pessach, das Fest zum Beginn der Ernte war. Es ist gut, daran zu erinnern, dass die meisten religiösen Feste im Jahreskreis einen Bezug zur Natur haben. Das Weihnachtsfest feiern wir um die Zeit der Wintersonnenwende. Das Totengedenken Anfang November entspricht dem Erleben, dass die Natur abstirbt, während Maria Lichtmess, am 2. Februar, das Wiedererwachen der Natur feiert. Alle diese Feste erinnern uns daran, dass wir Menschen tief in der Natur verwurzelt sind.

 

Im Unterschied zur Natur haben wir Menschen aber auch eine Geschichte, die über die Abläufe der Jahreszeiten hinausgeht. Davon künden die jüdischen und die christlichen Feste. Das jüdische Pessach feiert die Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten. Das Pfingstfest gedenkt des Bundes, den Gott mit seinem Volk am Berg Sinai geschlossen hat. Und wenn die Juden diese Feste feiern, geht es nicht nur um die ferne Vergangenheit, sondern um das Heute: Auch heute rettet Gott sein Volk, auch heute hält er treu zu seinem Bund. Deshalb werden diese Feste so groß gefeiert.

 

Damit sind wir beim Pfingstfest des Jahres 30, fünfzig Tage nach dem Pessachfest, kurz vor dem Jesus in Jerusalem gekreuzigt worden und, so glauben seine Anhänger, am dritten Tag von den Toten auferstanden war. Jüdische Pilger und Sympathisanten waren in großer Zahl aus allen Ländern, in denen es jüdische Gemeinden gab, nach Jerusalem gekommen, um im Zentrum des Judentums das Pfingstfest zu feiern. Was damals geschah, ist so etwas wie die Geburtsstunde der Kirche. Denn von diesem Tag an begann das, was über alle Jahrhunderte bis heute weitergeht: die weltweite Ausbreitung des christlichen Glaubens.

 

Alles fing an mit einer Zeit intensiven Betens. Nach der „Himmelfahrt“ Jesu blieben seine Jünger, Maria, seine Mutter, und die Frauen, die Jesus begleitet haben, beisammen, um zu beten. Bis heute folgen viele diesem Vorbild und bereiten sich durch neun Tage des Gebets auf Pfingsten vor, auf das Kommen und Wirken des Heiligen Geistes.

 

Als dann der Pfingsttag kam, zeigten sich zuerst starke Naturereignisse: eine Art heftiger Sturm und „Zungen wie von Feuer“. Gottes Geist wird wie Wind und Atem erfahren. „Atme in uns, Heiliger Geist“ heißt es in einem Lied. „Feuer und Flamme“, so singt ein anderes Lied über Gottes Geist. Und noch eines wirkt an diesem Tag der Geist: das Wunder des gegenseitigen Verstehens, trotz der verschiedenen Sprachen. Goethe nennt Pfingsten „das liebliche Fest“. Er freute sich über die Schönheit der erwachenden Natur. Größer noch ist das Erwachen der Herzen durch den Atem und das Feuer des Heiligen Geistes.

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