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Geleitet vom guten Stern

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium vom 6. Jänner 2023.

06.01.2023
© Photo by NASA on Unsplash
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Wann erleben wir lichtgewöhnten und lichtverwöhnten Zeitgenossen die Pracht des Sternenhimmels? In der Stadt sehen wir kaum etwas davon. Am Land kann es schon eher sein, dass wir in einer sternklaren Nacht ahnen, wie es früheren Generationen ging, wenn sie in der Nacht zum Himmel aufblickten. Da kann auch uns ein tiefes Staunen über die zahllosen Sterne ergreifen, ihre stille Herrlichkeit. Das Staunen wird dann leichter zum Gebet, zum Lob des Schöpfers: „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre.“

 

Heute ist im Evangelium von den Sterndeutern die Rede, den Weisen aus dem Morgenland, die im Laufe der Geschichte zu den Heiligen Drei Königen wurden. Sie lebten in einer Welt, in der es noch nicht das Problem der „Lichtverschmutzung“ gab, der schädlichen Folgen des Übermaßes an künstlichem Licht. Der Sternenhimmel war ihre Erfahrung der Nacht. So waren sie gewohnt, die Phänomene am Himmel genau zu beobachten. Wir wissen durch die Erforschung des Weltalls und seiner unfassbaren Dimensionen viel mehr als alle früheren Generationen. Haben wir vor lauter wissenschaftlichem Wissen das einfache Staunen verlernt?


Für die Sterndeuter aus dem Osten hatten die Himmelszeichen eine Sprache, sie kündeten Botschaften des Himmels. So deuteten die Weisen eine besondere Konstellation als Stern des neugeborenen Königs der Juden. Sie machen sich auf den weiten Weg, um ihn zu suchen und zu verehren.


Warum erschrickt Herodes, der mächtige König, bei dieser Nachricht? Wie alle Diktatoren war Herodes von einer Angst besessen: Jemand könnte seiner Macht gefährlich werden. Tatsächlich hat Herodes in seiner eigenen Familie alle umbringen lassen, die seiner Herrschaft im Weg stehen könnten. Welch ein Kontrast zu den Weisen aus dem Osten, die mit geradem und offenem Herzen suchen und sich vom Himmel leiten lassen! Herodes steckt ein wenig in jedem von uns, im Ehrgeiz, der den anderen als Rivalen sieht; in der Rechthaberei, die Kritik nicht ertragen kann. Heuchlerisch und scheinheilig ist Herodes, wenn er vorgibt, das Königskind verehren zu wollen, wo er doch bereits seine Ermordung im Sinn hat. In jedem Menschenherzen gibt es die Versuchung zur Heuchelei.


Wie anders ist die Geradheit und Ehrlichkeit der Sterndeuter! Als sie von Herodes weggehen, sehen sie den Stern wieder, der sie bisher geleitet hatte. „Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt.“ Es ist für mich der schönste Satz dieses Evangeliums. Wer sich mit aufrichtigem Herzen auf die Suche macht, ohne falsche Winkelzüge, ohne selbstbezogene Ängste, der kann die Freude erleben, die die Sterndeuter geschenkt bekamen: Sie fanden schließlich das göttliche Königskind, vom guten Stern geleitet.

 

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