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Jesus und die Frau: eine Begegnung

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium vom 12. März 2023.

12.03.2023
© Erzdiözese Wien/ Stephan Schönlaub, Stephan Schönlaub
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Von vielen Begegnungen Jesu mit Frauen berichten die Evangelien. Die des heutigen Evangeliums ist besonders berührend. Alles ist schlicht, einfach und doch ganz tief. Jesus ist in Samarien, heute im Palästinenserterritorium gelegen, damals wie heute ein umstrittenes Gebiet. In der Mittagshitze („die sechste Stunde“) setzt sich Jesus an den Brunnen, um zu rasten. Da kommt eine Samariterin, den Tonkrug am Kopf tragend, um Wasser zu schöpfen. Wie selbstverständlich nehmen wir es, dass Wasser einfach aus dem Wasserhahn kommt!

 

Die Begegnung beginnt mit einer einfachen Bitte: „Gib mir zu trinken!“ Wie oft öffnet eine Bitte das Herz! Die Frau ist überrascht, dass ein Jude sie, aus dem verfeindeten Volk der Samariter, um etwas bittet, und noch dazu, dass er als Mann, gegen allen Brauch, sie als Frau direkt anspricht. Schnell geht das Gespräch in die Tiefe. Jesus spricht von einem anderen, lebendigen Wasser, das er ihr geben könnte. Sie missversteht die Worte Jesu und meint, er spreche von frischem Quellwasser, das reichlich fließt. Dann bräuchte sie nicht mehr mühsam aus dem Brunnen schöpfen.

 

Das Gespräch nimmt eine neue Wendung: „Geh, ruf deinen Mann und komm wieder her!“ Die knappe Antwort klingt schmerzlich: „Ich habe keinen Mann.“ Denn Jesus sagt ihr auf den Kopf zu, wie ihr Leben wirklich aussieht: Fünf Männer hat sie gehabt und lebt jetzt mit einem, der nicht ihr Mann ist: „Damit hast du die Wahrheit gesagt.“ Ich frage mich immer: Wie hat Jesus es geschafft, Menschen die oft harte und bittere Wahrheit über ihr Leben zu sagen, ohne sie zu verletzen. Wir scheuen uns ja oft, jemandem die Wahrheit zu sagen, weil wir nicht verletzen wollen oder weil wir uns nicht trauen, auszusprechen, was alle wissen, worüber alle tuscheln.

 

Die Frau fühlt sich offenbar nicht von Jesu Direktheit verletzt. Im Gegenteil: Seine Worte müssen wie eine Befreiung gewirkt haben, denn sie eilt in den Ort und ruft die Leute zusammen: „Da ist ein Mann, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe: Ist er vielleicht der Messias, Christus?“ Alles ist anders geworden! Sie war die Schande und das Getratsche des Ortes wegen ihrer Männergeschichten. Warum ging sie wohl in der Mittagshitze zum Brunnen? Weil da keine anderen Frauen waren, die sie verächtlich ansehen würden. Jetzt bringt sie den ganzen Ort zu Jesus.

 

Jesus hat es geschafft, im Leben dieser Frau eine große Wende zu bewirken. Sie hat sich keinen Moment von ihm verachtet gefühlt. Die ganze Not ihrer vielen gescheiterten Beziehungen höre ich in ihrem Wort: „Ich habe keinen Mann.“ Jetzt hat sie den gefunden, von dem am Schluss das ganze Dorf sagt: „Er ist wirklich der Retter der Welt!“

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