Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT
Hauptmenü:

  • YouTube
  • twitter
  • facebook
  • Instagram
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Hauptmenü:
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT

Hauptmenü:

Hauptmenü anzeigen
Inhalt:

Leben heißt Abschied nehmen

Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn vom 14.5.202

13.05.2023
© pixabay.com
Bild herunterladen

Man nennt sie die „Abschiedsreden“ Jesu, die Worte, die Jesus beim letzten Abendmahl gesprochen hat. So klingen sie auch, denn viel ist die Rede von seinem Weggang, seinem bevorstehenden Tod, von Trauer und Trost und von dem, was sein wird, wenn er nicht mehr da ist. Das heutige Evangelium ist ein Abschnitt aus dem, was Jesus seinen Jüngern zum Abschied gesagt hat.


Abschiednehmen gehört zum Leben. Jeder neue Abschnitt im Leben ist mit Abschied verbunden. Das Baby wird zum Kleinkind, das Kind wächst heran zum Jugendlichen. Das Erwachsenwerden ist der nicht leichte Abschied von Kindheit und Jugend. Die längste Lebensphase ist für die meisten Menschen das Erwachsenenalter. Wie viele Abschiede markieren die Etappen des Lebens! Wir lernen Menschen kennen und verlieren sie wieder aus den Augen. Freundschaften wachsen, doch die Lebensumstände trennen sie wieder. Abschiede können schmerzlich sein, und immer wieder sind sie endgültig, wenn der Tod einander trennt. Je älter ich werde, desto mehr Abschiede erlebe ich. So ist eben das Leben. Und doch ist es mehr als nur die vielen Abschiede.


In seinen Abschiedsreden gibt Jesus eine große Hoffnung. Er weiß, dass er bald sterben wird, doch wird das nicht das Ende sein: „Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, ich komme zu euch.“ Jesus spricht von einer Erfahrung, die viele Menschen machen: Ein Abschied kann auch ein neuer Anfang sein. Nicht immer stimmt das Sprichwort: „Aus den Augen, aus dem Sinn.“ Eine Freundschaft kann auch eine lange Zeit der äußeren Entfernung überleben, wenn die innere Verbundenheit lebendig bleibt. Man sieht sich nach Jahren wieder und hat den Eindruck, man habe sich erst gestern verlassen.


Jesus hat sogar ausdrücklich gesagt, dass die äußere Trennung nicht ein Hindernis für die gegenseitige Nähe sein muss: „Ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich fortgehe.“ Mich hat dieses Wort Jesu sehr getröstet, als mein Vater starb, viel zu früh. Ich habe es als Trost empfunden, dass Jesus eine neue Verbundenheit mit ihm versprochen hat, die erst durch seinen Tod möglich werden wird. Ich habe deshalb dieses Wort Jesu auf die Parte meines Vaters geschrieben. Die Begründung, die Jesus gegeben hat, ist voller Hoffnung: „Denn wenn ich nicht fortgehe, wird der
Beistand nicht zu euch kommen; gehe ich aber, so werde ich ihn zu euch senden.“ Und im heutigen Abschnitt aus den Abschiedsreden sagt Jesus: „Ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll“. Wer ist dieser Beistand, den Jesus verspricht? Jesus spricht mehrmals von ihm. Er nennt ihn „Geist der Wahrheit“. Das Wort, das Jesus gebraucht, „Paraklet“, bedeutet so viel wie Helfer, Berater, Fürsprecher, aber auch Tröster. Er nennt ihn den „anderen Beistand“, denn solang Jesus unter den Seinen gelebt hat, war er selber der Helfer und Tröster. Nach seinem Tod wird Gott den Geist senden, der „bei euch bleibt und in euch sein wird“.


Immer wieder bin ich Menschen begegnet, die bestätigen, was Jesus damals versprochen hat. Sie machen die Erfahrung, dass es diesen inneren Helfer und Ratgeber, Tröster und Fürsprecher gibt, den wir den Heiligen Geist nennen. Er ist unsichtbar, aber wirksam. Er gibt innere Orientierung, Stärkung und Trost. Bald ist das Pfingstfest, das an die Erfahrung erinnert, die damals, 50 Tage nach Ostern, die
junge Gemeinschaft der Christen gemacht hat: Der Abschied Jesu von dieser Welt war der Anfang seiner neuen Gegenwart. Er lebt und lässt uns nicht alleine zurück.

 

zurück

Sitemapmenü:
  • Social Media
    • Bluesky
    • X (Twitter)
    • Facebook
    • Instagram
  • Home
    • Curriculum Vitae
    • Kolumne
    • Gedanken zum Evangelium
    • Predigten
    • Katechesen
    • Frag den Kardinal
    • Bibliographie
    • Archiv

Erzdiözese Wien

Erzbischöfliches Sekretariat

Wollzeile 2

1010 Wien

Tel.: +43 1 51552 - 3726


Impressum
Datenschutzerklärung
Barrierefreiheitserklärung
Cookie-Einstellungen
nach oben springen