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Schlussstein, Eckstein, Stolperstein

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium vom 8. Oktober 2023.

08.10.2023
mit freundlicher Genehmigung der Russisch-Orthodoxe Kathedrale zum heiligen Nikolaus
© Erzdiözese Wien/ Stephan Schönlaub, Erzdiözese Wien/ Stephan Schön
mit freundlicher Genehmigung der Russisch-Orthodoxe Kathedrale zum heiligen Nikolaus
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Das Christentum mit seinen vielen Ausprägungen (katholisch, orthodox, evangelisch, freikirchlich) ist zahlenmäßig die größte Religion, gefolgt vom Islam. Für alle christlichen Konfessionen ist ein Punkt gemeinsam, trotz aller sonstigen Unterschiede: Jesus Christus ist der Ursprung, der Stifter, der Mittelpunkt des Christentums. Darüber sind sich alle Christen einig. Genau das ist auch der Stein des Anstoßes: dass der Jude Jesus von Nazareth der von Gott gesandte Bote sein soll, der Sohn Gottes. Davon handelt das heutige Evangelium.

 

Selten hat Jesus so klar und deutlich über sich selber, über seine Sendung und sein Geschick gesprochen. Wie so oft tut er es in Form eines Gleichnisses. Das Bild vom Weinberg ist dem jüdischen Volk vertraut. Schon die alten Propheten haben Israel als den von Gott gepflanzten Weinberg beschrieben. Gott ist der Eigentümer, die Juden sind die Pächter. Von ihnen erwartet Gott die Frucht, die sie als Pachtzins dem Besitzer abzuliefern haben. Die Pächter verhalten sich skandalös. Sie prügeln, ja töten die Knechte des Gutsherrn, die er gesandt hat, um seinen ihm zustehenden Ernteanteil zu holen.

 

Was darauf folgt, ist eine der deutlichsten Selbstaussagen Jesu: „Zuletzt sandte der Gutsbesitzer seinen Sohn zu ihnen, denn er dachte: Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben.“ Es kam anders. Sie packten und töteten den Sohn und dachten, dadurch in den Besitz des Weinbergs zu kommen. Wenige Tage nachdem Jesus dieses Gleichnis erzählt hatte, erfüllte es sich: Jesus wurde umgebracht.

 

Der Kreuzestod Jesu ist für alle Christen ein so entscheidendes Ereignis, dass das Kreuzzeichen schlechthin das Symbol des Christentums ist. Zeichen des Heils für die einen, Zeichen des Widerspruchs für die anderen. Jesus gebraucht dafür ein anderes Bild aus der Bibel: „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden“, also zum tragenden Fundament. Der Apostel Paulus, der zuerst ein entschiedener Gegner Jesu und seiner Anhänger war, hat nach seiner Bekehrung in Jesus den Schlussstein gesehen, der den ganzen Bau zusammenhält. Jesus Christus wurde für ihn das Ein und Alles, der Sinn seines Lebens und Glaubens. Und so ist es seither den Zahllosen ergangen, die im christlichen Glauben ihren Lebenssinn gefunden haben.

 

Was aber, wenn dieser Schlussstein, dieser tragende Eckstein, zum Stolperstein wird? Schon dem kleinen Kind Jesus wurde von Simeon vorausgesagt, er werde ein Zeichen sein, dem widersprochen wird, bis heute! Woher kommt das? Auch darauf gibt das Gleichnis eine Antwort. Sie betrifft alle Menschen, egal welcher Religion oder Weltanschauung. Die Pächter töten die Knechte und schließlich sogar den Sohn, weil sie den Weinberg in Besitz nehmen wollen. Wir sind alle in Gefahr zu glauben, die Welt gehöre uns. Deshalb stören die Propheten und besonders Jesus, weil sie daran erinnern: Ihr seid Verwalter des euch anvertrauten Guts und nicht die Herren der Welt. Nur eine Haltung des Dienens ist ein tragendes Fundament. Jesus hat das vorgelebt, bis zum Letzten, dem Kreuz. Deshalb ist er der Schlussstein, der alles zusammenhält.

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